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15 Feuerwehrleute packten an, um den Keller der Schongauer Grundschule vom Wasser zu befreien. 

Feuerwehreinsatz

Keller der Staufer-Grundschule nach Gewitter unter Wasser

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Ein heftiges Gewitter mit Platzregen hat am Dienstag in Schongau die Feuerwehr auf Trab gehalten. Besonders betroffen war die Staufer-Grundschule. Dort stand der komplette Keller des Altbaus unter Wasser.

Schongau– Es war gegen 14 Uhr, als der Himmel seine Schleusen öffnete und die Wassermassen niederprasselten. Binnen Minuten bildeten sich tiefe Rinnsale auf den Straßen, standen Gärten unter Wasser. Später kam auch noch Graupel dazu – das Gewitter, das sich über der Lechstadt entlud, hatte es in sich.

Gleich mehrere Hilferufe erreichten die Schongauer Feuerwehr, einer – der dringendste – kam aus der Staufer-Grundschule. Dort sollte zu diesem Zeitpunkt im Untergeschoss des Altbaus Förderunterricht stattfinden. Dazu kam es aber nicht mehr, als sich das kühle Nass seinen Weg von draußen in den Keller bahnte. „Das Wasser ist über die Lichtschächte eingedrungen“, berichtete Feuerwehrkommandant Werner Berchtold, der sofort mit 15 Mann und zwei Fahrzeugen zur Grundschule geeilt war. Mit Sandsäcken machten sich die Feuerwehrler ans Werk, um die betroffenen Lichtschächte abzudichten und regensicher zu machen. Mit Saugern wurde anschließend das Wasser, das bereits rund fünf Zentimeter hoch stand, aus dem Kellergeschoss gepumpt. Großer Schaden sei jedoch nicht entstanden, sagte Berchtold in einer ersten Einschätzung.

Auch bei der Stadt geht man davon aus, dass die Räume nach einer Trocknungsphase wieder ohne Einschränkung genutzt werden können. Um den Prozess zu beschleunigen, werde man Bautrockner aufstellen, kündigte Thomas Ola an. Am heutigen Mittwoch will sich der Stadtbauamtsmitarbeiter zudem zusammen mit dem Bauhof eine Lösung überlegen, wie ein solcher Zwischenfall bei Starkregen in Zukunft vermieden werden kann. „Ich vermute, dass das Problem mit dem Aufkiesen des temporären Pausenhofs zusammenhängt“, so Ola.

Es war nicht der einzige Einsatz, zu dem die Schongauer Feuerwehr wegen des Starkregens gerufen wurde. Zum dritten Mal in drei Tagen war erneut der Keller eines Wohnhauses in der Altenstadter Straße voll Wasser gelaufen. „Das ist natürlich mehr als ärgerlich“, sagte der Kommandant. Laut Berchtold rückte außerdem ein weiteres Fahrzeug zur Strumpffabrik aus, wo ebenfalls eingedrungenes Wasser gemeldet worden war.

Und auch in die Tiefgarage des Heiliggeist-Altenheims hatte sich das Nass seinen Weg gebahnt. Dort schaffte laut Ola der Bauhof Abhilfe. Christoph Peters

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