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Die ersten Ballen werden in die neuen Drosdz-Hallen am Industriegebiet Ost eingelagert. Platz ist für 10 000 Tonnen.

Drosdz baut Hallen für UPM

Papierlager sichert Zukunft

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Nach nur knapp fünf Monaten Bauzeit wurden am Montag zwei neue Lagerhallen der Schongauer Firma Drosdz für Altpapier eingeweiht. Für UPM können dort 10 000 Tonnen Altpapier gelagert werden. Je nach Bedarf werden täglich 400 bis 500 Tonnen Papier vom Industriegebiet Ost zu UPM geliefert.

Schongau 40 Meter breit, 62 Meter lang: rund 5000 Quadratmeter umfassen die offenen Lagerhallen. Wer über den Sommer hinweg am Schongauer Industriegebiet Ost vorbeigefahren ist, hat den Bau in Holzleimkonstruktion gut verfolgen können. Erst kürzlich mit Alu beplankt, wurde der Bau pünktlich zum 1. Dezember fertiggestellt. „Das war eine Punktlandung“, so Drosdz-Vorstand Georg Hartmann. Zuletzt war noch eine Infrarotmeldeanlage für den Brandschutz installiert worden. Am Montagvormittag wurden nun die beiden Hallen eröffnet und erstmals ein Papierballen abgeladen und eingelagert. Damit wurde gleichzeitig ein langfristiger Kooperationsvertrag zwischen der Schongauer Papierfabrik UPM und Drosdz besiegelt.

Man habe sich im Oktober 2016 sehr über die Auftragserteilung durch UPM gefreut, blickte Hartmann zurück, wenngleich auch ein Punkt nicht verhandlungsfähig gewesen sei, wie auch Kurt Wurster, Vice President von UPM, bestätigte: der Vertragsbeginn und damit die pünktliche Fertigstellung. „Das hat uns Kopfzerbrechen bereitet“, gab Hartmann zu. Unnötig, wie sich herausstellte. Binnen von nur zwei Monaten lagen sämtliche behördlichen Genehmigungen vor, wofür Hartmann ein dickes Lob in Richtung Landratsamt schickte. Und auch die richtigen Partner für den Hallenbau waren rasch gefunden – die Firmen Streif (Rottenbuch) und Hörmann (Buchloe), als Projektleiter fungierte das Ingenieurbüro Hermann Rößle aus Hohenpeißenberg. Die Investitionskosten lagen bei rund 1,5 Millionen Euro, die, wie Hartmann erläuterte, nicht nur in der Halle stecken, sondern auch im Dienstleistungsauftrag. Dieser sichere langfristig Arbeitsplätze.

Schnitten das Absperrband für die neue Halle durch (v.li): Drosdz-Vorstandsvorsitzender Gunter Scherrieble, Drosdz-Vorstand Georg Hartmann, UPM Vice President Kurt Wurster, Projektleiter Hermann Rößle und Bürgermeister Falk Sluyterman.

Darüber freute sich auch Bürgermeister Falk Sluyterman. „Mir liegt das Industriegebiet am Herzen“, betonte er und wertete den Kooperationsvertrag von Drosdz mit UPM als gutes Signal, nicht nur für die Sicherung von Arbeitsplätzen, sondern auch für die langfristige Papierherstellung am Standort Schongau. Sicherlich sei dies einer der Standortvorteile, dass Betriebe in Schongau erweitern könnten, wenn sie dies wünschten. Gerne gebe er auch das Lob Hartmanns an Landrätin Andrea Jochner-Weiß weiter.

Aus der ursprünglich geplanten einen großen Halle waren dann aus Brandschutzgründen zwei kleine geworden, die Kapazität jedoch ist geblieben: 10 000 Tonnen Altpapier können dort eingelagert werden, rund 40 000 Tonnen sollen im Jahr umgeschlagen werden. Damit verdoppelt UPM seine Lagerkapazitäten, denn am Werksgelände stehen noch einmal 10 000 Tonnen Lager zur Verfügung, wie Kurt Wurster erläuterte. Die Anlieferung von Altpapier als dem wichtigsten Rohstoff in der Papierherstellung – je nach Papierqualität sind dies 70 bis 80 Prozent – dürfe niemals abreißen, weder bei schlechtem Wetter noch an langen Wochenenden oder Feiertagen. „Um solch kritischen Perioden vorzubeugen, braucht man flexible Partner, dazu gehört auch mal eine Anlieferung an einem Samstag“, so Wurster. „Die Firma Drosdz ist Referenzbeispiel in unserem Hause“, sparte Wurster nicht mit Lob. Und dies auch für die Hallen selbst: „Sie sind zu schön, um darin Altpapier zu lagern.“

Die Kooperation mit Drosdz sei allein wegen der Nähe zu UPM „ein Idealfall“, so Wurster weiter, es sei fast vergleichbar mit einer werksinternen Situation. 400 bis 500 Tonnen sollen täglich angeliefert werden. Die im Industriegebiet Ost eingelagerten Papierballen, von UPM angekauft in ganz Europa mit Schwerpunkt Italien und Frankreich, werden direkt auf dem Drosdz-Gelände aufgelockert und in 40-Kubikmeter-Container verladen. 40 bis 45 Lkw werden voraussichtlich pro Tag von der Peitnachstraße bis zur Altpapierannahme am UPM-Betriebsgelände fahren.

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