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Der neue, alte Vorstand des Fördervereins: (v.l.) Peter Jung, Rita Nagl, Klaus Pühler, Johann Wäsle, Ruth Hanauschka, Helmut Hunger und Paul Huber. Nicht auf dem Bild sind Helmut Schmidbauer und Markus Nagel (Beisitzer). 

Förderverein der Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt

Der neue Vorstand ist der alte

Auf Bewährtes setzt der Förderverein der Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt. Bei der Jahresversammlung im Jakob-Pfeiffer-Haus wählten die 24 anwesenden Mitglieder die gleiche Vorstandsriege, die auch schon in den Jahren zuvor erfolgreich für den Verein tätig war.

Schongau – Das Vertrauen ausgesprochen bekamen Helmut Hunger (Vorsitzender), Johann Wäsle (Stellvertreter), Rita Nagl (Schriftführerin), Klaus Pühler (Schatzmeister), die Beisitzer Markus Nagl, Helmut Schmidbauer und Peter Jung sowie die Rechnungsprüfer Ruth Hanauschka und Paul Huber.

Besonders freute es den Vorsitzenden, dass im vergangenen Jahr acht neue Mitglieder gewonnen werden konnten, sodass der Förderverein „des schönsten Hauses der Stadt Schongau“ mittlerweile auf 129 angestiegen ist. In seinem Rückblick verwies Helmut Hunger auf Schwerpunkte der Arbeit des Vereins, der unter der Schirmherrschaft von Herzog Franz von Bayern steht, nämlich die Restaurierung der Epitaphien an der Südostseite der Stadtpfarrkirche. Zum einen jene von Johanna Grillbach – sie hat dem Armenfonds der Stadt Schongau nach ihrem Tod 1835 ein großes Vermögen, nämlich 7200 Gulden vererbt; der Stadthaushalt betrug damals im Jahr 2000 Gulden. Aus Dankbarkeit wurde das Epitaph an der Südostseite der Stadtpfarrkirche erstellt. Bürgermeister Falk Sluyterman hat deshalb veranlasst, wenn in Schongau eine neue Straße einen Namen braucht, soll sie Johanna-Grillbach-Straße benannt werden, wofür ihm Hunger dankte.

Das zweite Epithaph wurde für den ehemaligen Stadtpfarrer Leonhard Scharl geschaffen. Scharl war es gelungen den Gebäudekomplex der heutigen Heiliggeist-Kirche und des Altenheims der Heiliggeist-Spitalstiftung im Jahre 1812 an die Stadt Schongau zu vermitteln, die dadurch keiner weiteren Zerstörungen in der Säkularisation ausgesetzt war.

Der Kostenaufwand für beide Epitaphien belief sich auf 8900 Euro, die vom Förderverein übernommen wurden, Zuschüsse dafür gab es in Höhe von 2000 Euro von der Stadt Schongau, „was nicht überall in den Städten so gehandhabt wird und dafür sind wir sehr dankbar“, vom Denkmalschutz (1000 Euro), private Spenden (1400 Euro), sowie dem Erlös aus den Benefizkonzerten (2800 Euro). Außerdem wurden an den Epitaphien Informations-Tafeln angebracht sowie eine Infotafel am Eingang an der Südseite der Stadtpfarrkirche beim Grabmahl von Johann Georg Jänker, dem Erbauer von Mariae Himmelfahrt installiert. Verwaltungsratsmitglied Helmut Schmidbauer hatte die Idee der Infotafeln und verfasste selbst den Text dazu.

Die Innentüre an der Südseite der Stadtpfarrkirche ist nun mit einem Mechanismus ausgestattet, durch den sich die Türe selbständig schließt. „Das ist besonders wichtig im Winter“, so Hunger. Eine zu hohe Raumtemperatur im Sommer begünstigt Schimmelbildung und eine mögliche Schädigung des Stucks. Eine neue Lüftung mit automatischer Regelung wurde deshalb in Angriff genommen.

Im Ausblick auf die Veranstaltungen des laufenden Jahres verwies Hunger auf das Benefizkonzert am 5. Mai. Mit dabei sein werden dann der Männerchor Schwabsoien, der Schongauer Bergsteigerchor, der Trachtenchor Schongau, die Schongauer Land-Streicher und Organist Andreas Wiesmann.

Myrjam C. Trunk

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