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Farblich markiert sind im Schongauer Märchenwald die Wege und Abstandsflächen. Bei denen haben sich Juniorchef Florian Hallmann und sein Team an den Regelungen in Supermärkten orientiert.

Erlösende Nachricht

Der Schongauer Märchenwald macht wieder auf: Besucher müssen online reservieren

Es war ein Geduldsspiel von einem Tag zum anderen, wann Florian Hallmann seinen Schongauer Märchenwald wieder öffnen darf. Mit Einschränkungen, das ist klar. „Aber wann kommt das grüne Licht vom Landratsamt, um wenigstens eingeschränkt nach Auflagen öffnen zu können?“, war die Frage aller Fragen. Für Hallmann stand das lange in den Sternen, bis er am gestrigen Freitag die erlösende Nachricht bekam.

Schongau – Die Zwerge stehen bereit, alle Märchenfiguren wollen ihre Geschichten erzählen, die Ponys scharren mit den Hufen. Nicht zu vergessen die Parkeisenbahn, die auf das Startsignal wartet. Wenn also das grüne Licht vom Landratsamt kommt, kann der Betrieb im Schongauer Märchenwald loslegen – ab dem heutigen Samstag.

„Es wird natürlich Einschränkungen geben, aber wir haben uns alle gut auf die Situation vorbereitet“, erklärt Florian Hallmann, Juniorchef der vielen Märchenfiguren. Wie er bei einem Gespräch vor Ort erklärt, hat er mit seiner Mannschaft ein Hygiene- und Schutzkonzept von 15 Seiten ausgearbeitet und dem Landratsamt vorgelegt.

Abstands- und Hygiene-Regeln ähnlich wie in den Supermärkten

Dabei hält Hallmann sich hauptsächlich an die Hygiene- und Abstandsregeln der Supermärkte, wobei er die Abstände im Park sogar auf zwei Meter festgelegt hat. „Das gibt den Familien einfach mehr Sicherheit“, so Hallmann.

Im Eingangsbereich und natürlich auf allen Flächen des Außengastrobereichs sowie vor den Toiletten hat Hallmann die Wege deutlich mit roter und grüner Signalfarbe gekennzeichnet. „Es sieht jetzt aus wie auf einem Straßenteppich, was vor allem für Kinder spielerisch zu begehen ist“, so die Idee von Hallmann. Vor den Toiletten ist der Weg mit Schatten spendenden Schirmen versehen, damit bei Sonnenschein niemand wegen der Hitze ungeduldig wird.

Gastronomie-Bereich auf „Hexenküche“ und Terrasse beschränkt

Nach dem Startschuss ist der Gastronomie-Bereich auf den Bereich „Hexenküche“ und die Terrasse beschränkt. Die Innenräume bleiben tabu. Außerdem sind im gesamten Bereich 17 Desinfektionsstationen eingerichtet.

Natürlich haben Florian und Vater Max Hallmann während der Corona-bedingten Zwangsschließung wieder ganze Arbeit geleistet, um neue Gestaltungen vorzunehmen. „Der Reitweg geht jetzt nicht mehr durch den Park an den Besuchern vorbei. Er verläuft jetzt am Park vorbei, was für die Gäste mehr Sicherheit bietet“, erklärt der Juniorchef. Und er ergänzt, dass ein Pony bekanntlich ein Fluchttier ist und gerne mal seinen eigenen Kopf hat.

In der Parkeisenbahn ist nur jeder zweite Wagen besetzt

Stolz ist Florian Hallmann auch auf ein völlig neu gestaltetes Tiergehege für die Nandus. Und die Parkeisenbahn darf natürlich nicht vergessen werden. Der Anstellbereich wurde geändert, dazu wird nur jeder zweite Wagen besetzt. Corona-Sicherheitsmaßnahme eben.

Online-Reservierung unbedingt erforderlich

Ganz wichtig nennt Hallmann auch die Modalitäten für den Eintritt: „Wir arbeiten nur mit Online-Reservierung“, betont er. Die Gäste gehen auf die Internetseite www.schongauer-maerchenwald.de. Dort können sie dann wählen, ob sie ein Vormittags- oder Nachmittagsticket wünschen. Beide sind auf vier Stunden begrenzt.

„Unser Park ist aufgrund der Fläche auf 500 Personen beschränkt“, erklärt Hallmann. Durch die Möglichkeit, entweder vormittags oder nachmittags zu kommen, haben möglichst viele Besucher die Chance, den Märchenwald zu besuchen.

HANS-HELMUT HEROLD


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