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Sanierung Eisstadion Schongau: Jetzt können konkrete Planungen starten

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Von: Elke Robert

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Die Dachkonstruktion im Schongauer Eisstadion muss erneuert werden, das ist seit langem bekannt. Nun kann der TSV Schongau in konkrete Planungen einsteigen, 960 000 Euro an Fördergelder sind zugesagt.
Die Dachkonstruktion im Schongauer Eisstadion muss erneuert werden, das ist seit langem bekannt. Nun kann der TSV Schongau in konkrete Planungen einsteigen, 960 000 Euro an Fördergelder sind zugesagt. © Hans-Helmut Herold

Mit den konkreten Planungen für die Eisstadion-Sanierung kann es losgehen. Angepackt werden muss das Dachtragwerk, aber auch die Einsparung von Energie steht auf der Wunschliste. Gregor Schuppe kritisierte, dass für eine Entscheidung viel zu wenig bekannt sei, man kaufe „die Katze im Sack“.

Schongau – Ein bereits 2016 angefertigtes Gutachten machte es deutlich: Das Dach des Eisstadions ist nicht sicher. Die hölzerne Bauweise aus dem Jahr 2000 erfüllt nicht mehr die Anforderungen. Wenn zu viel Schnee auf dem Dach liegt, könnte es gefährlich werden. Außerdem hatte ein Ingenieurbüro festgestellt, dass offenbar während der Bauphase an der Dachkonstruktion etwas geändert worden war. Die hohe Feuchtigkeit in der Halle setzt dem Dachtragwerk zusätzlich zu. Damit nichts passiert, setzt die Stadt mittlerweile Schneewächter ein.

In einem ersten Bauabschnitt sollen nun die Gelder aus dem Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten – die Stadt Schongau hatte als eine von fünf bayerischen Gemeinden den Zuschlag bekommen – in ein neues Dach fließen. Untersucht werden solle nun, ob es besser ist, das Holztragwerk zu ertüchtigen oder eine neue Dachkonstruktion mit Stahlträgern einzuziehen, erklärte Stadtbaumeister Sebastian Dietrich im Stadtrat.

Eisstadion: Auch die energetische Sanierung soll in Angriff genommen werden

Auch die energetische Sanierung soll gleich mit in Angriff genommen werden. Viel einsparen könne man etwa durch ein Hallenbelüftungskonzept. Nach dem Vorbild von Eisstadien im Raum München gebe es zwei Ansätze, erklärte Dietrich in aller Kürze. Eine Anlage für eine offene Halle oder der Einbau einer mechanischen Lüftung bei geschlossener Halle. Gemeinsam mit dem TSV Schongau, der ja das Stadion betreibt, wolle man nun prüfen, welches der richtige Weg für Schongau sei. Geschätzter Investitionsbedarf: 1,07 Millionen Euro, die Fördersumme beträgt 960 000 Euro.

„Es ist gut, dass es vorangeht“, lobte Michael Eberle (CSU), formulierte aber auch Kritik. Seitens der Stadt habe es bisher keine Darlegung der Baukosten gegeben. Alle Informationen, die man habe, stammten direkt vom TSV. Dessen Vorsitzender Ralf Konstantin hatte im Frühjahr dieses Jahres alle Fraktionen über Pläne und Probleme informiert. Auch wünschte sich Eberle ein Beleuchtungskonzept.

Eisstadion: Jetzt geht es in die Detailplanung

Sollte es finanzierbar sein, wolle man natürlich gleich auf LED-Technik umrüsten, versprach Dietrich. Und konkrete Baukosten könne man erst nach der Planung benennen. Die bisherige Kostenschätzung allein für ein neues Stadiondach belaufe sich auf rund 600.000 Euro. Die Planungen würden nun aktualisiert und die Ergebnisse dann dem Stadtrat eigens vorgestellt, so Dietrich.

„Es handelt sich jetzt nur um einen Grundsatzbeschluss“, brachte es Friedrich Zeller (SPD) auf den Punkt. Er forderte allerdings eine zusätzliche Gesamtbetrachtung aller Kosten für das Stadion, sogenannte Lebenszykluskosten. „Es kostet doch alles recht viel Strom, und der Zusatzaufwand für den Ingenieur wird eher gering sein.“

Eisstadion: Jetzt nur Grundsatzbeschluss

Nur Gregor Schuppe (ALS) wollte den Grundsatzbeschluss so nicht mittragen, ihm fehlte es an konkreten Informationen: „Stadion aufmachen, Stadion zumachen, der Einsatz von Folien – ich tue mich schwer zuzustimmen, wo ich eine Katze im Sack kaufe.“ Er wollte wissen, welche Prioritäten man setze: Die Einhaltung des Kostenrahmens oder der Blick auf ein energetisches Konzept. Die Verkehrssicherheit und ein energetisches Konzept könne man nicht trennen, erläuterte Dietrich. Und die bisherige Planung sei nur die Grundlage gewesen für den Förderantrag, jetzt müsse man tiefer einsteigen. „Dachkonstruktion und eine energetische Sanierung werden uns mühelos gelingen“, war sich Dietrich mit Blick auf die Gesamtsumme sicher.

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