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Aus dem Polizeibericht

Frau hält die Polizei in Atem

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Mehr Arbeit, als ihnen lieb war, hatten Beamte der Polizeiinspektion Schongau am vergangenen Dienstag mit einer 41 Jahre alten Frau. Die verweigerte jede Einsicht, zeigte sich aggressiv und musste schließlich in Gewahrsam genommen werden.

Schongau – Der erste „Kontakt“ mit der 41 Jahre alten Frau ohne Wohnsitz verlief noch relativ glimpflich, wie Schongaus stellvertretender Polizeichef Manfred Maier berichtet: „Gegen 13.30 Uhr war sie am Dienstag mit dem Fahrrad zu einer Asylunterkunft in Schongau gefahren, um sich dort einen Schlafplatz zu suchen“, schildert Maier den Vorgang. „Nachdem ihr dort aber erklärt worden war, dass dies nicht möglich sei, begann sie, zu randalieren und beschädigte hierbei ein Fliegengitter.“ Grund genug für Zeugen des Vorfalls, die Polizei zu rufen.

Die Beamten der Polizeiinspektion Schongau erteilten der Frau daher einen mündlichen Platzverweis, dem sie jedoch nicht nachkam. Daraufhin wurde sie von den Beamten in Gewahrsam genommen und zur Dienststelle verbracht. „Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft und dem Amtsgericht war die Frau jedoch wieder zu entlassen“, berichtet Maier weiter.

Damit war die Sache für die Schongauer Polizisten – dachten sie – auch schon beendet. Falsch gedacht. „Bereits gegen 14.45 Uhr ging bei uns dann die Meldung ein, dass es in einem Schuhgeschäft an der Bahnhofstraße in Schongau zu einem Diebstahl gekommen sei“, so Maier weiter. Ob die zu diesem Zeitpunkt auf Streife tätigen Beamten schon wussten, wer sie dort erwartet?

Vor Ort trafen die Einsatzkräfte dann erneut auf die 41-jährige. „Sie hatte Schuhe im Wert von knapp 70 Euro angezogen und ihre gebrauchten Schuhe dafür im Schuhkarton hinterlassen.“ Nach Verlassen des Ladens war sie von einer Verkäuferin angesprochen und in den Laden zurückgebracht worden.

Im Beisein der Polizeibeamten weigerte sich die Frau nun aber weiterhin, das Geschäft ohne die gestohlenen Schuhe zu verlassen. „Zur Verhinderung weiterer Straftaten wurde sie erneut in Gewahrsam genommen, wobei sie Widerstand leistete und die eingesetzten Polizeibeamten beleidigte“, berichtet Maier weiter.

Eine erneute Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft ergab im zweiten Gespräch, dass die Frau in polizeilichem Gewahrsam zu halten und am nächsten Tag dem Haftrichter vorzuführen sei.

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