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Gibt Tipps zum Umweltschutz: SN-Mitarbeiterin Christine Wölfle.

Kolumne

Fridays for Future dahoam: Säckchen und Seife gegen das Chaos im Bad

Fridays for Future: Für die einen ein Reizwort, für die anderen das neue Evangelium. Ich möchte Ihnen immer freitags Tipps geben, wie man im ganz Kleinen zu Hause anfangen kann, seinen eigenen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Das spart nicht nur Müll, sondern tatsächlich auch Geld. Und es macht furchtbar Spaß!

Plastikmüll-Grab Bad: Bei fünf Personen, die gerne duschen, fand ich es bedenklich, was allein auf diesem einen Quadratmeter an Müll anfällt. Doch dieses Problem war tatsächlich sehr einfach zu lösen. Zumindest der Teil der Körperpflege. Beim Kopf bot sich ein anderes Bild. Aber dazu später.

Da ich zuhause die Einzige bin, die sich ohne Begleitschutz in Drogeriemärkte und Reformhäuser wagt, habe ich einfach statt Duschgels Seifen gekauft. Plus Seifensäckchen. Verschiedenfarbige Schleifchen dran, aufgehängt, fertig. Seitdem wird bei uns mit Seife geduscht.

Die Säckchen, die es aus Baumwolle oder Sisal gibt, haben sogar noch zwei Vorteile: Sie massieren die Haut leicht, und kleine Seifenreste – beispielsweise vom Waschbecken – können in diesen bis zur kompletten Auflösung genutzt werden. Und viel billiger ist es auch, selbst wenn man hochwertige Seife benutzt.

In solchen Säckchen aus Baumwolle oder Sisal kann man Seifen im Bad aufbewahren.

Die Shampoo-Frage hat mich allerdings beinahe zur Verzweiflung getrieben. Eigentlich wollte ich Ihnen an dieser Stelle den Tipp geben, auf große Familienpackungen mit Drückspender zurückzugreifen, wenn Sie mit Haarseife nicht klarkommen – was bei längeren Haaren manchmal der Fall ist. Doch die meines Wissens einzige Naturkosmetik-Firma, die Shampoo in Ein-Liter-Boxen hat, hat mir vor einigen Wochen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Denn die besagte Firma wurde von einer anderen Firma aufgekauft, die wiederum zu einem Drittel zum weltweit größten Schweizer Lebensmittelkonzern gehört, der absolut auf meiner roten Liste steht. Da möchte ich weder beim Kaffee ,noch beim Shampoo eine Ausnahme machen.

Was also tun? Selber machen. Leichter gesagt, als getan. Die Versuche endeten leider alle in Bad-Hair-Days, ich sah wochenlang aus, als wäre ich ins Conditioner-Töpfchen gefallen. Zum Glück ist gerade Mützen-Zeit. Es bleibt erst einmal tatsächlich nur die Haarseife, wenn man auf zu viele leere Tuben im Mülleimer verzichten möchte.

Aber das ist wie beim Einkaufen: Irgendwann hat man sich umgewöhnt und weiß gar nicht mehr, warum man so einen Aufriss gemacht hat. Die leeren Shampoo-Flaschen behalte ich dennoch, vielleicht finde ich ja irgendwann DAS Rezept.

Optional kann man das Ergebnis auf dem Kopf noch verbessern, wenn man eine Apfelessig-Spülung benutzt. Keine Angst, der etwas strenge Essiggeruch verfliegt nach kürzester Zeit! Einfach eine Glasflasche zu einem Viertel mit mildem Apfelessig füllen, den Rest mit Wasser aufgießen und als Spülung verwenden.

In die Augen sollte man die Mischung natürlich nicht bringen. Dafür hat man, wenn man diversen Experten Glauben schenken mag, einen natürlichen Schutz gegen Läuse. Auch nicht schlecht, gerade jetzt in der Mützen-Zeit. Und: Das alles ist garantiert frei von Mikroplastik!

CHRISTINE WÖLFLE

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Der kleine Beitrag zum Umweltschutz macht Spaß

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