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Im Innenhof des Landratsamtes wurde mit einem Kran eine große Esche gefällt, die bereits Anzeichen des berüchtigten Eschentriebsterbens gezeigt hat.

Fällaktion in Schongau

Bäume müssen Parkplätzen weichen

Im neuen Jahr wird in Schongau kräftig ausgeholzt: Nach den Fällungen am Bahnhofsgelände mussten auch am Landratsamt Bäume weichen, an der Marktoberdorfer Straße wurde am Samstag ebenfalls ein großer Baum gefällt.

Schongau – Um im Innenhof des Landratsamtes an der Münzstraße in Schongau mehr Parkplätze für die Behördenmitarbeiter zu schaffen, war es notwendig, die zentrale, rund zwölf Meter hohe Esche zu fällen. Jetzt kann die bestehende Garagenreihe abgerissen und an der nördlichen Grundstückgrenze neu aufgebaut werden. Dadurch vergrößert sich die Parkfläche.

„Die Lebensdauer der alten Esche war begrenzt, da bei ihr die Anzeichen des Eschentriebsterbens bereits sichtbar waren“, verteidigte Landratsamtssprecher Hans Rehbehn die Fällung des Baumes. Mit einem Kranwagen wurden der Stamm und die großen Äste gesichert, damit beim Umschneiden die angrenzenden Häuser nicht in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Ebenfalls umgesägt wurde eine Birke im Nordosten des Areals. Die daneben stehende Linde bleibt aber erhalten. Sie wird während der gesamten Bauarbeiten geschützt und gegen Schäden wirksam gesichert.

Ein älterer Zwetschgenbaum mit eingeschränkter Lebenserwartung und der Aufwuchs von zahlreichen „Kriecherln“ an der nördlichen Grundstücksgrenze sind bereits vor einiger Zeit entfernt worden.

„Nach den Umbaumaßnahmen werden drei neue Bäume, unter anderem eine bienenfreundliche Salweide und einige Sträucher, neu gepflanzt“, kündigte Hans Rehbehn an. Mit dem fachlichen Naturschutz sei ein Bepflanzungs- und Ersatzpflanzplan erstellt und mit in die Baugenehmigung aufgenommen worden.

Bei der Planung der neu anzulegenden Parkplätze wurden laut Rehbehn die zuständigen Fachstellen (Fachlicher Naturschutz, Wasserrecht und Denkmalschutz) mit einbezogen.

Im Frühjahr soll mit dem Abriss der Garagen begonnen werden. Die Umbauarbeiten ziehen sich über das ganze Jahr hin. Auch eine Grünfläche ist wieder vorgesehen. Ob die geplante Baumpflanzung heuer noch erfolgen kann oder erst im Frühjahr 2019, entscheidet sich voraussichtlich erst im Herbst dieses Jahres.

Die Anwohner haben die Baumfällaktion am Samstag vor einer Woche mit Wehmut verfolgt. Ihrer Ansicht nach hätte die Birke an der Grundstücksgrenze nicht beseitigt werden müssen. „Bei einer Ortsbegehung im September hat es noch geheißen, sie könne stehen bleiben“, erinnern sich Anwohner. Umso mehr sind sie jetzt enttäuscht. Auf dem Stumpf der gefällten Esche haben Baumfreunde spontan ein Kerzenlicht abgestellt.

Michael Gretschmann

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