Großalarm in Hamburg nach Explosion an S-Bahnhof

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Nichts mehr da: Die beiden Haindl-Häuser sind Vergangenheit, jetzt wird die Zukunft geplant mit neuer verlagerter Einfahrt zu UPM.

Planungen für Peitinger Straße

Haindl-Häuser weg: Straßen-Umbau-Plan steht

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Die große Baustelle an den Haindl-Häusern ist weg, die ersten beiden Häuser sind abgerissen – jetzt geht der Blick nach vorne. Und da laufen die Planungen für die neue Einfahrt zum UPM-Werksgelände schon auf Hochtouren. Umgesetzt werden kann das aber frühenstens ab Herbst 2019, weil vorher der komplizierte Neubau der Kanalbrücke über den Lech ansteht.

Schongau – Ein Bagger füllt noch das ehemalige Kellerloch eines Hauses auf, das andere ist bereits fertig planiert – es wird bald ruhig werden an der Stelle, wo noch vor wenigen Wochen zwei rund 100 Jahre alte, stark sanierungsbedürftige Mehrfamilienhäuser von UPM-Vorgänger Haindl standen. „Alles ist planmäßig abgelaufen“, sagt UPM-Werkleiter Wolfgang Ohnesorg zufrieden. Bis auf den kleinen Schock zu Beginn, als gleich am Anfang der Abrissbagger den Dienst versagte und repariert werden musste, sei man im Zeitplan gewesen. Es habe auch keine Beschwerden wegen Lärm- oder Staubbelastungen gegeben, so Ohnesorg, der die Professionalität der Abbruchfirma lobt. Jetzt komme ein Zaun ums Gelände, dann ist Warten angesagt. Großes Ziel ist es, die Einfahrt zum UPM-Werksgelände nach Osten zu verschieben und die komplizierte Verkehrssituation, die immer wieder für längere Staus sorgt, zu entzerren. „Da wird jetzt beim Staatlichen Bauamt geplant“, so Ohnesorg.

Tatsächlich ist dort bereits ein Ingenieurbüro beauftragt worden, bestätigt Andreas Lenker vom Staatlichen Bauamt. Die waren vor Ort, haben alles vermessen und verschiedene Varianten aufgenommen. Wobei nur die Möglichkeiten einer Ampel und eines Kreisverkehrs in Frage kommen – und die Entscheidung eigentlich schon gefallen ist, wie Lenker zugibt: „Wir haben uns mit allen Beteiligten auf die Ampel geeinigt.“

Beim Kreisverkehr war das Problem, dass er selbst nach dem Abriss der Häuser extrem viel Platz gebraucht hätte, um auch Lkw, die von der Lechbrücke kommen, das Abbiegen zum UPM-Werksgelände zu ermöglichen. Die Alternative war, den Kreisverkehr enger zu bauen, doch dann hätten Lkw aus Richtung Schongau vor dem Abbiegen zu UPM erst eine Ehrenrunde drehen müssen. Doch das hätte laut Lenker Probleme bei der Leistungsfähigkeit des Kreisverkehrs gegeben, wenn dort ständig 40-Tonner ihre Runden drehen. Außerdem sah die Stadt bei einem Kreisel Probleme für Fußgänger und Radfahrer.

Nun also eine Ampel. Die sorgt bereits heute, vor allem wenn Fußgänger sie entlang der Peitinger Straße überquenen, für lange Staus. Wo also liegt die Verbesserung? Laut Lenker zum einen in der eigenen Abbiegespur, die aus Richtung Schongau dank der verschobenen Einfahrt möglich sei. „Und mit der intelligenten Ampel, mit der man den Verkehrsfluss besser steuern kann“, so Lenker. Biher ist es so, dass bei der Ausfahrt aus dem UPM-Werk die Ampel lange Zeit grün zeigt, obwohl dort vielleicht nur ein Auto steht. das soll alles viel besser gesteuert und Wartezeiten vermieden werden.

Beginnen soll der Umbau der Straße, wenn die Kanalbrücke fertig ist, also laut Lenker frühestens im Herbst 2019. Bereits im Frühjahr soll aber die Planung stehen, die mit Stadt und UPM abgestimmt ist. Dass die komplizierten Grundstücksverhältnisse ein Problem werden, kann sich Lenker nicht vorstellen: „UPM hat ein großes Interesse an der neuen Zufahrt, deshalb haben sie ja die Häuser abgerissen.“ Spannend werde nur die tatsächliche Bauphase, weil die Papierfabrik rund um die Uhr erreichbar sein muss. „Aber auch da werden wir sicher eine Lösung finden“, ist sich Andreas Lenker sicher.

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