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Eine spitzenmäßige Einlage brachten die Sänger des Männerchors auf die Bühne: Die „Schloßberg ler Herzbuben“ nahmen in ihrem Beitrag beim Faschingskranzl ihre Väter auf die Schippe. 

Faschingskranzl bei den Schlossberglern Schongau

Top-Stimmung und  Derblecken ruckzuck auf dem Helgoland

Die Stadtkapelle Schongau stimmte um Punkt 20 Uhr Jubelklänge an, und die Schloßbergler jubelten mit: Sie hatten zum traditionellen Maskierten Faschingskranzl geladen, und der Saal war ab der ersten Minute rappelvoll.

Schongau

Rappelvoller Saal, super Stimmung, beste Unterhaltung: Das Maskierte Faschingskranz der Schloßbergler ließ keine Wünsche offen.

Wer einmal den Weg ins Trachtenheim auf dem Helgoland gefunden hat, kommt immer wieder, denn dort wird zur fünften Jahreszeit alles geboten, was das Maschkerer-Herz höher schlagen lässt: Die Stadtkapelle ließ mit ihren bairischen und Schlager-Runden kein Bein stillstehen, und wer keinen Platz mehr auf der Tanzfläche hatte, der schunkelte oder tanzte in den Gängen mit.

Sobald die Füße Ruhe hatten, wurden die Lachmuskeln strapaziert: Den Anfang machte das Schongauer Prinzenpaar Prinzessin Lisa und Prinz Stefan, die in ihrer Rede vom Männerchor zu berichten wussten, die „überhaupt keine Freizeit mehr haben“ und sich fragten, ob das wohl der Grund sei, warum immer mehr Sänger aus dem Nachbarort in den Schongauer Reihen zu finden seien.

Doch nicht nur Nachbarn sind gern gesehen bei den Schloßberglern, sondern auch türkische Landsleute, vor allem, wenn sie mit Volltracht bei den Festzügen dabei sind: Das erfuhr man von Robert Kassebaum, der zusammen mit seinen Männerchor-Kameraden eine grandiose musikalische Einlage auf die Bühne brachte. Die „Schloßbergler Herzbuben“ nahmen ihre eigenen Väter auf die Schippe, die treuen Gäste aus Hohenfurch bekamen eine Retourkutsche („Dort, wo der Rewe steht, und jede Boaz den Bach na geht“), und auch ein ehemaliger Vorsitzender bekam sein Fett weg. Alles unglaublich lustig plattdeutsch und sächsisch moderiert von Andreas Schnaubelt, der auch Bürgermeister Falk Sluyterman zum Interview bat. Allerdings durfte der nicht selbst antworten, sondern bekam Puppenlippen, die Kassebaum im Hintergrund bewegte, und natürlich auch sprach.

Eine spitzenmäßige Einlage brachten die Sänger des Männerchors auf die Bühne: Robert Kassebaum derbleckte unter anderem die treuen Gäste aus Hohenfurch

Auch bei der Einlage der Plattlergruppe durfte keiner der Derbleckten selbst sprechen, denn hier mussten die Sänger- und Vorstand-Doubles Begriffe erraten, und zwar „RuckZuck“. Ein Riesenspaß, wie der langanhaltende Applaus zeigte. Für den Augenschmaus sorgte die Schongauer Prinzengarde, die mit ihrem Gardemarsch und vor allem mit ihrem Showtanz um Mitternacht begeisterte. Ein rundum gelungener Faschingsball, der von der ersten bis zur letzten Minute super Stimmung und beste Unterhaltung garantierte.
Christine Wölfle

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