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Bis in die Dunkelheit arbeiteten die Schongauer Feuerwehrler am Freitag und Samstag, um das Dach der Grundschule vom Schnee zu befreien.

Feuerwehren im Dauereinsatz

Schneeschaufeln in luftiger Höhe

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Schneeschaufeln in luftiger Höhe: Das war am Wochenende bei den Feuerwehren aus Peiting und Schongau angesagt. Dächer mussten von schwerem Schnee befreit werden. In der gleichen Mission war auch das THW Schongau unterwegs – in der Gemeinde Aschau im Chiemgau.

Schongau/Peiting – Werner Berchtold klang geschafft, als er am Sonntagnachmittag ans Telefon ging. Kein Wunder, schließlich lagen hinter dem Kommandanten der Schongauer Wehr arbeitsreiche Tage. „Wir waren eigentlich durchgehend im Einsatz“, berichtete Berchtold. Schon am Freitagnachmittag hatten 20 Feuerwehrmänner damit begonnen, das Dach der Grundschule von den Schneemassen zu befreien. Keine ungefährliche Aufgabe. Wegen der steilen Dächer sei ein Betreten ohne Sicherung nicht möglich gewesen, sagte der Kommandant. Zudem sei man mit der Drehleiter nicht an alle Bereiche herangekommen. Entsprechend langwierig gestaltete sich die Aufgabe. Auch den ganzen Samstag und am Sonntagvormittag waren die Feuerwehrler auf dem Grundschul-Dach im Einsatz. Am Sonntag erschwerten Regen und Wind die Arbeiten. Parallel eilten die Einsatzkräfte am Samstagnachmittag in Schongau- West zwei Firmen zur Hilfe, wo das Gewicht des Schnees auf den Dächern einen kritischen Wert erreicht hatte. Die Bilanz am Sonntagnachmittag: Von Donnerstag bis Sonntag waren 108 Kräfte rund 450 Stunden im Einsatz gewesen. Insgesamt wurden rund 2500 Quadratmeter Dachfläche von der Schneelast befreit.

Nicht viel anders sah es in Peiting aus. Auch hier konnte sich die Feuerwehr nicht über mangelnde Beschäftigung beklagen. Nachdem man am Freitag das Dach des Nebengebäudes der Schloßberghalle geräumt hatte – das Blechdach der Halle selbst konnte aus Sicherheitsgründen nicht betreten werden – rückten 25 Einsatzkräfte am Sonntagmorgen zur Eishalle aus. Dort hatte der Wind so viel Schnee auf der Ostseite des Dachs angeweht, dass laut Kommandant Klaus Straub die maximale Last erreicht war. Am Nachmittag hatten die Feuerwehrler das Dach freigeräumt und die Gefahr gebannt. Ein weiterer Einsatz führte die Peitinger zu einem Privathaus, wo der abgegangene Schnee die Rollos der Dachfenster mitgerissen hatte. Am Samstag half die Wehr mit der Drehleiter im Rahmen der Katastrophenhilfe in Unterammergau im Nachbar-Landkreis Garmisch-Partenkirchen aus.

In Aschau half das Schongauer THW beim Dachräumen.

Sowohl in Peiting als auch in Schongau sind am Wochenende zahlreiche Anrufe von besorgten Hauseigentümern eingegangen, die um Hilfe beim Räumen ihrer Dächer baten. Doch das sei keine Aufgabe der Feuerwehr, betonte Straub. „Da wäre unsere Leistungsgrenze schnell erreicht.“ Außerdem verfüge man gar nicht über die Ausbildung und Expertise, um Fragen zur Statik beantworten zu können. „Wir können leider nicht überall helfen“, sagte auch Berchtold.

Helfen, das musste am Wochenende auch das Technische Hilfswerk Schongau. Mit zwölf Mann rückte es am Sonntagmorgen aus. Ziel: die Gemeinde Aschau im Chiemgau. „Wir sind von der Katastrophenschutzbehörde in Rosenheim angefordert worden“, berichtete der Schongauer THW-Chef Walter Frömmrich. Die Aufgabe auch hier: Schnee von den Dächern schaufeln – vor allem bei einsturzgefährdeten Häusern. Den Schongauer THWlern wurde ein Haus im Aschauer Ortsteil Innerwald zugewiesen. „Die Schneedecke auf dem Dach ist dort bis zu 1,80 Meter hoch“, meldete Harald Wörnzhofer, einer der zwölf Schongauer THW-Helfer vor Ort. Am Sonntagabend sind die Schongauer wieder zurückgekehrt. Wann der nächste Einsatz folgt, steht noch nicht fest.

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