Nur eine kleine Gruppe war diesmal dem Aufruf von „Fridays for Future“ in Schongau gefolgt, an einer Mahnwache teilzunehmen.
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Nur eine kleine Gruppe war diesmal dem Aufruf von „Fridays for Future“ in Schongau gefolgt, an einer Mahnwache teilzunehmen.

Auch vor Ort etwas bewegen

„Fridays for Future“-Mahnwache in Schongau: Kritik an Bidens Klimagipfel

  • Elena Siegl
    vonElena Siegl
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Fridays for Future hat in Schongau zu einer Mahnwache aufgerufen. Auslöser war der Klimagipfel von US-Präsident Joe Biden. Außerdem ging es um ein Vorhaben vor Ort.

Schongau – Auch wenn man als kleine Gruppe Politiker wie US-Präsident Joe Biden vielleicht nicht direkt zum Umdenken bringt, so sei es doch wichtig auch „kleine Steine zum Rollen zu bringen“, die wiederum größere Veränderungen anstoßen können, erklärte Julius Eder von der „Fridays-for-Future“-Gruppe Schongau am Freitagnachmittag bei einer Mahnwache auf dem Schongauer Marienplatz.

Tatsächlich hatten sich nur sechs Personen an der Demonstration beteiligt. Die Gruppe geht davon aus, dass die Demo zu kurzfristig geplant und vor allem bekannt gemacht worden sei.

Fridays for Future Schongau: Gespräch mit Stadtrat geplant

Anlass der Mahnwache war der von Biden initiierte Klimagipfel, zu dem allerdings nur „Vertreter der reichen Länder“ geladen wurden, wie „Fridays for Future“ bemängelte. Dabei gebe es (vor allem ärmere) Länder und Menschen, die schon jetzt am Klimawandel leiden. Wie solle sich etwas zum Positiven ändern, wenn man diese Stimmen nicht hört, bemängelte Julius Eder in einer Rede.

Er kündigte außerdem an, dass man auch vor Ort Klimaneutralität erreichen wolle und ein Gespräch mit Stadtratsmitgliedern geplant sei. Die Teilnehmer wurde nach Anregungen zum Austausch gefragt.  

Lesen Sie auch: Die Stadt Schongau klagt gegen die vorzeitige Baugenehmigung für die Erweiterung des Biomasseheizkraftwerks in Altenstadt. „Es ist noch nicht die Betriebserlaubnis, aber wir wollen verhindern, dass die baulichen Voraussetzungen geschaffen werden“, so Bürgermeister Falk Sluyterman.

Außerdem interessant: Für die Region ist ein Freizeitradwegekonzept in Arbeit, man ist mitten in der Abstimmung. Auch die Stadt ist einbezogen und dann gefragt, wenn es um die Wege oder die Beschilderung geht. Stadtförster Klaus Thien sieht bereits heute Konfliktpotenzial, und man fürchtet, überrannt zu werden.

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