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Das Flixbus-Zeitalter beginnt nun auch in Schongau.

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Flixbus legt in Schongau los

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Wer am Wochenende mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Schongau nach München oder Sonthofen fahren möchte, hat ab sofort eine komfortable Auswahl: Flixbus hat seine Ankündigung wahr gemacht und tritt ab sofort in Konkurrenz zur Bahn. Die Preise sind höchst verlockend.

Schongau – Die Nachricht, dass es schon am morgigen Freitag, 13. April, losgeht, erreichte die SN-Redaktion gestern Nachmittag exklusiv: „Fahrgäste können ab Schongau freitags und samstags um 9.50 Uhr und sonntags um 10.35 Uhr nach Oberjoch, Bad Hindelang und Sonthofen fahren“, teilte Flixbus mit. Und zwar zum Preis von 5 Euro. Die Gegenrichtung ist nicht minder attraktiv: „Nach München geht es freitags bis sonntags um 19.15 Uhr ab 7 Euro“, teilt Flixbus mit. Damit tritt das ein, was Bürgermeister Falk Sluyterman den Schongauern schon im Oktober vergangenen Jahres versprochen hatte: einen Flixbus-Halt.

Bayerische Regiobahn und Deutsche Bahn (DB) haben nun zwischen Schongau und München also einen ernst zu nehmenden Mitbewerber. Bekanntlich führt mit der Bayerischen Regiobahn die Fahrt von Schongau zunächst nach Weilheim. Dort müssen die Passagiere in die Züge der DB umsteigen. Alles in allem dauert die Fahrt in die Landeshauptstadt so meistens eine Stunde und 22 Minuten. Kostenpunkt: 17,50 Euro fürs Normalticket.

Mit dem Bus geht es jetzt am Wochenende nicht nur deutlich billiger, sondern angeblich auch schneller. Wer gestern auf der Internet-Seite von Flixbus für morgigen Freitag ein Ticket nach München gebucht hat, dem wird eine Fahrzeit von einer Stunde und 15 Minuten in Aussicht gestellt. Nach Auskunft von Flixbus-Sprecherin Susanne Hintermayr geht es ohne weitere Stopps dabei auf direktem Weg in die Landeshauptstadt. Auf welcher Route der Bus in Richtung München fährt, konnte die Sprecherin gestern nicht sagen. Sie verwies aber darauf, dass alle Flixbusse mit Navigationssystemen ausgestattet seien. Bei Verkehrsbehinderungen könnten sie ausweichen.

Dass der Bus auf dem Weg von Schongau nach München nicht in weiteren Städten hält – denkbar wären Weilheim oder Landsberg – liegt nach Angaben der Flixbus-Sprecherin am Bedienverbot im öffentlichen Nahverkehr. „Die Beförderung von Personen im Fernbus zwischen zwei Haltestellen innerhalb Deutschlands mit einem Abstand von bis zu 50 Kilometer ist grundsätzlich unzulässig“, erläutert Hintermayr das Verbot, das der Bahn zu Pass kommen dürfte. Dies gelte aber auch für längere Strecken, wenn diese durch den Schienenpersonennahverkehr mit einer Reisezeit bis zu einer Stunde betrieben würden.

Wie auch immer, Schongau wird mit dem neuen Halt auch für Touristen ein Stück weit attraktiver. Der Landkreis hat jetzt bereits zwei Fernbushaltestellen. Bekanntlich steuern die grünen Busse bereits Steingaden an und das hat sich bewährt: „Der Halt in Steingaden wird gut von den Passagieren angenommen, er wird auch jetzt wieder bedient“, sagt die Sprecherin.

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