Besucher betrachten die angebotenen Waren am Schongauer Flohmarkt.
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Mundschutz und ausreichender Abstand von Mann zu Mann und Mann zu Verkäufer, dann kann wieder richtig getrödelt werden.

Nach der Corona-Zwangspause

Flohmarkt-Saison in Schongau hat begonnen: Endlich wieder stöbern und feilschen

Diesem Tag haben die Schnäppchenjäger mit großer Sehnsucht entgegen gefiebert: Wegen Corona mit Verspätung hat am Samstag die Flohmarkt-Saison in Schongau begonnen.

Schongau – Klar, dass die bekannten Gesichter an Fieranten an diesem ersten Samstag auf dem Volksfestplatz vor Ort waren. Frühes Aufstehen war angebracht, um nach der langen Durststrecke einen guten Verkaufsplatz zu ergattern. Wegen der Auflagen waren vom Veranstalter großzügige Zwischenräume von Stand zu Stand vorgegeben.

Den Vogel abgeschossen in Bezug auf das frühe Aufstehen und Eintrudeln am Volksfestplatz hatte Elisabeth. Sie gehört zu dem Schongauer Flohmarkt wie der Senf auf die Bratwurst. Jeder kennt sie, jeder schätzt Elisabeth wegen ihrer unverschnörkelten direkten Art. Elisabeth wollte an diesem Tag unbedingt einen ganz bestimmten Platz haben. Deshalb stand sie schon um Viertel vor fünf Uhr mit ihrer Auswahl an Trachtenklamotten auf der Matte.

Das wichtigste Utensil für die Händler war an diesem heißen Tag freilich ein Sonnenschrirm. Die Sonne meinte es fast schon zu gut. Da war ein Plätzchen im Schatten gefragt. Nicht zu vergessen: Das Tragen eines Mundschutzes war natürlich auch gefordert. Für Thomas, der diesen ersten Flohmarkt des Jahres ebenfalls herbeigesehnt hat, überhaupt kein Problem. „Wenn´s weiter nichts ist, gar kein kein Thema“, sagte er. Thomas hatte um halb sechs Uhr seine Zelte aufgeschlagen.

Und die Kundschaft? Kommt immer wieder gerne nach Schongau. So wie Anette Lau aus Steingaden, die gerne nach altem Geschirr stöbert. Wenn dieses noch mit Silberteilen verziert ist, gibt es für sie kein Halten mehr. „Dann wird zugeschlagen“, formuliert es ihr Sohn Max. Er hat sich schon ein Plätzchen im Schatten gesucht, um sich an seinen frisch erworbenen DVDs zu erfreuen.  

Hans-Helmut Herold

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