Blick in die neue Rutsche im Schongauer Plantsch.
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Noch ist die Rutsche im Plantsch trocken, doch bald kann Schwimmeisterin Laura Jokuff nicht mehr so problemlos durch die Röhre gehen – schon in zweieinhalb Wochen soll es losgehen.

Fertigstellung naht

Einzigartig in Deutschland: Neuer „Fantasy Loop“ im Schongauer Plantsch bietet einmaliges Rutsch-Erlebnis

  • Boris Forstner
    VonBoris Forstner
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In zweieinhalb Wochen bricht im Schongauer Spaßbad Plantsch ein neues Rutschen-Zeitalter an: Dann ist der „Fantasy Loop“ fertig und bringt eine völlig neues Rutschenerlebnis, das laut Plantsch-Chef in dieser Version einzigartig in Deutschland ist – man kann nämlich als Astronaut, im Dschungel und im Meer rutschen und die Bestzeiten online eintragen lassen.

Schongau – Die Arbeiten an der neuen Rutsche laufen auf Hochtouren, und Fans dürften sich den Mittwoch, 13. Oktober, schon einmal rot im Kalender markieren. Dann sollen – wenn die Rutsche vom TÜV abgenommen wird, wovon Kosian natürlich fest ausgeht – am Nachmittag die ersten Rutscher in die Bahn gehen. Für die Premieren-Rutscher hat sich die Heimatzeitung zusammen mit Kosian einiges einfallen lassen (siehe Kasten).

Bewerben Sie sich als Premieren-Rutscher!

Die Schongauer Nachrichten bringen Sie als erstes auf den neuen Fantasy Loop – wir suchen vier Premierenrutscher für die insgesamt vier Szenarien. Schmeißt euch in eine Verkleidung, die zu den vier Szenarien passt, also entweder „Reise zum Mars“, Shark attack“, „Biss der Kobra“ und die Basic-Rutsche für kleinere Kinder, und schickt die Bilder mit einer kleinen Erläuterung sowie Name und Anschrift per Mail an lokales@schongauer-nachrichten.de. Die lustigste und kreativste Bewerbung darf am 13. Oktober mit der ganzen Familie kostenlos ins Bad und im jeweiligen Szenario als erster rutschen und damit den ersten Rekord aufstellen. Damit nicht genug: Die vier Gewinner erhalten zudem eine Saisonkarte für den Sommer 2022. Und die ersten 30 Rutscher am 13. Oktober, die ihre Rutschkarte mit einer Bestzeit abgeben und so dafür sorgen, dass die Zeit für ein Jahr im Internet verewigt wird, erhalten eine Freikarte für die Badewelt. Also los geht’s, wir freuen uns schon auf schöne Bewerbungsbilder. Einsendeschluss ist Freitag, der 8. Oktober.

Die auf den ersten Blick auffällige Neuheit der neuen Rutsche: Es gibt neben Einzel- nun auch Doppelreifen, man muss also nicht mehr allein in die Röhre gehen, sondern kann zu zweit auf wilde Fahrt gehen. Die andere Neuerung entdecken die Rutscher spätestens am Eingang. Denn dort wird rechts neben der Rutsche eine Auswahl möglich sein, in welcher Umgebung gerutscht wird. „Wir wollen einfach maximale Abwechslung bieten, damit die Rutsche möglichst lange attraktiv bleibt“, sagt Kosian.

Rutschende können aus drei Szenarien wählen

Dank moderner LED-Technik können Badefreunde also entweder unter Wasser auf Haie treffen, im Dschungel Affen begegnen oder im Weltraum umherfliegen. Jedes Szenario hat drei eingespielte Mini-Filme, die man im Vorbeirutschen wahrnehmen kann – im Dschungel tauchen ein Affe, eine Schlange und ein Vogel auf, im Weltall lässt ein Kämpfer ein Laserschwert sausen, fliegen Meteore umher und kann man Starfighter aus den Star Wars-Filmen fliegen sehen, unter Wasser sieht man einen Seehund, einen Oktopus und einen Hai, dem man quasi direkt ins offene Maul fährt – es ist das beeindruckendste Filmchen und kann im ersten Moment sicher für Schecken bei kleinen Kindern sorgen. „Deshalb bieten wir natürlich noch eine vierte Variante an, die ohne Schreck-Effekte auskommt und für kleine Kinder geeignet ist“, sagt Kosian.

So schaut der neue fantasy Loop von außen aus.

Doch mit den LED-Filmchen ist es nicht getan, es gibt auch Lichteffekte und eine ausgetüftelte Soundanlage, die bei den Geräuschen dem jeweiligen Szenario angepasst ist. Und das endet nicht in der Röhre: „Die Firma Biebl, die uns oft unterstützt, hat einen fünfstelligen Betrag für die Veranstaltungselektronik im Rutschenhaus spendiert“, sagt Kosian begeistert. Das heißt, dass die Effekte aus der Rutsche ins Rutschenhaus übernommen werden, die Treppe rauf und bis zum nächsten Start – „ein bisschen irre, aber heutzutage ist doch alles etwas irre, warum also nicht der Fantasy Loop“, sagt Kosian und lacht. Insgesamt kommt die gesamte Maßnahme (Rutsche, Sanierung Rutschenhaus und Erneuerung der Badewassertechnik) auf 900 000 Euro, eine Förderung von 45 Prozent gab es durch ein das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“,

Bonuspunkte für die Bestenliste durch Touchpunkte in der Rutsche

Auch die beliebte Bestenliste der schnellsten Rutscher wird es wieder geben, aber überarbeitet mit viel mehr Möglichkeiten. So gibt es Bestenlisten für alle vier Szenarien, und um Bestplatzierungen zu erreichen, müssen in der Rutsche versteckte Touchpunkte berührt werden, denn dafür gibt es Bonuspunkte. „Bei besonderen Rutschergebnissen wie einem Tages- oder Szenenrekord wird zusätzlich ein besonderes Feuerwerk aus Licht- und Toneffekten abgespielt“, so Kosian. Rutscher können ihre Ergebnisse auch im Internet unter ihrem Namen (oder Fantasienamen) abspeichern lassen, dann kann man sogar in New York oder Schanghai schauen, wer den Rutschenrekord hält. Der ist ein Jahr gültig, um Ewig-Rekorde und mangelnde Motivation zu verhindern.

„Wir können die Szenarien auch irgendwann ändern lassen, um neue Anreize zu setzen“, so Kosian. Dann geht’s vielleicht in die Urzeit oder in die Zukunft. Nur eines wird es nicht geben: „Ein Foto vom Zieleinlauf, das man sich kostenlos im Internet runterladen hätte können. Das hat leider eine Anfrage beim Datenschutzbeauftragten der Bundesregierung pulverisiert“, so Kosian.

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