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Am Maxtor barst der Stamm eines Baumes: Die Krone drohte die Zufahrtsstraße zur Altstadt zu blockieren.

Feuerwehren im Einsatz

Sturm fällt reihenweise Bäume

Umgestürzte Bäume, abgerissene Äste und vollgelaufene Keller: Das Unwetter, das am Sonntagabend über den Landkreis hinwegzog, war kurz, aber heftig. Zu rund 20 Einsatzstellen rückte die Schongauer Feuerwehr aus – verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Schongau – Gegen 19 Uhr rückte die Schongauer Feuerwehr am Sonntagabend zur ersten Einsatzstelle aus. Der starke Wind, der mit dem Unwetter einherging, wehte eine Birke im Schongauer Birkenweg um. „Der morsche Stamm knickte, dann stürzte der Baum auf den Parkplatz des Brauhauses an der Altenstadter Straße und begrub vier Autos unter sich“, schildert Werner Berchtold, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Schongau, die Situation. Zunächst zersägten die Feuerwehrler die umgestürzte Birke und legten die Autos wieder frei. Danach inspizierten sie die übrigen Birken im Birkenweg: Die Bäume, die durch den Sturm in Mitleidenschaft gezogen wurden und umzukippen drohten, wurden allesamt gefällt.

Ebenfalls im Birkenweg, Richtung Fauler Graben, entwurzelte der Sturm einen Baum, der in einen Garten und auf den Balkon des angrenzenden Wohnhauses fiel.

Eine morsche Birke fiel auf den Parkplatz am Schongauer Brauhaus und begrub vier Autos unter sich.

Der ehemalige Schongauer Stadtradt Hans Fickler wohnt im Birkenweg und ist der Meinung, dass die Bäume schon früher hätten gefällt werden müssen: „Ich bin jetzt 82 Jahre alt, so lange ich denken kann, gibt es diese Bäume. Bei jedem Gewitter haben die Anwohner Angst, dass ein Baum auf ein Wohnhaus stürzt.“

Die zweite große Einsatzstelle des Sonntagabends befindet sich unterhalb der Stadtmauer am Maxtor. Auch hier war ein Baum dem stürmischen Wind nicht gewachsen. Der Stamm barst, und die Krone drohte die Straße Am Maxtor zu blockieren, doch das konnten die Floriansjünger verhindern.

Wie Feuerwehr Kommandant Berchtold berichtet, liegt die dritte große Einsatzstelle an der Friedrich-Ebert-Straße. „Auch hier wurde ein Baum entwurzelt.“ Außerdem bestand die Gefahr, dass die Dachplatten eines naheliegenden Wohnhauses zu Boden stürzen. Daher sperrte die Feuerwehr den entsprechenden Bereich kurzerhand ab. Insgesamt wurde die Freiwillige Feuerwehr Schongau am Sonntagabend zu 20 Einsatzstellen gerufen. Laut Werner Berchtold waren 45 Feuerwehrleute gut vier Stunden im Einsatz. „Glücklicherweise war zu keinem Zeitpunkt eine Person ernsthaft in Gefahr“, so Berchtolds Fazit.

Auch in Peiting entwurzelte das Unwetter einen Baum : Er versperrt den Weg von der Rochussiedlung zur Ortsmitte.

„Das Zentrum des heftigsten Niederschlags und Windes ist von Schongau beziehungsweise Altenstadt aus nördlich am Hohen Peißenberg vorbei über Peißenberg und Weilheim gezogen“, erklärt Ulf Köhler, der für den Deutschen Wetterdienst am Observatorium Hohenpeißenberg arbeitet. Die höchste Windgeschwindigkeit wurde in Altenstadt mit 65 km/h gemessen. Am meisten Niederschlag wurde in Weilheim festgestellt: 30 Liter allein zwischen 19.30 und 20 Uhr.

Franziskus Reich

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