Hat noch genügend FFP2-Masken auf Lager: Sylvia Hirschvogel von der Marktapotheke in Peiting.
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Hat noch genügend FFP2-Masken auf Lager: Sylvia Hirschvogel von der Marktapotheke in Peiting.

Kunden strömten in Scharen

FFP2-Masken: Apotheken für Ansturm gerüstet

  • Elena Siegl
    vonElena Siegl
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Beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln gilt ab Montag eine FFP2-Maskenpflicht. Wir haben nachgefragt, wie Händler im Landkreis den Ansturm seit der Ankündigung erlebt haben. 

Landkreis – Die Meldung, dass ab Montag alle Menschen beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr eine FFP2-Maske tragen müssen, kam nicht nur für die Bürger überraschend – auch die Händler wurden am Dienstagnachmittag von der Ankündigung überrumpelt. Deshalb hat der Müller-Drogeriemarkt in der Schongauer Altstadt derzeit auch keine FFP2-Masken mehr in seinen Regalen, worauf gleich am Eingang mit einem Schild hingewiesen wird. Man sei aber bemüht, die speziellen Masken schon bald wieder anbieten zu können, heißt es weiter.

Gleiches Bild auch im dm in Schongau-West. Hier wird ebenfalls gleich an der Eingangstüre per Plakat auf die derzeit ausverkauften FFP2-Masken aufmerksam gemacht. Auch beim Regal mit den anderen Mund-Nasen-Bedeckungen hängen die Schilder. Mancher Kunde bleibt trotzdem kurz stehen, um nach der gefragten Maske zu schauen.

Ähnlich sieht es auch im Schongauer V-Markt aus. Die Verkäufe seien in den vergangenen zwei Tagen stark nach oben gegangen, sagt Leiterin Nicole Schwert. „Nur ein paar Masken sind noch da.“ Auch hier ist man bemüht, schnellstmöglich für Nachschub zu sorgen. Mitte nächster Woche wird eine Lieferung erwartet. „Die Masken kommen zuerst ins Zentrallager und werden dann auf die verschiedenen Märkte verteilt“, erklärt Schwert.

Apotheken haben noch reichlich FFP2-Masken

Etwas besser vorbereitet scheinen die Apotheken im Landkreis Weilheim-Schongau auf die sprunghaft gestiegene Nachfrage an FFP2-Masken gewesen zu sein. Weil die Krankenkassen im Januar angefangen haben, Senioren Coupons für kostenlose FFP2-Masken zu schicken (wir berichteten), wollte sich beispielsweise Thomas Mark von der St. Anna Apotheke in Burggen für diesen Bedarf wappnen. Über die Feiertage rechnete der Apotheker mit Lieferschwierigkeiten und bestellte schon im Voraus zahlreiche Masken – und die reichen nun auch für jüngere Bürger ohne Coupon. „Wir sind gut bevorratet“, sagt Mark. Tatsächlich habe man momentan sogar doppelt so viele Masken wie es Burggener gibt, formuliert er es.

Dass die Masken freilich auch sehr gefragt sind, hat er gleich am Dienstagnachmittag erlebt. Kurz nachdem die neue Regelung bekannt wurde, war der Ansturm auf die Masken am größten, erzählt Thomas Mark. „Im Vergleich dazu war es Mittwochfrüh gar nicht mehr ganz so schlimm“, sagt er und lacht. Trotzdem: 80 Prozent der Gespräche, sei es mit Kunden in der Apotheke oder Telefonanrufern, drehen sich derzeit um die FFP2-Masken.

Auch Sylvia Hirschvogel von der Marktapotheke in Peiting verzeichnete in den vergangenen zwei Tagen einen Ansturm auf die Masken, die Kunden hatten vor allem viel Redebedarf. Um sich selbst zu schützen, seien die Masken auf jeden Fall effektiv, sagt die Apothekerin. Gerade im ländlichen Raum, wenn man mit dem Auto zum Supermarkt fährt und die Maske nur 20 Minuten zum Einkaufen trägt, könne die Maske auch öfters verwenden. „Das reicht dann auch noch für den Metzger und den Bäcker“, so Hirschvogel. Dass die finanzielle Belastung im städtischen Bereich oder für Pendler höher ist, gibt Hirschvogel allerdings zu Bedenken. „Das sind natürlich andere Investitionen.“

Die Apotheken-Mitarbeiter tragen die FFP2-Masken selbst schon seit Längerem freiwillig, erzählt Hirschvogel. Sie achtet darauf, vor allem Ware aus Deutschland zu ordern. Man müsse sich nicht von China abhängig machen, findet sie, und auch die Fälschungssicherheit sei hier gegeben.

Auch wenn die Apotheke noch gut bevorratet ist, erwartet sie weitere FFP2-Masken-Lieferungen in den kommenden Tagen. Auch spezielle Exemplare für Kinder sollen ins Sortiment aufgenommen werden.

Die Gratisausgaben für Senioren mit Coupon verlaufe momentan noch schleppend, berichtet sie. Das bestätigt auch Thomas Mark von der Burggener Apotheke. „Eigentlich sollte es die Scheine ab ersten Januar geben. Gestern hatte ich zum ersten Mal Kunden mit solchen.“

Im Bereich Weilheim-Penzberg ist die Situation ähnlich: Auch dort wurden die Apotheken regelrecht bestürmt, hatten aber alle ausreichend Masken parat. Bei den Drogeriemärkten sah das anders aus. Ludwig Fink, der den Edeka-Markt in der Kanalstraße in Weilheim leitet, hat gestern Abend eine neue Lieferung bekommen. Zum Wochenende werde er noch ein Schild aufhängen, dass auf die bevorstehende FFP2-Maskenpflicht hinweist. „Ab Montag stehe ich selber am Eingang und weise die Kunden auf die FFP2-Masken hin“, kündigte Fink an.

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