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Der Jubilar Gottlieb Frömmrich inmitten der Gratulantenschar. Von links Enkelin Katharina mit Urenkelin Antonia, Bürgermeistergattin Cordula Sluyterman , Schwiegertochter Ina, S ohn Walter, Jubilar Gottlieb Frömmrich , Bürgermeister Falk Sluyterman, Bruder Kurt und Schwägerin Angelika.

Gottlieb Frömmrich feiert 90. Geburtstag

„Wenn ich den Humor nicht hätte, wäre ich schon längst tot“

Nur mit ganz viel Humor schafft man es, so alt zu werden wie Gottlieb Frömmrich aus Schongau. Der Jubilar feierte nun im Kreise seiner Liebsten seinen 90. Geburtstag.

Schongau – Dabei durfte der Spaß natürlich nicht auf der Strecke bleiben.

Doch leider hat das Leben nicht nur schöne Seiten, denn Gottlieb Frömmrich, geboren im damaligen Rumänien in Nikolajewka, musste den Krieg hautnah miterleben. Aufgrund von Verletzungen wurde er im Lazarett in Füssen behandelt.

Nach dieser schweren Zeit lernte er seine spätere Frau in Schongau kennen, und sie heirateten im Jahr 1947. Aus dieser Ehe ging der gemeinsame Sohn Walter hervor.

Im Alter von 20 Jahren erlernte Gottlieb Frömmrich den Beruf des Uhrmachers, der ihm sehr viel Freude bereitete. Mit einem eigenen Geschäft in der Altstadt machte er sich schließlich auf diesem Gebiet selbstständig.

Als das älteste von fünf Kindern war es für den Jubilar nicht immer leicht, den Kontakt zu seinem jüngsten Bruder Kurt aufrecht zu erhalten. Zwischen ihnen liegen ganze 17 Jahre und durch den Krieg, in den Frömmrich ziehen musste, lernten sich die beiden Brüder erst sehr spät kennen. Nun haben sie aber eine enge Verbundenheit miteinander, und auch zu seinen drei Enkelkindern und seiner Urenkelin Antonia pflegt er viel Kontakt. Fast täglich bekommt er in seinem Haus, das er sich seit dem Tod seiner Ehefrau mit seinem Sohn und seiner Schwiegertochter Ina teilt, Besuch von der achteinhalb Monate alten Antonia.

Um geistig fit zu bleiben, trainiert der Jubilar sein Gehirn mit Kartenspielen an seinem Computer, und sogar über eine eigene Email-Adresse verfügt er. Außerdem ist der tägliche Spaziergang für den 90-Jährigen nicht mehr wegzudenken, da er sich auch im hohen Alter noch körperlich betätigen will.

Seinen ersten Urlaub verbrachte Gottlieb Frömmrich zusammen mit seiner Frau in Meran. Der Anlass dafür war die Silberhochzeit. Das Filmen seiner Reisen wurde seitdem eine Leidenschaft von ihm. Auf diesem Wege hielt er seine zahlreichen Reisen und Erinnerungen fest.

Bis ins hohe Alter hat Frömmrich seine lustige Art beibehalten und ist der Meinung: „Wenn ich den Humor nicht hätte, wäre ich schon längst tot.“ Wunschlos glücklich blickt er in die Zukunft, denn die gemeinsame Zeit mit der Familie ist das größte Geschenk. Auch der Bürgermeister Falk Sluyterman und seine Frau gratulierten dem 90-Jährigen. 

Miriam Schäfer

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