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Der Neubau umfasst neben drei Lernhäusern eine auch eine Einfachsporthalle sowie die Mensa für das Schulzentrum. Links ist der bereits weit fortgeschrittene Anbau der Realschule zu sehen.

Teilneubau der Staufer-Grundschule 

Hebauf-Freuden trotz Firmenpleite

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An der Schongauer Staufer-Grundschule wächst die Vorfreude: Am Teilneubau wurde Hebauf gefeiert. Ob alles termingerecht fertig wird, ist aber nicht sicher.

Schongau – In rund einem Jahr soll der millionenschwere Teilneubau im Schulzentrum an der Bürgermeister-Lechenbauer-Straße eingeweiht werden. Ob der Termin eingehalten wird, muss sich aber noch zeigen. Eine Firmenpleite hat die Pläne durcheinandergewirbelt.

Armin Eder standen bei der Hebauffeier ein paar Sorgenfalten im Gesicht. Beim Blick auf den Rohbau der Mensa, die zum Komplex des Grundschulneubaus gehört, drehten sich die Gedanken des Realschulleiters um das Mittagessen seiner Schüler. Ab dem Frühjahr 2019, so der Plan, sollen in der Mensa auch die Realschüler speisen. Die Arbeiten an der Grundschule seien aber drei Monate im Verzug, hat Eder erfahren. Grund sei die Pleite der Fassadenbaufirma. Projektleiter Jochen Handke vom Büro Balda Architekten bestätigte am Rande des Hebaufs die Verzögerung. Der Firma habe gekündigt werden müssen, weil sie nicht geliefert habe. „Das ist ärgerlich, aber wir werden versuchen, die Zeit wieder reinzuholen“, kündigte der Planer an. Zur Höhe der Mehrkosten konnte er noch keine Angaben machen.

Das war dann aber schon die einzige Hiobsbotschaft beim Hebauf, den Stadt und Schule am Donnerstag gebührend feierten. Bekanntlich werden inklusive Zuschüsse rund 20 Millionen Euro in den Teilneubau der Staufer-Grundschule mit Schülerhort und Mensa investiert. Herzstück sind drei Lernhäuser mit je vier Klassenzimmern. Laut Projektleiter Handke sind sie nach dem sogenannten Lernhausprinzip angeordnet. Die Schüler bleiben von der ersten bis zur vierten Klasse zusammen in einem Gebäude. „Im Prinzip wird eine kleine Dorfschule nachgebildet, das soll eine intimere Atmosphäre schaffen“, erläuterte der Planer. Unter anderem entstehen für die rund 300 Schüler zudem eine Einfachsporthalle sowie eine große Aula mit Musik- und Mehrzweckraum. Die Lehrer freuen sich auf eigene Stützpunkte in den Häusern.

Die Bilder vom Hebauf

Bürgermeister Falk Sluyterman freute sich ebenfalls. Er lobte die entstehenden Räume als einen Ort, an dem man sich wohlfühle und sich nicht blitzartig entferne, wenn die Glocke läute. Die Zeiten des Gleichschritts seien vorbei, die Individualisierung brauche eine neue Lernumgebung, erklärte der Rathauschef. Er dankte vor allem seinem Vorgänger Karl-Heinz Gerbl und Ex-Stadtbaumeister Ulrich Knecht, die bereits 2008 die Planung angestoßen hatten: „Sie sind die Väter dieser Grundschule“, sagte Sluyterman, der auch die Kooperation mit dem Landkreis würdigte. Bekanntlich wird das gesamte Schulzentrum, zu dem neben der Grundschule das Welfen-Gymnasium und die Pfaffenwinkel-Realschule gehören, erweitert. Teils wurden und werden Gebäude abgerissen und neu errichtet. Die Realschüler beziehen ihren Neubau bereits zum Schuljahr 2018/2019. Insgesamt werden bis zum Jahr 2020 rund 48,5 Millionen Euro investiert.

Nach Angaben der Stadt Schongau erfolgt mit dem Bezug des Neubaus am Schulstandort auch der Einstieg in die gebundene Ganztagsschule „als weitere Säule einer bedarfsgerechten ganztägigen Bildung, Erziehung und Betreuung der Schongauer Grundschüler“. Das freilich neben den „etablierten Bausteinen Mittagsbetreuung und Schülerhort“, heißt es.

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