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Schnell besetzt waren beim Osterfrühstück die aufgebauten Tische und Stühle auf dem Bürgermeister-Schaegger-Platz im Schatten des Kasselturms. Es war die fünfte Veranstaltung ihrer Art, organisiert von Schongau belebt.

Am Bürgermeister-Schaegger-Platz im Schatten des Kasselturms

Festlich gedeckte Tafel  beim Osterfrühstück in Schongau

Eine schöne Tradition entwickelt sich da: Bereits zum fünften Mal hat die Initiative Schongau belebt am gestrigen Montag zum Osterfrühstück geladen. Und kurz nach 11 Uhr waren am Bürgermeister-Schaegger-Platz im Schatten des Kasselturms alle aufgestellten Tische voll besetzt, und der Osterhase ließ sich auch blicken.

Schongau – „Seien Sie großzügig, tauschen Sie aus. Vielleicht gibt es ja am Nachbartisch etwas Besseres.“ Mit diesen gut gemeinten Worten ermunterte am gestrigen Montag um kurz nach 11 Uhr Beatrice Amberg, die die Gäste im Namen der Initiative Schongau belebt begrüßte, die anwesenden Besucher. Die waren zum Teil schwer bepackt angerückt, hatten alles dabei, was man zu einem leckeren Frühstück verwenden kann.

Schongaus Bürgermeister Falk Sluyterman und seine Frau Cordula hatten unter anderem noch warmes frisch aufgebackenes Brot im Körbchen, das sie freigiebig mit den Sitznachbarn teilten. Allerdings waren sie nicht so bepackt wie Vanessa Neumann, die es zwar nicht weit von ihrer Wohnung hatte, aber sich mit einer riesigen Tasche abmühte: „Ein Bollerwagen hätte sich doch gelohnt“, sagte sie lachend, während Leckereien wie Sekt und frische Erdbeeren, Lachs und Schinken, ausgepackt wurden. Natürlich samt Porzellan, Gläsern und Besteck. Schließlich sollte das Frühstück ja stilvoll sein.

„Frohe Ostern! Das funktioniert ja richtig gut“, freute sich ein Neuankömmling über die prächtige Tafel. Die Initiative Schongau belebt hatte wieder zahlreiche Helfer und Sponsoren für diese schöne Aktion gewinnen können.

Allen voran wohl den Wettergott, der strahlenden Sonnenschein geschickt hatte. Die Biertische hatte der Trachtenverein Schloßbergler angeliefert, liebevoll österlich eingedeckt wurden sie von Mitgliedern der Initiative mit Blüten, die die Gärtnereien May und Pröbstl spendiert hatten.

Die Brotkörbchen hatten die Bäckereien Michl und Manhart mit Brot, Hefegebäck und Osterlämmern gefüllt, die bunten Eier gab es vom Geflügelhof Fischer. V-Markt und Drogeriemarkt Müller steuerten die Süßigkeiten bei.

Die kleinen Besucher konnten die gesammelten Kunst stoff-Eier beim Osterhasen gegen richtige Eier und Schokohasen eintauschen.

Letztere konnten in Form von Schokohasen und -Eiern gegen die versteckten Kunststoff-Eier getauscht werden. „Schau mal, die hab’ ich alle im Gebüsch gefunden! Da waren viele. So richtig viele!“, sagte eine kleine Besucherin strahlend und zeigte stolz eine prall-gefüllte Umhängetasche her. Die Jüngsten waren nämlich kaum zu halten und suchten mit Feuereifer rund um die Ostertafel nach den bunten Eiern.

Und zwar schon, bevor sie Hilfe durch den Osterhasen bekamen. Denn der stand plötzlich als Leihgabe der Werbegemeinschaft Altstadt in voller Lebensgröße vor den Besuchern und winkte freundlich in die Runde, bevor er sich mit den Kindern auf Eierjagd machte. Die Eier konnten anschließend gegen Süßigkeiten und Spielzeug getauscht werden. Gerechterweise bekamen alle gleich viel und ein Herzerl auf die Hand, egal, wie viele Eier sie ablieferten.

Während die Großen ein geselliges Miteinander pflegten, durften die Kleinen am Ostertisch basteln und malen. Dabei legte Beatrice Amberg Wert auf die Feststellung, dass das Osterfrühstück keine Kinderveranstaltung ist, sondern allen Schongauern und auswärtigen Besuchern offensteht. Egal, ob groß oder klein.

Ursula Fröhlich

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