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Neue Möbel, neue Fußböden, neue Nasszelle: Heimleiter Christian Osterried ist zufrieden mit dem Fortschritt.

Heiliggeist-Spital in Schongau

Heim wird für die Zukunft fit gemacht

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Die Heiliggeist-Spital-Stiftung Schongau investiert und geht eine mögliche Zukunft mit Betreutem Wohnen aktiv an. Der Haushaltsplan 2019 weist ein Plus auf. „Der Kurs stimmt, wir haben einen hervorragenden Steuermann“, lobt Bürgermeister Falk Sluyterman Heimleiter Christian Osterried.

Schongau – „Wenn wir den Kurs so beibehalten, sind wir auf einem guten Weg.“ So fasste Rathauschef Falk Sluyterman jüngst die Erläuterungen zum Haushaltsplan der Heiliggeist-Spital-Stiftung zusammen. Das Budget geht nach oben, führte Heimleiter Christian Osterried im Stadtrat aus, erstmals stehen über 5 Millionen Euro im Erfolgsplan. Bei rund 5,3 Millionen Euro in den Erträgen und 5,1 Millionen in den Aufwendungen bleibt sogar ein Plus von knapp 170 000 Euro. Die Liquidität sei besser geworden, was ganz klar mit erhöhten Pflegesätzen zusammenhänge. „Da gibt es erstmals kein Minus mehr“, so Osterried. Auch würde verstärkt darauf geachtet, dass alle Einrichtungen Tariflöhne zahlen – was auch Schongau, natürlich mit Tariflohn, einen kleinen Puffer einbringe.

Gelder, die den Bewohnern des Altenheims nach und nach direkt zugutekommen. 2017 war bereits ein Musterzimmer renoviert worden. „Auf dieser Grundlage werden nun nach und nach alle Einzelzimmer komplett saniert“, erläutert Osterried. Ein neues Bad mit hilfreichen Ausstattungen wie einem kippbaren Spiegel, damit sich auch der Rollstuhlfahrer sieht. Die Fußböden werden ebenso erneuert wie die Möbel. Und, darauf ist der Heimleiter besonders stolz, von den neuen Zimmern im Erdgeschoss aus gibt es nun einen stufenlosen und barrierefreien Zugang zur Terrasse.

Insgesamt acht Zimmer sind mittlerweile bereits fertiggestellt, 2019 sollen in einem zweiten Bauabschnitt die nächsten acht Zimmer folgen. Pro Zimmer werden rund 20 000 Euro in die Hand genommen, in Summe also 160 000 Euro für acht Zimmer. Die Sanierung erfolgt wieder abschnittsweise. „Auch die Bewohner müssen mitspielen und jeweils vier bis sechs Wochen in ein anderes Zimmer umziehen.“

Insgesamt bietet das Heiliggeist-Spital in Schongau 114 Plätze an in 74 Einzelzimmern und 20 Doppelzimmern. Mit der Sanierung soll es auch über 2019 hinaus weitergehen, verrät Osterried. Es gebe erste Überlegungen, ob alles ein Pflegeheim bleiben soll, oder eventuell einzelne Zimmer oder Bereiche in Betreutes Wohnen umgewandelt werden sollen. „Wir haben Anfragen, und in Schongau gibt es bisher kein Betreutes Wohnen“, so Osterried. Daher mache man sich Gedanken, wie denn die Zimmer aussehen könnten. „2019 soll eine Entscheidung fallen.“ Hierbei wird, dies ist Osterried besonders wichtig, auch die Bevölkerung mit eingebunden. Für das erste Quartal ist eine Infoveranstaltung im Ballenhaus geplant, um bei den Schongauer Senioren das Interesse abzufragen und vielleicht auch schon konkret ein Gefühl dafür zu bekommen, wie groß denn so ein Appartement sein müsste.

Aus dem Erfolgsplan 2019 lässt sich der Beginn einer weiteren Renovierung herauslesen. Rund 250 000 Euro sind eingeplant für erste Arbeiten an der Heiliggeist-Kirche. Der Turm und die Gebäudefassade an der Wetterseite müssten dringend gemacht werden, vielleicht auch gleich der gesamte Baukörper außen. Innen stehen die Seitenaltäre zur Sanierung an. Hinter den zwei Stichwörtern „Konzertsaal“ oder „Büchereisaal“, die in der Stadtratssitzung unter Verweis auf Vorberatungen im Stiftungsrat fielen, verbergen sich Überlegungen, wie man insgesamt die Kirche künftig nutzen könnte, darüber werde nun diskutiert, so Osterried. „Ich habe ein Auge auf die Kirche.“ Neben der Viertelmillion für 2019 sind 2020 dann 530 000 Euro eingestellt, 2021 nochmal 70 000 Euro, also insgesamt 850 000 Euro.

Weitere Investitionen folgen im Mohrenhaus, die acht Wohnungen dort sollen barrierefrei und behindertengerecht gemacht werden, auch die zwei Wohnungen im Künstlerhaus stehen auf dem Plan. Ein Minus ist dann aber doch im Wirtschaftsplan verzeichnet: Im Forst stehen minus 38 000 Euro. Die vergangenen Jahre habe die Stiftung von der Bewirtschaftung der insgesamt 125 000 Hektar gut profitiert, so Osterried. Der kleine Heiliggeist-Wald liegt bei Kinsau, der große bei Denklingen. Durch die große Trockenheit und die vielen Stürme liege nun aber der Holzpreis am Boden, habe sich in den vergangenen drei Jahren halbiert.

Es gibt Überlegungen, einzelne Zimmer

in Betreutes Wohnen umzuwandeln

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