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Drogenfund

Halbes Kilo Marihuana in Asylbewerberunterkunft

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Ein halbes Kilogramm Marihuana hat die Polizei am Wochenende in einer Asylbewerberunterkunft in Schongau sichergestellt. Wem die Drogen gehörten, ist unklar, alle in Frage kommenden Verdächtigen wurden wieder auf freien Fuß gesetzt.

Schongau – Die Beamten hüllen sich zu vielen Fragen noch in Schweigen, Details zu dem Drogenfund werden auch auf Nachfrage nicht genannt. Schongaus Polizeichef Herbert Kieweg verrät nur soviel, dass seine Beamten am Samstag gegen in 1.30 Uhr zu einer Körperverletzung in ein Asylbewerberheim in Schongau gerufen worden waren. Die Adresse nennt er nicht. In der Unterkunft waren ein Iraker (28) und ein Eritreaer (23) in Streit geraten. Der 28-Jährige schlug dem 23-Jährigen auf die Brust, dieser setzte sich mit einem Schubser zur Wehr. Der Iraker stürzte auf einen Stuhl und schlug sich dabei die Lippe auf. 

Wo genau und wie die zu der Körperverletzung gerufenen Beamten in der Unterkunft auf das Marihuana stießen, behalten die Beamten „aus ermittlungstaktischen Gründen“ für sich. Von der Pressestelle des Polizeipräsidiums in Rosenheim heißt es lediglich, dass während der Anzeigenaufnahme in einem Zimmer versteckt rund ein halbes Kilogramm des Rauschgifts gefunden worden war. Mit der Unterstützung der Operativen Ergänzungsdienste Weilheim und der Kriminalpolizei seien die Bewohner des Zimmers festgenommen worden.

Laut Pressesprecher Thomas Schelshorn handelt es sich bei ihnen um sieben bis acht Personen aus Nigeria, Afghanistan, der Türkei und Somalia. Sie seien vorläufig festgenommen worden, aber nicht dem Ermittlungsrichter vorgeführt worden. Der Grund: Der Drogenfund konnte laut Schelshorn noch keinem Täter zugeordnet werden, alle Männer kamen deshalb wieder auf freien Fuß. „Es sind weitere Ermittlungen notwendig“, erklärt der Sprecher. Geführt werden sie von der Kripo in Weilheim. Angaben zum Schwarzmarktwert des Marihuanas werden von der Polizei nicht gemacht.

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