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Seit 2019 keine neuen Mitglieder mehr - Förderverein der Schongauer Mittelschule löst sich auf

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Von: Elena Siegl

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Die Mittelschule Schongau.
Die Mittelschule Schongau. © Hans-Helmut Herold

Der Förderverein der Mittelschule Schongau wird aufgelöst, weil sich niemand mehr für das Amt finden lässt. Was das für die Schulgemeinschaft bedeutet.

Schongau – Nicht nur ungewöhnlich, sondern auch „sehr schade“ – der Förderverein der Mittelschule Schongau löst sich zum 31. Juli auf. Sowohl Schulleiter Frank Pfaffenberger, als auch die aktuelle Vorsitzende Susanne Tremer bedauern das.

„Die Gründe sind beständig rückläufige Mitgliederzahlen. Wir konnten seit 2019 keine neuen Mitglieder mehr gewinnen, dafür hatten wir jährlich circa zehn Austritte“, sagt Tremer. Zum Wohle der Schüler und der Schulgemeinschaft hatte sich der Förderverein in den vergangenen 39 Jahren eingesetzt. Ein Großteil der Mitglieder, die der Verein zuletzt noch hatte, war tatsächlich seit der Vereinsgründung 1983 dabei, „um eine gute Sache zu unterstützen“, so Tremer.

Seit Jahren bemüht, engagierte Nachfolger für die Vorstandschaft zu finden

„Natürlich waren während Corona keine Klassenfahrten usw. möglich.“ Auch das habe wohl dazu beigetragen, dass keine Mitglieder mehr gefunden wurden. Tremer glaubt aber nicht, dass die Umstände ausschlaggebend waren.

Schon seit Jahren bemühe man sich, engagierte Nachfolger für die Vorstandschaft zu finden. Das bestätigt auch Frank Pfaffenberger. „Leider mussten wir die Erfahrung machen, dass die Bereitschaft für ein solches Amt sehr gering ist. Das ist nach meiner persönlichen Meinung ein Problem, mit dem viele Vereine derzeit kämpfen“, sagt Tremer.

Weil weder neue Mitglieder, noch ein Nachfolger für den „elementaren“ Posten der Vorsitzenden gefunden wurde, bleibe leider nur der satzungsmäßige Weg, den Verein aufzulösen, sagt Pfaffenberger. Das sei schade, weil der Förderverein in den vergangenen Jahren viele Vorhaben der Mittelschule unterstützt habe.

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Förderverein unterstütze zahlreiche Projekte der Mittelschule Schongau

„Für Klassenfahrten, die fest in das Unterrichtsjahr eingeplant waren, konnten wir für finanziell schwächere Schüler einen guten Zuschuss gewähren“, erzählt Susanne Tremer. Zum Beispiel wenn es um Sprachreisen nach England, Klassenfahrten nach Berlin und Kroatien oder die Wintersportwoche ging.

Außerdem unterstützte der Förderverein beispielsweise das Opernprojekt “Don Giovanni“. Die Schulbücherei habe einige neue Bücher bekommen, „den Schulsanitätern und den Tutoren konnten wir einen kleinen Ausflug als Dank ermöglichen“. Es wurden Tischtennisplatten für die Pause angeschafft.

Mit noch vorhandenem Geld sollen Arbeitsmaterialien für die Deutschklasse, Atlanten, Pausenkisten, Klassenlektüren und Fussball-Trikotsätze angeschafft werden.

Finanziell schlechter gestellte Schüler sollen weiterhin Unterstützung bekommen

Ob es künftig – ohne Förderverein – weniger Ausflüge geben wird, kann Pfaffenberger aktuell noch nicht sagen, er glaube es aber nicht. Für finanziell schlechter gestellte Schüler sollen nämlich weiterhin Möglichkeiten gefunden werden, damit sie an Klassenfahrten teilnehmen können, sagt der Schulleiter. Auch wenn das für die Schule mehr Aufwand bedeute. Es müsse künftig immer der Einzelfall geprüft werden. Geschaut werden, welche Leistungen eine Familie beziehe und welche Unterstützungsformen in Frage kommen könnten.

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