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Den wichtigsten Part der Grundsteinlegung hatten die beiden Erstklässler: Sie durften die Zeitkapsel in die Röhre schicken. Mit im Bild links Rektorin Ulla Heitmeier, rechts Bürgermeister Falk Sluyterman.

Grundsteinlegung Teilneubau Grundschule Schongau

Schongauer Kinder bestücken Zeitkapsel

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Am Anfang klapperte lediglich ein einsames Centstück in der Zeitkapsel, doch die rund 300 Kinder der Schongauer Grundschule füllten diese Stück für Stück. Mit großem Hallo wurde gestern Vormittag der Grundstein für den Neubau der Grundschule gelegt, die im Frühjahr 2019 fertiggestellt sein soll.

Schongau – Im Hof vor der künftigen Mensa ragte ein grünes Rohrende aus dem Boden, in das am späten Dienstagvormittag die kupferne Zeitkapsel verschwinden sollte. Natürlich nicht ohne Grußworte, und natürlich nicht ohne Erinnerungen an die einzelnen Klassen, die derzeit die Schule besuchen. Während beim Spatenstich vor einigen Wochen Architekten, Vertreter der Stadt sowie des Landkreises im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit standen, waren es nun die Kinder: Rund 300 Grundschüler von der ersten bis zur vierten Klasse hatten sich mit ihren Lehrerinnen und ihrem Lehrer an der Baustelle versammelt. „Ihr werdet bei der Einweihung dabei sein“, versprach Bürgermeister Falk Sluyterman den heutigen Erst- und Zweitklässlern. Und gab dieses Versprechen am Rande auch Rektorin Ulla Heitmeier, die dem Stadtoberhaupt mit einem verschmitzten Lächeln damit drohte, vor Inbetriebnahme der neuen Grundschule auf keinen Fall in Pension gehen zu wollen. „Das schaffen wir leicht“, lachte Sluyterman.

Der Bürgermeister erinnerte sich an die Grundsteinlegung seiner eigenen Schule zurück, bei der er damals habe Trompete spielen dürfen – aber nicht so recht verstanden hatte, wozu der feierliche Akt dienen sollte. Die Schongauer Grundschüler haben dies gestern genau erklärt bekommen. Wobei Sluyterman von einem Bestehen der neuen Grundschule zwischen 60 und 80 Jahren sprach, der künftige Stadtbaumeister Sebastian Dietrich, der für die Stadt Schongau die Gesamtplanung des Schulzentrums Schongau innehat, nannte am Ende sogar eine Zeitspanne zwischen 80 und 100 Jahren. Die alte Schongauer Staufer-Grundschule wurde nun 60 Jahren alt.

Rektorin Heitmeier und Bürgermeister Sluyterman halfen schließlich den Kindern, die Zeitkapsel zu bestücken mit Klassenfotos, Würfeln, einer Geburtstagsblume, einem Wimpel der aktuellen Verkehrsschule oder auch einem Musikblatt, auf dem das Lied der Staufer-Grundschule notiert ist, das Heitmeier dann auch zum Abschluss anstimmen ließ: „Alle Kinder lernen lesen.“ Auch Erinnerungen von Klassen, die an der Feier nicht teilnehmen konnten, wurden in der Kupferröhre platziert, etwa eine Postkarte der vierten Klasse, auf der der Märchengiebel des Künstlers Cobi Reisers abgebildet ist, der, wie die Kinder bedauern, nicht habe erhalten werden können. Dieses Thema wird mit Sicherheit auch Eingang finden in die Baustellendokumentation, die die Schüler in „Deutsch als Zweitsprache“ derzeit erstellen. Alle paar Tage wird der Fortschritt in Wort und Bild festgehalten – am spannendsten für die Schüler seien natürlich Augenblicke, wo sie möglichst große und möglichst viele Baustellenfahrzeuge beobachten könnten.

Sebastian Dietrich war es am Ende vorbehalten, die Zeitkapsel mit einem Klebeband fachmännisch wasser- und luftdicht zu verschließen. Den wichtigsten Part der Grundsteinlegung hatten dann aber Lucia und Brian aus der ersten Klasse: Unter großem Hallo und dicht umringt von ihren Mitschülern durften sie die Zeitkapsel in die Röhre schieben und nach unten schicken – wo sie dann vielleicht vor dem Bau der nächsten Schule wieder ausgegraben wird.

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