Die Gutscheinaktion für Pflegekräfte von Esra Böse läuft bereits sehr gut an, darüber freut sich die Schongauerin sehr.
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Die Gutscheinaktion für Pflegekräfte von Esra Böse läuft bereits sehr gut an, darüber freut sich die Schongauerin sehr.

Nun auch in der Lechstadt

Schongau: Gutscheine spenden für Pflegekräfte

  • Elke Robert
    vonElke Robert
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Die Aktion „Schongau hilft. Auszeit für Pflegende“ stellt die Schongauerin Esra Böse auf die Beine. Sie bittet um Gutscheinspenden, um Pflegekräften, die im Corona-Alltag unglaublich angespannt sind, einmal etwas Gutes tun zu können. Gleichzeitig soll dies auch die gebeutelten lokalen Geschäftsleute oder Dienstleistenden unterstützen.

Schongau – Schon vor einem Jahr zu Beginn der Corona-Pandemie ist Esra Böse kurzerhand aktiv geworden und holte ihre Nähmaschine hervor: Gemeinsam mit den „Nähbienen“ startete sie die Aktion Maskennähen. Die bunten Mund-Nase-Bedeckungen wurden sehr gerne angenommen, zumal medizinische Masken damals gar nicht mehr zu bekommen waren.

Das Nähen ist nun etwas weniger geworden. „Aber die Pandemie verlangt uns allen ganz viel ab, und es ist echt teilweise sehr herausfordernd, mit plötzlichen, unerwarteten Situationen umzugehen“, berichtet Böse. Und die Schongauerin krempelt schon wieder die Ärmel hoch: Angelehnt an die bereits erfolgreich laufenden Aktionen engagierter Privatleute in Peiting und Weilheim, hat nun auch die Grünen-Politikerin in Schongau eine Aktion gestartet, und zwar „Schongau hilft. Auszeit für Pflegende“.

Ziel ist der Dank an alle Pflegenden

Ziel der Aktion sei es, einen Dank an Pflegende zu senden „für die großartige Arbeit während der immer noch andauernden Pandemie und eine Wertschätzung von uns Schongauer Bürgern an ihre soziale Arbeit unter momentan erschwerten Bedingungen“.

Die Pandemie sei zwar für alle eine große Herausforderung, aber eben noch mehr für die Pflegekräfte. Diese müssten viele Überstunden in Kauf nehmen, Ausfälle kompensieren und seien oftmals erschöpft oder stünden am Rande des menschenmöglich Leistbaren, würden ganz an ihre Grenzen kommen, sowohl physisch wie auch psychisch. „Da tut so eine Wohltat von uns gut, vor allem, wenn Pflegekräfte vielleicht am Abend nicht mehr lange in der Küche stehen und kochen müssen und es sich mit den Gastro-Gutscheinen oder auch anderen Verwöhngutscheinen gutgehen lassen können“, ist Esra Böse überzeugt.

Auch die heimischen Dienstleister oder Gastronomen sollen profitieren

Mit der Aktion werden sogar gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Nicht nur Pflegekräfte würden profitieren, sondern auch die unter der Pandemie enorm leidenden Existenzen wie Gastronomen, Einzelhändler oder Dienstleister, denn Gutscheine soll man dann auch bei Friseuren oder Kosmetikstudios einlösen können. „Mit einem Gutscheinkauf können wir ihnen Mut machen, sie etwas aufbauen, vor allem einfach erfreuen“, so Böse.

Und wie funktioniert es? Gutscheine können über die Plattform „Gutscheine-Schongau.de“ erworben werden (wir berichteten). Diese sollen dann an Esra Böse per Mail weitergeleitet werden, die sich persönlich um die Verteilung kümmert. Erworben werden sollen Gutscheine im Wert von zehn Euro. „Dafür haben wir uns entschieden, damit wir diese möglichst flächendeckend beim Pflegepersonal verteilen können“, so die Schongauerin.

Zunächst einmal sollen die Pflegekräfte am Schongauer Krankenhaus bedacht werden

Zu Aktionsbeginn liege der Fokus auf dem Pflegepersonal im städtischen Krankenhaus, soll aber, je nach Resonanz, ausgeweitet werden. „Es läuft gut an“, freut sich Esra Böse, die schon viele Spenden erhalten hat. Bis Anfang dieser Woche waren schon Gutscheine im Wert von 1360 Euro zusammengekommen, und die Schongauerin hatte noch persönliche Zusagen für weitere Gutscheine. „Das Ganze mache ich gerne ehrenamtlich, soweit es meine Zeit und Kraft zulassen, ich gebe mein Bestes.“

Auch positives Feedback hat sie bereits bekommen – etwa von der Peitingerin Susann Tabatabai-Schweizer, die die Aktion dort mit ihrem Team leitet. Die Gutscheine würden mit rührenden Worten entgegengenommen, sei ihr übermittelt worden. „Wie eine kleine Geste eine Riesenfreude bereiten kann, das macht einfach glücklich und ist aufbauend für uns und alle anderen“, so die Schongauerin.

„Ich glaube fest daran, dass wir weiterhin füreinander da sein müssen, diese Zeit nur gemeinsam meistern können, uns positiv stimmen müssen.“ Und natürlich müssten die Dienstleister vor Ort am Leben erhalten bleiben.

Info:

Wer Interesse hat, sich zu beteiligen, kann die erworbenen Gutscheine an Esra Böse weiterleiten über die extra hierfür eingerichtete Mailadresse (schongauhilft_esraboese@gmx.de). „Schongau hilft. Auszeit für Pflegende“ ist auch über Facebook erreichbar, wo alles gut erklärt wird.

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