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Jetzt handeln: Das fordern die jungen Umweltaktivisten auf ihrem Plakat, mit dem sie zur ersten „Fridays for Future“-Demo in Schongau aufrufen. 

Am 29. November

Fridays for Future: Schüler rufen zur ersten Schongauer Klimademo auf

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„Es wird Zeit, dass auch Schongau aufwacht!“ Unter diesem Motto gehen jetzt erstmals auch die Schüler aus Schongau auf die Straße: Zur ersten großen Fridays for Future-Demonstration ruft eine kleine Gruppe junger Aktivisten aus Schongau auf.

Schongau – Ausgewählt haben sie den Termin 29. November, kurz vor der 25. UN-Klimakonferenz. An diesem Tag wird im Rahmen eines globalen Klimastreiks auch bundesweit zu vielen Aktionen aufgerufen.

Bunt gemischt soll die Demo in Schongau sein, Schüler aus allen Schulen wollen teilnehmen, auch interessierte Bürger und Gruppierungen sind eingeladen. „Aber wir wollen parteiunabhängig sein“, betont die 20-jährige Sarah Riepl, die Ansprechpartnerin für den Klimastreik. Gemeinsam mit derzeit sechs weiteren Mitstreitern aus Schongau und Umgebung – im Plenum sitzen hauptsächlich Gymnasiasten – bereitet sie die Kundgebung vor. 

Demo beginnt nach Schulschluss

In den Konflikt mit dem Unterricht kommt man nicht, denn die Demo startet erst nach Schulschluss um 14 Uhr am Volksfestplatz. Nach der Begrüßung sollen Ansprachen folgen, bevor es ab etwa 14.35 Uhr mit allen Teilnehmern über die Bahnhofstraße am Münztor vorbei bis zur Spinne geht und über das Maxtor in die Altstadt. Die Abschlusskundgebung ist am Marienplatz geplant und beginnt etwa um 15.15 Uhr.

„Es ist die erste Demo in Schongau und wir hoffen auf rund 150 Leute“, so die Schongauer Studentin. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. So sollen etwa an allen Schulen Plakate aufgehängt werden. „Wir haben überall Kontaktpersonen und hoffen auch, dass wir an den Schulen eine Durchsage machen dürfen“, so Riepl.

Ein großes Transparent haben sie bereits gemalt, Plakate sind über die bundesweite Fridays for Future-Bewegung bestellt. „Flyer erstellen wir gerade, aber es ist alles gar nicht so einfach, weil wir auf Sponsoren angewiesen sind“, so die Studentin. Sie selbst war bereits bei vielen Demos dabei, unter anderem in Hamburg. „Es ist ein weltweites Problem und es ist wichtig, dass jeder seinen Teil dazu beiträgt“, so Riepl. „Aber wir haben ja kaum die Möglichkeit, jedes Mal woanders hinzufahren, deshalb wollen wir diesmal vor Ort etwas organisieren.“

Zuletzt war in Weilheim ein größerer Klimastreik organisiert worden mit Demozug durch die Stadt. Kleinere Aktionen gab es aber auch schon in Schongau wie eine Mahnwache am Pausenhof des Gymnasiums.

Wer das Team unterstützen möchte, kann sich via E-Mail melden unter fffschongau@gmail.com, via Instagram und Facebook findet man die Aufrufe unter fridaysforfutureschongau. Der 29. November steht bundesweit unter dem Motto #NeustartKlima.

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Zur Premiere des Inthronisationsballes in der Lechsporthalle vor Riesen-Publikum setzt die Schongauer Faschingsgesellschaft auf ein Prinzenpaar aus den eigenen Reihen – ein Paar, das nicht nur rhetorisch für den ein oder anderen Überraschungseffekt in der fünften Jahreszeit sorgen dürfte.

Vereine, die Frauen beziehungsweise Männern die Mitgliedschaft verwehren, soll die Gemeinnützigkeit entzogen werden. So jedenfalls will es Bundesfinanzminister Olaf Scholz.Was die Vereine im Landkreis zu den Plänen aus Berlin sagen.

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