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Im Sommer soll der Pflegeheim-Bau fertig sein.

Hebauf in Schongau

Pflegeheim-Bewohner als beste Bauaufsicht

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Mit einem Festakt ist gestern Nachmittag Hebauf am neuen Marie-Eberth-Altenheim in Schongau gefeiert worden. Die Arbeiten sind perfekt im Zeitplan, bereits nächsten Sommer sollen die Bewohner vom alten ins neue Domizil umziehen.

Schongau – Als die Blaskapelle Altenstadt vor dem Rohbau zu spielen begann, öffneten sich nebenan die Fenster: Zahlreiche Bewohner des bestehenden Heims wollten sich die Feier des Etappenziels im künftigen Domizil nicht entgehen lassen. Überhaupt waren die Senioren „die beste Bauaufsicht“, wie die bisherige Heimleiterin Gisela Mair, die auch das neue Heim führen wird, bei ihren Grußworten sagte.

Denn in den bisherigen neun Monaten Bauzeit, in denen das „Fernsehprogramm“ der Senioren beim Blick aus dem Fenster von Eichhörnchen zu Bagger und Kran gewechselt ist, „hatten wir alles im Blick“, so Mair. Das habe sogar so weit geführt, dass Mair auf Bitten der Bewohner den Polier anrufen musste, um zu erfragen, warum eine frisch hochgezogene Mauer gerade an dieser Stelle notwendig sei. „Im Gegenzug haben wir auch mal einen Anruf bekommen, wenn einer unserer Bewohner plötzlich mit seinem Rollator auf der Baustelle aufgetaucht ist“, erzählte Mair schmunzelnd.

Gespannt schauten die Hebauf-Besucher auf den Richtkranz, der per Kran in die Höhe gezogen wurde.

Stefan Schiessl vom Grünwalder Bauträger WOB hatte zuvor die vielen Partner und Ehrengäste begrüßt, darunter auch Peter Schrehardt von der Firma Haseitl, die den Bau im Auftrag der WOB durchführt. „Wir sind super im Zeitplan, viele Gewerke sind schon im Gange“, lobte Schiessl. Die Nasszellen seien bereits fertig, Sanitär- und Elektroarbeiten weit fortgeschritten – alles laufe perfekt. „Und wir wissen leider aus Erfahrung, dass das nicht immer so ist“, sagte Schiessl mit Blick auf die boomende Baukonjunktur. Wer wollte, konnte sich sogar schon ein Musterzimmer anschauen.

Kreiskämmerer Norbert Merk, der die rekonvaleszente Landrätin vertrat (der Landkreis ist noch Betreiber des alten Heims), lobte den Bau als nächsten Schritt zum Gesundheitscampus, der rund um das Krankenhaus entstehen soll. Und dessen Geschäftsführer Thomas Lippmann stellte die Pflegekräfte in den Vordergrund. Euphorisiert von der Entscheidung des Bundestags, für zusätzliche Pflegestellen Milliarden auszugeben („ein historischer Tag“), sang ein Loblied auf die Pflegekräfte. „Die sind der wichtigste Faktor sowohl im Krankenhaus, als auch im Heim. Da können Neubauten so toll sein, wie sie wollen, ohne sie geht nichts.“

Danach ging es nach draußen, wo Bauleiter Uli Streit hoch oben seine Richtsprüche vortrug, während der Richtkranz von einem Kran in die Höhe gezogen wurde. Nach der Segnung des Neubaus durch Diakon Hans Steinhilber und dem Wunsch, „die Menschen sollen sich dort wohlfühlen“, ging es zum gemütlichen Teil über, mit Bier, Aperol Spritz und vielen Speisen, für die die WOB gesorgt hatte.

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