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Frauen-Aktion am Schongauer Brahms-Platz

„NeNaLaWei“: Präsent, dabei und aktiv sein

Präsent sein, dabei sein, aktiv sein. So die Schlagwörter des Projektes „NeNaLaWei“ (Neue Nachbarinnen Landsberg Weilheim) der Herzogsägmühle. Erstmals am Brahms-Platz in Schongau von Projektleiterin Annette Kurth durchgeführt. Eine Aktion, bei der sich Frauen näher kommen und Barrieren abbauen sollen.

VON HANS-HELMUT HEROLD

Schongau – „Hier ist ein herzerfreulich wunderschöner Platz, sei gerne da“, hat Karin Ostler in goldener Schrift auf die rote Holzlatte geschrieben. Dazu hat sie ihr kleines Kunstwerk noch mit vielen Herzen verziert. Einfach liebevoll. So, wie der Platz auch gestaltet ist. Kleine Beete mit unterschiedlichen Bepflanzungen an der Seite, eine Gitterwand aus Ästen und Zweigen geflochten, darauf verschiedene Bilder und Postkarten angebracht. Ein Blickfang auch der angelegte langgezogene Hügel mit seinen Blumen, ein Tummelplatz für Hummeln und Schmetterlinge. Irgendwo dazwischen will Karin ihr kleines Kunstwerk mit einbauen. Nicht zu vergessen die Sitzgelegenheiten, auf denen man immer mal eine kleine Ruhepause einlegen kann.

Optimal: Frauen mit und ohne Migrationshintergrund

„Es ist optimal, wenn Frauen mit und ohne Migrationshintergrund aufeinander treffen“, so Annette Kurth bei der Vorstellung des Projekts „NeNaLawei“. Es ist die erste gemeinsame Veranstaltung in der Corona Zeit. Das Ziel ist, auf langfristige Zeit eine feste Frauengruppe aufzubauen, die miteinander vielfältige Projekte in Angriff nimmt.

„Mache jeden Tag etwas, vor dem Du Angst hast“, fordert Kurth die Gruppe auf. An diesem Tag soll gemeinsam gemalt werden. Dabei liegt die Betonung auf gemeinsam. Margret Mayer, der immer auf Touren laufende Motor in Sachen Brahms-Platz, hat sich dazu etwas ausgedacht. „Mutig malen, ohne sich einen großen Kopf zu machen“, so ihre Aufforderung an die Frauen.

Dazu hat Mayer über einen langgezogenen großen Tisch eine Leinwand gespannt. Die Gruppe soll nun in abwechselnder Formation (Corona- Abstand) ihren Gedanken malerischen Freilauf ermöglichen. „Was uns gerade zufällig einfällt, soll ein starkes Bild werden“, nochmals eine Aufforderung von ihr. Fast vergessen, die Zeit für einen Malvorgang ist auf 15 Sekunden angesetzt, dann erfolgt ein fliegender Wechsel. Alles so lange, bis das Werk vollständig ist.

Frauenprojekt in der Startphase

Wie von Annette Kurth zu erfahren ist, befindet sich das Frauenprojekt „NeNaLaWei“ noch in der Startphase. Begonnen am 1. Mai soll dieses über drei Jahre lang fortgeführt werden. Wie Kurth aus Erfahrung weiß, werden bestimmte Themen von Frau zu Frau viel mutiger angegangen. Und dazu kommt, dass alleine fast niemand etwas unternimmt, aber miteinander sieht es ganz anders aus. Deshalb sollen auf alle Fälle regelmäßige Aktionen entstehen.

Ziel soll sein, die Präsenz von Frauen in der Öffentlichkeit zu fördern und stärken. Dazu sollen Frauen ermutigt werden, viel am öffentlichen Leben teilzunehmen. Großer Wert wird darüber hinaus darauf gelegt, dass besonders in den Bereichen Freizeit und Kultur etwas miteinander unternommen wird. Der Brahms Platz ist doch dafür wie geschaffen. Also, auf geht´s Frauen, trefft Euch dort.

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