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Strahlende CSU-Gesichter: (v.l.) Weilheim-Schongaus Kreisvorsitzender Alexander Dobrindt, Bezirksrätin Alexandra Bertl, Landtagsabgeordneter Harald Kühn, Weilheim-Schongaus Landrätin Andrea Jochner-Weiß und Garmisch-Partenkirchens Kreischef Michael Rapp.

Harald Kühn erneut CSU-Landtagskandidat

100 Prozent im Hort der Harmonie

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Die CSU im Stimmkreis Weilheim-Schongau gibt sich weiter als Hort der Harmonie: Bei der Aufstellung des Kandidaten für die Landtagswahl im Herbst kommenden Jahres erhielt der amtierende Abgeordnete Harald Kühn wie schon vor fünf Jahren 100 Prozent der Stimmen.

Schongau – Ja, ist denn schon Weihnachten? Vor fünf Jahren war es der 19. Dezember, als der damalige Garmisch-Partenkirchner Landrat Harald Kühn als Landtagskandidat für den Stimmkreis Weilheim-Schongau nominiert wurde, der auch den Norden des Landkreises Garmisch-Partenkirchen umfasst. Dieses Mal ist die CSU fast ein halbes Jahr früher dran, was auch den Kreisvorsitzenden und Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt am Montagabend in der Schongauer MöbelCentrale ins Schleudern bringt, wie er angesichts der anstehenden Wahl am 24. September zugibt: „Ich bin voll im Bundestagswahl-Modus.“

Doch beide Wahlen seien gleich wichtig, man könne sie nicht auseinanderhalten. „Es geht um nichts weniger als eine große Richtungsentscheidung, ob wir ein Wohlstandsland bleiben oder der Weg ins Abseits führt.“ Ersteres gehe nur mit der CSU, versteht sich.

Auf eine politische Grundsatzrede verzichtete Dobrindt („die kann ich noch nachholen, wenn ihr mit den nachfolgenden Rednern nicht zufrieden seid“) und lobte lieber die Entscheidung von vor fünf Jahren, „einen profunden Kenner unserer beiden Landkreise zum Landtagskandidat gemacht zu machen“. Harald Kühn habe die Erwartungen zu mehr als 100 Prozent erfüllt: „Er vertritt uns erstklassig“, fand Dobrindt, und dieser Meinung war auch Garmisch-Partenkirchens CSU-Kreischef und Vize-Landrat Michael Rapp: „Wir haben uns immer auf ihn verlassen können. Seine Bodenständigkeit ist bemerkenswert, er hat die Beziehung zu den Kommunen nie verloren.“

Der so hoch gelobte 53-jährige Murnauer konnte es nach eigenen Worten gar nicht glauben, dass schon wieder vier Jahre seit seiner Wahl ins Land gezogen sind. Auch er betonte die gute Zusammenarbeit über die Landkreisgrenzen hinweg und ging danach auf seine Arbeit im wichtigen Haushaltsausschuss des Landtags ein, der alle Etats der Ministerien berate – „eine Mammutaufgabe“, so Kühn, die auch alle Beteiligungen des Freistaats wie den Flughafen München umfasse, dessen Erweiterung um die dritte Startbahn derzeit eines der heißesten politischen Eisen im Freistaat ist.

Über den kommunalen Finanzausgleich kam Kühn zum Solidaritäts-Zuschlag („der muss weg“), die Forderung einer regionalen Erbschaftssteuer für Bayern, die Förderung von Wohneigentum und die EZB-Zinswende, ehe er den Weg zurück in die Region fand. Man habe in beiden Landkreisen Arbeitslosenquoten von unter drei Prozent, also Vollbeschäftigung. Dazu sei die Aufstufung von Weilheim zum Oberzentrum ein großer Erfolg gewesen. Schließlich lobte er Dobrindt für dessen viele erfolgreiche Infrastrukturprojekte wie die Umfahrung Oberau, die er in seinen Heimat-Wahlkreis geholt hat. Seine Rede schloss Kühn ganz profan mit der Bitte, bei der Bundestagswahl beide Stimmen der CSU zu geben und nicht etwa die FDP per Zweitstimme zu alimentieren. Unter stehenden Ovationen wurde Kühn anschließend für seine 100-prozentige Wieder-Aufstellung (82 von 82 Stimmen) beklatscht.

Ebenfalls 100 Prozent der Stimmen erhielt danach Alexandra Bertl, die für eine zweite Amtsperiode im Bezirkstag kandidiert. Die Ärztin hat Spaß gefunden an den großen Aufgaben, die oft nicht so wahrgenommen werden, „weil es um Themen für Menschen geht, die nicht auf der Sonnenseite stehen“. Am meisten habe sie sich mit dem Thema Psychiatrie beschäftigt, und ihr Ziel sei es, das psychiatrische Angebot in ihrer Heimatstadt Weilheim auszubauen. Neben der überwältigen Zustimmung bekam sie noch etwas geschenkt – eine Baby-Erstausstattung mit Dirndl von Dobrindt. Vor rund einem Monat hat sie nämlich Katharina zur Welt gebracht, ihr zweites Kind.

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