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Kreut

Prächtige Exemplare

Hier stehen die neuen Maibäume im Schongauer Land

Fünf Maibäume sind am Dienstag im Schongauer Land aufgestellt worden. Kräftig gearbeitet wurde in Schongau, Schwabniederhofen, Schwabsoien, Kreut und Ludenhausen.

Schongau

 Die neuen Laternen erforderten Präzision beim Aufstellen des Maibaums am Münztor. Zahlreiche Besucher verfolgten gespannt, wie der Trachtenverein, musikalisch unterstützt von der Stadtkapelle, Maßarbeit leistete. Nur wenige Zentimeter waren zwischen der neu aufgestellten Laterne und der Maibaumspitze, als dieser in Position gebracht und per Kran aufgerichtet wurde. Stolze 30 Meter misst laut Trachtenvereinsvorstand Markus Wölfle der neue Baum, der, gestrichen in frischem Weiß und Blau, die Einfahrt zur Altstadt verschönert. Natürlich wurde er nach altem Brauch am Thomastag geschlagen. Dann ist nämlich am wenigsten Saft im Stamm und dieser besonders haltbar. Gelagert und gut bewacht in Kooperation mit der Stadtkapelle und dem Veteranenverein wurde er anschließend in der Reßle-Scheune. Dort legten Konrad Horn und Ehrenvorsitzender Franz Dietrich Hand an und verpassten dem Fichtenstamm seine schmucke Farbe. Für die erneuerten Tafeln sorgte Hermann Geiß. Der erste Schongauer Maibaum stand übrigens vor dem Münzgebäude. Als die Tradition 1975 wieder aufgenommen wurde, hatte der Baum einen Standort am Bahnhof, bevor er auf Anregung des damaligen Bürgermeisters Luitpold Braun seinen heutigen Platz am Schwanenweiher bekam.

Schwabniederhofen 

„Mit Herz und Liebe bewahren, was Heimat ist“, haben sich die Maibaumfreunde Schwabniederhofen auf ihre Fahne geschrieben. Und natürlich auch auf eine der Blechtafeln, die am neuen Maibaum zu sehen sind. Zwanzig an der Zahl insgesamt. Maurer, Zimmerer, Maler, das Wirtshaus, die Feuerwehr und Schützen. Ganz oben neben den Fallschirmspringern steigt der Kaminkehrer den Bürgern aufs Dach. All die Tafeln hat Künstler Paul Ressl aus Altenstadt frisch nachgemalt. Und den kerzengeraden Baum, an dem die Tafeln prangen, hat die Waldgenossenschaft Schwabniederhofen gespendet. Eine Woche lang wurde das gute Stück rund um die Uhr bewacht, pünktlich zum 1. Mai wird der prächtige Baum aufgestellt. Bürgermeister Albert Hadersbeck bedankt sich bei den Maibaumfreunden für die besondere Geste. Pfarrer Siegfried Beyrer segnet den Baum. Dann geht es Schlag auf Schlag. Dabei dauert es keine 20 Minuten, dann steht das Stangerl. Trotz Pause für eine musikalische Einlage. Doch der Kraftakt kommt noch. Der dicke Haltegurt unterhalb der Spitze muss entfernt werden. Ein Fall für Andreas Helm, da ist er Spezialist. Barfuß klettert er über die neun Quereisen der Zunfttafeln in knapp 30 Meter Höhe. Beifall für ihn von den vielen Gästen, ein Tusch der Musikkapelle. Der Boden hat ihn wieder. Ein zünftiger Nachmittag in Schwabniederhofen beginnt.

Schwabsoien 

Einen besonders prächtigen Maibaum stellte die Landjugend in Schwabsoien auf. Knapp 34 Meter hoch und mit 36 Schmucktafeln bestückt, ragt der in Weiß und Blau gestrichene Fichtenstamm als Wahrzeichen über den Ort. Viele Besucher verfolgten gespannt, wie nach dem Umzug der Baum zum Aufrichten vorbereitet wurde. Die Tafeln waren von Stephan Langer farblich aufgefrischt und bei Bedarf nach alten Motiven neu gestaltet und ersetzt worden. Als schließlich alles an Ort und Stelle war, spendete Pfarrer Karl Klein den kirchlichen Segen, bevor der massive Stamm per Kran vorsichtig aufgerichtet wurde. Als der Maibaum mit Holzkeilen gerade gerichtet und perfekt aufgestellt war, ging es ins Bierzelt vor der Kirche, um das Ereignis gemütlich ausklingen zu lassen.

Kreut 

Bereits zum dritten Mal wurde in Kreut von der Dorfgemeinschaft ein Maibaum aufgestellt. Und zwar ganz traditionell mit Muskelkraft. Gefeiert wurde dann in der Scheune am Arche Noah-Hof. Während die Herren der Schöpfung beim Maibaumaufstellen die Muskeln spielen ließen, sorgten die Damen für das leibliche Wohl. Exakt 16,10 Meter misst der schlichte, heimische Fichtenstamm, der geschält und mit Schmucktafeln bestückt, seine letzten Jahre als Maibaum fristen darf. Mittels Holzbock, Stangen, aufgeregten „a bissl num muass er no“- Rufen und einer Seilwinde wurde der Maibaum in aufrechte Position gebracht. Und als schließlich ein „Guat, der Baum steht!“, die vollbrachte Tat verkündete, sorgte Musiker Alois Brustmann mit einem zünftigen Tusch auf der Trompete für einen würdigen Abschluss der Aktion.

Ludenhausen

Mit Hilfe der ganzen Dorfgemeinschaft rückt der Maibaum immer mehr in die Horizontale. Ein paar ältere Herren stehen dabei und erinnern sich an die Zeiten, als sie selbst noch Hand anlegten. Gut 50 starke Männer sind am Werk, packen kräftig an. „So an mords Baum ham ma scho gut 30 Jahr nimmer ghabt, und a Läng hot er o no“, meint einer der zusehenden Herren. In die Grube passt er mit seinem 60 Zentimeter Durchmesser zunächst gar nicht hinein, er muss erst Späne lassen. Mit Hilfe der Schwalbenpaare und gesichert durch zwei Kräne gilt es, ihn mit Kommandos langsam emporzuhieven. Das Ganze dauert fast zwei Stunden. 38 Meter misst dieser Prachtbaum. Für ihn haben sie zwei Wochen lang Girlanden gewunden. Vor dem Baum mit seiner grünen Spitze und den riesigen schwingenden Kränzen positioniert sich nun der Musikverein Reichling. Ein malerisches Bild, zwischen Feuerwehrhaus und Happerger im Hintergrund die Kirche. Nach der Bayernhymne ist für die zahlreichen Zuschauer die Zeit vor dem Happerger vorbei, nun geht es hinein. Hier warten schon Gegrilltes und Braten, Kaffee und Kuchen.

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