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Sie haben gut lachen: Im Plantsch badet es sich für Familien recht günstig. Nur zwei Bäder in der Region sind für sie günstiger, haben nach Meinung des Schongauer Bad-Chefs aber weniger zu bieten. 

Großvater empört

Wie familienfreundlich ist das Plantsch?

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Ein Großvater aus Schongau ist empört, weil er mit seinen Enkeln nicht zum Familientarif ins Plantsch darf. Was auf den ersten Blick ungerecht erscheint, hat einen sozialen Hintergrund. Tatsächlich ist das Schongauer Freizeitbad familienfreundlicher als viele andere, betont Plantsch-Chef Andreas Kosian.

Schongau – Die Empörung ist groß beim Schongauer Berthold Burkhard: Seine Frau war im Oktober mit ihrem Sohn und den zwei Enkeln im Plantsch, berichtet er. An der Kasse baten sie um eine Familienkarte. „Daraufhin bekamen sie die Antwort, Omas zählen nicht zur Familie“, kann es der Schongauer kaum fassen.

Plantsch-Chef Andreas Kosian hat Berthold einen ausführlichen Brief geschrieben, in dem der Bad-Vorstand dem Schongauer erklärt, warum in dem Familienbad Omas und Opas eine eigene Eintrittskarte kaufen müssen. Was Burkhard „als unverständliche Aussagen“ geißelt, macht bei näherem Hinsehen durchaus Sinn.

Plantsch-Chef: Ausweitung des Familienbegriffs birgt Konfliktpotenzial 

Eine Ausweitung des Familienbegriffs auf einen erweiterten Familienkreis (Oma, Opa etc.) bringe enormes Konfliktpotenzial, meint Kosian mit Blick auf die Kontrollmöglichkeit an der Kasse. Vor allem aber würden die Deckungsbeiträge sinken, mit denen das Bad das Defizit abmildert, das die Stadt zu tragen hat. Die Folge: Die Preise für die Familienkarten müssten angehoben werden. „Und das würde genau der Zielgruppe ,Familie’ schaden, was politisch sicher nicht sinnvoll und gewollt ist“, so Andreas Kosian.

Stadtrat hatte Tarifmodell bereits 2001 beschlossen 

Das im Plantsch geltende Tarifmodell hatte der Stadtrat bereits 2001 beschlossen. Und der Bad-Chef betont, dass er nach wie vor voll und ganz dahinter steht. Die Regelung sei „sehr gut und fair“.

Um das zu unterstreichen, hatte Kosian jüngst den Schongauer Familientarif denen der anderen Bäder in der Region gegenübergestellt (siehe Kasten). „Im Vergleich mit zehn Wettbewerbern hat das Plantsch ein absolut faires und preiswertes Angebot, das immer fairer wird, je größer die Familie ist“, hat Kosian herausgefunden. Von den zehn Wettbewerbern haben demnach drei gar keinen Familien-Vorteilspreis im Angebot, fünf sind teurer und nur zwei billiger. Betrachtet man dann die Preis-Leistung – also welches Angebot beziehungsweise welche Attraktionen das jeweilige Bad zu bieten hat – schlägt das Pendel nach Kosians Meinung noch deutlicher in Richtung Plantsch aus. „Die billigeren Bäder haben teilweise deutlich weniger Attraktivität zu bieten, die teureren Bäder nicht unbedingt in dem Maße mehr, die den Mehrpreis rechtfertigen würde“, argumentiert er.

Offenbar hat Schongau sogar Modellcharakter

Und offenbar hat Schongau in der Region sogar Modellcharakter. „Die neueste Beschlussfassung in Oberammergau deutet daraufhin, dass in Kürze die Regelung zum Erlangen des Familientarifes an die des Plantsch angepasst wird“, hat der Schongauer Bad-Chef erfahren. „Auch das belegt in meinen Augen, dass unsere Regelungen eher Vorbildcharakter haben, als dass sie angegriffen werden sollten.“

Auch interessant:

Die Freibadsaison ist mit dem Ende der Sommerferien auch im Plantsch zu Ende gegangen. Seit Dienstag sind sowohl die Badewelt als auch das Saunaland geschlossen. Zeit für den Plantsch-Chef Andreas Kosian, eine Bilanz zur Sommersaison zu ziehen.

Es hat schon wieder gebrannt: Feuer im Wald bei Birkland - die Polizei schnappt den Verursacher.

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