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Es summt und brummt: Die Hummel werden die Interessierten in verschiedenen privaten Gärten sehen und hören, unter anderem in Steingaden und Rottenbuch.

Aktionsjahre der Landratsämter

Gemeinsam zum Schutz von Biene & Co

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Im Landkreis Landsberg ist es das „Jahr der Biene“, in Weilheim-Schongau das Jahr von „Biene, Hummel &Co“: Eine Reihe von Veranstaltungen sind bereits in Planung. Imker sind ebenso eingebunden wie die Gartenbauvereine. Aber auch Privatleute und Gewerbetreibende können aktiv etwas tun.

Weilheim-Schongau/LandsbergSchon im vergangenen Jahr war die Idee entstanden, etwas Nachhaltiges für die bestäubenden Insekten zu initiieren, erläutert Heike Grosser, Kreisfachberaterin für Weilheim-Schongau und Geschäftsleiterin des Kreisverbandes für Gartenkultur und Landespflege. „Uns war wichtig, dass es nicht nur ein kurzzeitiges Strohfeuer gibt, sondern dass es einen langfristigen Nachhall hat.“ Mitte Mai geht es mit einer Ausstellung im Weilheimer Landratsamt los. Die Auftaktveranstaltung ist voraussichtlich am 15. Mai, die Ausstellung soll bis Mitte Juli laufen. „Die Details sind aber noch in Planung“, verrät Grosser.

Für Herbst möchte man eine Tagung organisieren mit Fachinformationen für alle, die daran interessiert sind, den Lebensraum für Insekten, die für die Bestäubung zuständig sind, zu sichern. Ideen werden sicherlich auch die jugendlichen Mitglieder der Gartenbauvereine einbringen, schließlich sind Biene, Hummel & Co. Schwerpunktthema für die 20 Jugendgruppen. Das Thema war auch bei der Jahreshauptversammlung des Kreisverbandes für Gartenkultur kommuniziert worden, an der viele Vereine teilnahmen.

Auch ist man gerade dabei, wieder den Tag der offenen Gartentüre zu organisieren, der traditionell am letzten Sonntag im Juni stattfindet. „Wir möchten passende Gärten zusammenstellen, die besonders naturnah sind und in denen viel geboten ist für die Insekten“, so Grosser. Vormerken kann man sich auch schon einen Aktionstag des Netzwerks Gartenwinkel Pfaffenwinkel am Sonntag, 15. Juli, der unter dem Motto stehen wird „Es summt und brummt“. Verschiedene private Gärten werden geöffnet sein, darunter in Steingaden, Rottenbuch, Forst, Weilheim und Seeshaupt. Was Grosser besonders freut: Das Angebot geht über Privatgärten hinaus, auch Parkanlagen öffnen.

Im Landkreis Weilheim-Schongau sind 20 000 Euro im Haushalt 2018 eingestellt, im Landkreis Landsberg 30 000 Euro. Dort ist man schon zwei Schritte weiter, das „Jahr der Biene“ wurde bereits 2017 initiiert. Im März soll ein Flyer mit den wichtigsten Terminen erscheinen, eine umfangreiche Internetseite mit vielen Hintergrundinformationen und Tipps werde derzeit aufgebaut, so Susann-Kathrin Huttenloher, Kreisfachberaterin im Landkreis Landsberg. Diverse Veranstaltungen stehen schon fest, wie etwa die große Ausstellung mit Fachvortrag im Sitzungssaal des Landsberger Landratsamtes am 15. Juni. Die Hornissen, die Wildbienen und die Honigbienen stehen im Mittelpunkt von Fachvorträgen – gerade über die harmlose Hornisse soll aufgeklärt werden. Kindergärten und Schulen bekommen eine Einladung.

Ob Obstbaum-Schnittkurs oder naturkundliche Führung, nicht nur Privatleute oder Gartenliebhaber sollen sich angesprochen fühlen, sondern auch Kommunen. Für diese wird extra ein Fortbildungstag im Bereich Artenschutz angeboten. Auch im Bereich Weilheim-Schongau gibt es bereits Vorstöße, die sogenannten „Eh da-Flächen“ für die Insekten zu bewirtschaften. „Artenschutz braucht Fläche“, so Huttenloher, „da können auch die Landkreise selbst mitwirken und ihre Flächen verbessern.“ Und auch die Landwirtschaft soll mit ins Boot genommen werden, man habe gute Kontakte, auch wenn dies nicht in einem Jahr gehen könne. Huttenloher: „Zusammenarbeit braucht länger Zeit.“

Zusammenarbeit bzw. eine Kooperation gibt es auch zwischen den beiden Landkreisen. So sollen die Ausstellungen ebenso ausgetauscht werden wie die Referenten, auch werden einige Veranstaltungen gemeinsam beworben. Zudem soll es eine Neuauflage der Broschüre „Lust auf Natur“ geben, an der über die Landkreisgrenzen hinweg gearbeitet wird. Grosser: Ich freue mich, dass das Aktionsjahr so großen Anklang findet – ich bekomme viele Rückmeldungen und Ideenvorschläge.“

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