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Sie machen die „Henkerstochter“ zum Festspiel: (v.l.) Manfred Wodarczyk („Schongauer Sommer“), Maximilian Geiger und Michael Boos (Theaterverein „Treibhaus“).

Festspiel im Sommer 2019 in Schongau

Vorfreude auf die „Henkerstochter“

  • Elena Siegl
    vonElena Siegl
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Der „Schongauer Sommer“ erzählt heuer die Geschichte der „Henkerstochter“ weiter. Doch bevor das Festspiel auf der Freilichtbühne zu sehen ist, liegt noch viel Arbeit vor den Mitwirkenden.

Schongau – Während sich draußen der Schnee türmt, schmiedet eine Gruppe im Rainer-Endisch-Saal in Herzogsägmühle schon große Pläne für den Sommer. Im Juli ist auf dem Bürgermeister-Schaegger-Platz in Schongau Premiere für „Die Henkerstochter und das Spiel des Todes“ – als Welturaufführung. Die Vorbereitungen dazu laufen auf Hochtouren.

Dass das erste „Henkerstochter“-Festspiel – nach Band 1 der Bestseller-Saga von Oliver Pötzsch – bereits drei Jahre her ist, können die Verantwortlichen um Michael Boos, Maximilian Geiger (Theaterverein „Treibhaus“) und Manfred Wodarczyk („Schongauer Sommer“) kaum glauben. Aber sie haben gute Erinnerungen an das Theaterstück, das sie 2016 zusammen auf die Freilichtbühne brachten. „Das war ein unglaubliches Ereignis, von dem wir heute noch zehren“, sagt Boos. So sehen das offenbar auch die meisten Statisten und Schauspieler, die bereits 2016 auf der Bühne standen. Viele von ihnen sind auch heuer wieder mit dabei. Doch lassen sich auch einige neue Gesichter unter den Darstellern finden. Zum ersten Kennenlernen haben sich die rund 70 Mitwirkenden nun getroffen. In den kommenden Wochen werden sie viel Zeit miteinander verbringen.

Bis die „Henkerstochter“ aber tatsächlich vor Publikum aufgeführt wird, liegt noch viel Arbeit vor den Akteuren. Bühnenbild und Kostüme müssen fertig gestellt werden, die Technik ist geordert, und auch für die musikalische Gestaltung gibt es schon Pläne. Die erste Probe der Schauspieler steht Ende Februar an. Ab dann wird fast jedes Wochenende in unterschiedlichen Konstellationen geprobt.

Die Hauptrollen übernehmen wieder Eleyne Wenninger als Henkerstochter Magdalena Kuisl, Maximilian Geiger (der auch Regie führt) als Simon Fronwieser, und Dominik Nierer als Henker Jakob Kuisl. Auch mehrere Kinder spielen mit. Jede ihrer Rollen ist doppelt besetzt, damit sie sich bei den Aufführungen abwechseln können.

Insgesamt sind über 2000 Karten im Verkauf. 763 statt 680 Sitzplätze gibt es heuer auf der Tribüne. Auch die Aufführungszahl wurde erweitert. An zehn Tagen ist die „Henkerstochter“ zu sehen, 2016 waren es acht. Damals waren alle Aufführungen ausverkauft. Ein Ziel, das die Organisatoren auch 2019 verfolgen. Schon jetzt, ein halbes Jahr vor der Aufführung, wurden 1255 Karten verkauft.

Einem Wunsch vieler können die Organisatoren allerdings nicht nachkommen: Es gibt auch heuer keine festen Sitzplätze. Weil es verschiedene Vorverkaufsstellen gibt, würde der dafür nötige Aufwand den Rahmen sprengen. Damit jeder rechtzeitig einen Platz findet, beginnt der Einlass bereits eineinhalb Stunden vorher. Langweilen muss sich bis Vorstellungsbeginn allerdings niemand. „Wir planen ein tolles Rahmenprogramm“, erklärt Wodarczyk.

Dass das Theaterstück für alle zugänglich ist, ist den Organisatoren wichtig. Zur Generalprobe wollen sie deshalb Menschen einladen, die sich die Karte sonst nicht leisten könnten.

Aufgeführt wird „Die Henkerstochter und das Spiel des Todes” am 19./20./21. Juli, am 25./26./27./28. Juli und am 1./2./3. August jeweils um 20 Uhr auf der Freilichtbühne am Bürgermeister-Schaegger-Platz. Tickets gibt es unter www.theaterverein-treibhaus.de und www.schongauer-sommer.de. 32 Euro kostet die Karte im Vorverkauf, 35 Euro an der Abendkasse.

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