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So hätte der neue Schriftzug aussehen sollen, den der Bauausschuss abgelehnt hat. 

Bauausschuss

Geplantes Sparkassen-Logo „zu niveaulos“

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Peinlich für die Sparkasse Oberland: Der Schongauer Bauausschuss hat den geplanten Schriftzug über der Schongauer Filiale abgelehnt – zu armselig sei der, so die Kritik.

Schongau – Es sollte eigentlich eine Formalie werden: Die Sparkasse Oberland hatte beantragt, statt der bestehenden Schriftzeichen „Kreissparkasse“ ein Schild mit dem neuen Namen anzubringen. Michael Wölfle vom Stadtbauamt erklärte, dass die bisherigen Buchstaben alle einzeln beleuchtet sind, weshalb das Schild die nach der Demontage entstandenen Löcher abdecken solle. Außerdem wolle die Sparkasse die Fassade sowieso bald neu gestalten, sagte Wölfle.

Doch der Entwurf auf einer silbernen Trägerplatte, der nicht den Vorgaben der Werbesatzung entspricht, stieß im Bauausschuss auf harte Kritik. „Wenn wir so etwas der Sparkasse erlauben, die finanziell nicht darben muss, wie sollen wir dann bei anderen eine Ablehnung begründen?“, fragte Michael Eberle (CSU). In Weilheim habe die Sparkasse mit viel Aufwand tolle Wappen angebracht, „da könnte es bei uns auch etwas repräsentativer sein“.

Das bestehende alte Logo.

Damit sprach er Ilona Böse (SPD) aus der Seele. „Ich kann da nicht mitgehen, da begibt sich die Sparkasse auf niedriges Niveau.“ Wölfle sagte, er habe gedacht, das Schild sei nur vorübergehend, aber nach Gesprächen habe er gehört, das solle so bleiben. Einstimmig wurde der Entwurf für das Sparkassenschild abgelehnt.

Robert Christian Mayer von der Sparkasse Oberland dagegen betont, dass es sich sehr wohl um eine Übergangslösung handele. „Wenn wir die bestehenden 14 Buchstaben entfernen, haben wir 14 Löcher, die man auch mit Zuspachteln nicht ganz wegbekommt.“ Weil die Altrosa-Fassadenfarbe nicht besonders gut mit dem Sparkassen-Rot harmoniere, habe man vor, die Fassade im kommenden Jahr grundlegend neu zu gestalten. „Deshalb haben wir uns gedacht, wir decken die Löcher mit der Platte ab, um uns alle Optionen für die Zukunft offenzuhalten.“

Diese Idee ist nach dem Votum des Bauausschusses jedoch passé. Wie geht es jetzt weiter? Bleibt der Schriftzug der alten Kreissparkasse bis zur Fassadensanierung dran? Nein, sagt Mayer. „Wir werden einen neuen Entwurf anfertigen und den wieder einreichen.“ Vorher werde er sich die Schongauer Werbesatzung noch einmal genau durchlesen.

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