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Fahrt ins Ungewisse: Die Kameraden der Schongauer Feuerwehr wussten zunächst nicht, wie umfangreich der Einsatz wird. Vor Ort war dann alles klar.

Feueralarm bei Hoerbiger 

Brandschützer sofort zur Stelle

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Starke Rauchentwicklung an einer Wärmebehandlungsanlage im Schongauer Hoerbiger-Werk an der Martina-Hörbiger-Straße hat in der Nacht zum Mittwoch die Feuerwehr auf den Plan gerufen. Die Kameraden waren mehr als zwei Stunden im Einsatz und konnten Schlimmeres verhindern.

Schongau – Die Brandschützer wurden gegen 2 Uhr alarmiert, weil bei der Firma die Brandmeldeanlage ausgelöst worden war. Die 20 Einsatzkräfte, die mit vier Fahrzeugen ausrückten, wussten zunächst nicht, ob es sich um einen Fehlalarm handelt.

„Über Funk wurde uns von der Leitstelle dann mitgeteilt, dass es sich tatsächlich um einen Brand handelt“, berichtet der Schongauer Kommandant Werner Berchtold. Vor Ort erblickten die Kameraden dann auch eine Rauchwolke hinter dem Gebäude. Verantwortlich dafür waren laut Berchtold glühende Teile, die offenbar aufgrund eines technischen Defekts in der Anlage aufeinandergeschoben wurden und sogar zu Brennen anfingen.

Ein vier Mann starker Atemschutztrupp rückte in die verrauchte Halle vor und lokalisierte mit einer Wärmebildkamera den Brandort. Mit CO2-Löschern gelang es den Einsatzkräften, die brennende Eisenteile zu löschen, später wurden sie noch mit einem Wasser-Sprühstrahl heruntergekühlt. Über die Abzüge im Dach, die geöffnet wurden, konnte der Rauch abziehen. Um 4.15 war der Einsatz beendet, die freiwilligen Helfer konnten zurück in ihre Betten.

Die Firma lobte gestern auch ihre Mitarbeiter.„Sie haben schnell und vorbildlich reagiert, die Feuerwehr alarmiert und die Anlage umgehend abgeschaltet“, teilte Hoerbiger mit. Die Ursache des Vorfalls werde aktuell untersucht, heißt es. Weder Menschen noch Umwelt seien zu Schaden gekommen. Nähere Angaben zu möglichen Sachschäden machte das Unternehmen gestern keine.

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