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Voller Einsatz beim Inklusionsprojekt „Alle am Ball“, das der TSV Peißenberg zusammen mit dem TSV Schongau in der Glück-Auf-Halle veranstaltete.

Handballtag in der Glück-Auf-Halle

Inklusionsprojekt „Alle am Ball“ kam gut an

Was sich hinter ihrem Inklusionsprojekt „Alle am Ball“ verbirgt, zeigten die Handballer aus Peißenberg und Schongau bei einem Projekttag in der Glück-Auf-Halle, bei dem Jung und Alt, Menschen mit und ohne Behinderungen, zusammen den Handball-Sport kennenlernen konnten. Gut 30 Interessierte nahmen daran teil.

Peißenberg/Schongau „Mit der Resonanz sind wir sehr zufrieden“, sagte Peißenbergs Handball-Chefin Annette Halbritter, die das Projekt gemeinsam mit engagierten Trainern aus der Abteilung ins Leben gerufen hatte. Zusammen mit 15 Helfern aus dem eigenen Verein, aber auch aus Schongau hatte sie in der Halle sieben Stationen aufgebaut, an denen die Teilnehmer spielerisch an den Umgang mit dem Ball herangeführt wurden. Zum Teil stand nur die sportliche Bewegung ohne Leistungsgedanke im Vordergrund.

Die Kinder und Erwachsenen – der älteste Teilnehmer war weit über 60 – mussten im Slalom den Ball prellen oder ihn an verschiedenen Stationen in unterschiedliche Ziele befördern. Dazwischen ging es über Langbänke und durch Tunnel aus Gymnastikmatten. Zur Stärkung unterwegs gab es unter anderem alkoholfreie Getränke vom „Saftladen“. Danach wurde gepasst und der Torhüter „warm geworfen“. Das Gelernte wurde dann zum Abschluss bei einem Handballspiel auf einen Kleinfeld umgesetzt.

„Wirklich alle zeigten eine super Leistung“, so Nina Mayr, eine der Betreuerinnen vom TSV Schongau. „Das Miteinander ist wichtig, und das klappt hier hervorragend“, lobte Thomas Karau, Präsident des TSV Peißenberg. Auch beim Deutschen Handball-Bund (DHB) wurde die Aktion der Peißenberger registriert, nicht zuletzt weil DHB-Jugendsprecher Andreas Hesselmann vor Ort war. Als nächste Stufe planen die Handballer nun, ein regelmäßiges Training für ein „Inklusionsteam“ anzubieten.

„Und irgendwann gibt es dann vielleicht auch eine Inklusionsliga wie in Hamburg. Da dauerte es allerdings fünf Jahre“, sagte Halbritter, die sich zuversichtlich zeigte, dass es bei ihnen schneller gehen kann.

Von Roland Halmel

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