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Da schaut der Gallenstoaner-Chef Franz Linder (li.) kritisch: Was wollen die Legionäre in seinem Hoheitsgebiet? Eine grandiose Einlage auf die Bühne bri ngen!

Trachtenball im Helgoland

Helgoland wird zum gallischen Dorf

Die Hohenfurcher Gallier waren ausgezogen, das Trachtenheim auf dem Schongauer Helgoland zu erobern. Doch was musste Majestix (alias Trachtler-Vorstand Franz Linder) sehen, als er sich auf seinem Schild durch den Saal ziehen ließ? Lauter Deserteure! Die Hälfte seiner Gäste im vollbesetzten Saal waren als Römer erschienen. O tempora, o mores!

Schongau – Dabei hätte das Motto des Trachtenballs der Schwalbenstoaner Hohenfurch nicht treffender sein können, denn in Ermangelung einer passenden Lokalität im eigenen Ort feierten sie zum zweiten Mal im „Lager“ der Schloßbergler Schongau. Der Stimmung tat das natürlich in keinster Weise einen Abbruch, denn die beiden Vereine feiern lieber zusammen, als dass sie sich verhauen. Da tanzt Cäsar mit Gutemine, Miraculix mit einem Legionär und Automatix mit Troubardix zur tollen Stimmungsmusik der Blaskapelle Hohenfurch unter der Leitung von Wilhelm Binder – auch ein Römer.

Die stets rappelvolle Tanzfläche leerte sich nur, wenn eine der grandiosen Einlagen anstand. Den Anfang machte der Hohenfurcher Faschingsclub mit Prinzenpaar Cindy I. Thronfolgerin vom Königreich der Narren und Christoph I. zum bayerischen Hofe der Melodie, die in ihrer lustigen Rede von einer Hochzeit mit Hindernissen und den Stromspar-Tipps der „Huaberin“ zu berichten wussten und damit die Lachmuskeln der Gäste strapazierte.

Die Gallier sind los!

Schweinisch wurde es beim Auftritt von Fritz Linder und Jürgen Fischer, die als Wildsäue Schweini und Keili den Fremdgeruch im Trachtenheim nicht einordnen konnten. Kam er von den „Gallenstoanern“ mit ihrem Chef „Arbeitverteilix“? Oder vom „Trifftnix“ oder dem „Kreuzkrautvernichtix“? Doch trotz feiner Nasen rochen sie den Wildschwein-Liebhaber Obelix zu spät, der sie kurzerhand unter die Arme klemmte und unter Applaus von der Bühne trug.

Diese eroberten kurz darauf ein Legionär mit seinen fünf „Legionellen“, doch keine original römischen, sondern Schongauer mit einem blauen Auge. Und die fragten sich ein ums andere Mal, warum die Hohenfurcher den Schongauern so haushoch überlegen sind – unglaublich witzig und gesanglich phänomenal dichteten sie dafür bekannte Lieder um, machten aus „Heidi“ von Django 3000 die Margot und aus „Papa Joe“ von The Sweet „Papa Jo“.

Den Abschluss der Auftritte bildete um Mitternacht der Showtanz der Hohenfurcher Prinzengarde, doch die Musik spielte noch weit darüber hinaus für die begeisterten Gäste auf, die, wie in den bekannten Comics, noch lange bei einem gelungenen Festmahl zusammensaßen, mit Zaubertrank und bester Laune. Ohne dass ihnen der Himmel auf den Kopf fiel.

Christine Wölfle

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