Pfarrer Josef Fickler, wie man ihn bis 1995 in Schongau kannte.

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Ehemaliger Stadtpfarrer Josef Fickler gestorben

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Plötzlich und vollkommen unerwartet hat der Herrgott ihn zu sich geholt: Der ehemalige Schongauer Stadtpfarrer Monsignore Josef Fickler ist am Mittwochabend im Alter von 79 Jahren in seinem Ruhestandsort Sonthofen gestorben. Er wirkte in Schongau von 1984 bis 1995.

Schongau – Kurz vor seinem Tod hatte Josef Fickler noch Gäste bei sich zu Hause in Sonthofen begrüßt. „Er war ein fröhlicher Gastgeber“, weiß der heutige Stadtpfarrer Norbert Marxer. Und so heiter werden ihn auch seine Schongauer Freunde in Erinnerung behalten. Zu gerne hätten sie mit Josef Fickler im kommenden Jahr den runden 80. Geburtstag gefeiert. Obendrein hätte er 2019 auch sein 50. Priesterjubiläum begangen. „Es wäre ein Jahr mit viele freudigen Ereignissen geworden“, meint der Schongauer Stadtpfarrer.

Nun wird Marxer zusammen mit der Gemeinde am kommenden Mittwoch zur Beerdigung des Ruhestandspfarrers in dessen Heimatort Hawangen fahren. Um 13.30 Uhr beginnt in der Pfarrkirche St. Stephan das Requiem, anschließend wird Josef Fickler im Priestergrab beigesetzt.

Der Geistliche war ein Pfarrer, der voll im Leben stand: „Er war ein Spätberufener“, weiß Marxer. So hatte Fickler zunächst Maurer gelernt, bevor er das Abitur nachholte, um Theologie studieren zu können. Zum Priester geweiht wurde Fickler 1969 im Dom von Augsburg, bevor er von 1969 bis 1971 als Kaplan in Oberstdorf seine erste Station hatte. Ab 1972 leitete Fickler das „Offene Seminar“ im Jugendhaus Elias in Blaichach bei Sonthofen, bis 1984 der Ruf aus Schongau kam. Dort folgte Fickler auf Stadtpfarrer Adalbert Keis, der an den Folgen eines Unfalls gestorben war.

In der Welfenstadt haben Fickler vor allem die älteren Kirchgänger noch gut in Erinnerung. „Er galt als guter Prediger“, weiß Norbert Marxer. Fickler verehrte den Heiligen Josef und belebte deshalb das Josefsfest in Schongau. Er entdeckte die alten Zunftstangen in der Sakristei und sammelte Spenden, damit sie restauriert werden konnten. Die Stangen werden in der Kirche noch heute „sehr geschätzt“, betont Marxer, der überdies auf den großen Einsatz Fickler beim Umbau des alten Pfarrhofs hinweist.

Dass der verstorbene Stadtpfarrer auch energisch zur Sache gehen konnte, um seine Vorstellungen umzusetzen, davon weiß der damalige Schongauer Bürgermeister Luitpold Braun senior zu berichten. „Das Miteinander war manchmal schwierig, letztendlich aber immer zielführend und erfolgreich“, drückt es Braun aus und fügt hinzu: „Er war ein eifriger Seelsorger, der wusste, was er wollte.“

1995 folgte Josef Fickler erneut dem Ruf des Bischofs und wurde Direktor der Gebetsstätte Marienfried in Pfaffenhofen an der Roth. 2009 ging er in den Ruhestand.

Mitfahrgelegenheit

Der Bus zu dem Requiem und der Beisetzung in Hawangen im Unterallgäu fährt am kommenden Mittwoch, 23. Mai, um 11.20 Uhr an der Sparkasse in Schongau-West ab, um 11.30 Uhr am Rathaus. Die Pfarrei bittet um Anmeldung unter Telefon .08861/71712 oder 4432.

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