Da war eine Party mit Menschenmassen noch kein Problem: Die Hexennacht in Schongau muss in diesem Jahr Corona-bedingt ausfallen. Stattdessen gibt es eine Ultra-Light-Version des Events, der in jedem Herbst Scharen in die Altstadt gelockt hat.
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Da war eine Party mit Menschenmassen noch kein Problem: Die Hexennacht in Schongau muss in diesem Jahr Corona-bedingt ausfallen. Stattdessen gibt es eine Ultra-Light-Version des Events, der in jedem Herbst Scharen in die Altstadt gelockt hat.

In der Schongauer Altstadt

„Hexennacht-Superlight“ mit Kürbis-Schau

  • Barbara Schlotterer-Fuchs
    vonBarbara Schlotterer-Fuchs
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Gar grausige (verkleidete) Gestalten hatte man in den vergangenen Jahren pünktlich zu Halloween bei der Hexennacht angetroffen. Die große Grusel-Party in der Schongauer Altstadt muss heuer Corona-bedingt leider ausfallen. Stattdessen gibt es Mitte Oktober eine Art „Hexennacht-Superlight“.

Schongau – Keine Marktsonntage, keine Hexennacht. Ein trauriges Jahr, das die Belebung der Schongauer Altstadt nicht unbedingt leichter macht. Trotzdem hat sich die Werbegemeinschaft überlegt, zusammen mit „Schongau belebt“ zumindest eine kleinere Version der Veranstaltung anzubieten. Bei der Werbegemeinschaft hat man sich überlegt: „Es wäre schade, wenn alles ins Wasser fällt“, so Geschäftsfrau Maria Mader von der Werbegemeinschaft.

Statt Hexennacht gibt es am Freitag, 16. Oktober, eine lange Shopping-Nacht bis 20 Uhr, am Samstag, 17. Oktober, kann bis 16 Uhr in der Altstadt eingekauft werden. Sicherlich wird es in einigen Geschäften wieder eigene kleine Aktionen geben.

Eine große Bühne soll am Marienplatz stehen

Die große Bühne am Marienplatz: Geht nicht, wegen der Menschenansammlungen. Aber immerhin: Musik wird es geben. Und zwar live am Freitagabend von 18 bis 20 Uhr sowie am Samstag ab 13 Uhr – alles am Marienplatz.

Kürbisse diesmal nicht am Marienbrunnen

Und auch ein ganz besonderes Highlight der Hexennacht wird heuer der Pandemie zum Opfer fallen: Der Marienbrunnen darf nicht mehr Bühne für die große Kürbis-Show sein. Die selbst geschnitzten Kürbisse, wahre Kunstwerke von kleinen und großen Meistern, die immer am Marienbrunnen in trauter Eintracht zu bewundern waren, können heuer so in ihrer ganzen Pracht auf einen Haufen nicht ausgestellt werden. Zu groß ist die Gefahr, dass man hier am Brunnen beim Betrachten der orangen Meisterwerke ungewollt auf Tuchfühlung geht.

Auf die Prämierung der Kürbisse will man nicht verzichten

Auf eine Prämierung der Kürbis-Kunst will man dennoch nicht verzichten, diese ist immer besonders spannend. „Die Kürbisse werden bei uns vor den teilnehmenden Geschäften ausgestellt“, so Maria Mader. Wer also Punkte vergeben möchte und somit selbst auch gewinnen könnte, darf an den Geschäften die Schnitzkunst genauer unter die Lupe nehmen. „Wenn die Kürbisse in der Stadt verteilt sind, kann der Abstand besser gewahrt werden.“ Die Zettel zum Ausfüllen liegen in den Geschäften bereit.

Es ist schwer, etwas Attraktives anzubieten, ohne dabei einen Menschenauflauf zu verursachen. Maria Mader und ihre Mitstreiter setzen auf die Vernunft der Leute: „Damit es an diesem Wochenende – mit Abstand – die beste Veranstaltung wird.“

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