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Ein wärmendes Feuer war an manch kaltem Abend am Historischen Markt dringend nötig.
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Bilanz

Historischer Markt in Schongau rundum gelungen - mit zwei Ausnahmen

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Der mit zwölf Tagen längste Historische Markt aller Zeiten in Schongau war laut Veranstalter Manfred Wodarczyk, Vorsitzender des Vereins Schongauer Sommer, wieder ein voller Erfolg. Nur das zum Teil kalte und regnerische Wetter störte – und ein Parkchaos am vergangenen Montag.

Schongau– Glühwein wäre Mitte vergangener Woche bestimmt gut weggegangen beim Mittelaltermarkt auf dem Volksfestplatz. Vor allem abends waren bei Temperaturen unter zehn Grad eher Winterklamotten gefragt als sommerliches Outfit. Weil die Besucher sich in diesen Tagen logischerweise rar machten („wobei 1000 Besucher immer da waren“), wurde wegen des Kälteeinbruchs auch der angepeilte Bierabsatz-Rekord, der vergangenes Jahr bei elf Tagen Markt aufgestellt wurde, nicht erreicht. „Aber das ist nicht wichtig. Mich hat die durchweg positive Resonanz von Besuchern, Fieranten und Essensständen gefreut“, sagte Wodarczyk. Vor allem das Finale mit dem Wochenende sowie den zusätzlichen Tagen am Montag und Dienstag war bei bestem wetter noch einmal super besucht, da ging manchem Standbetreiber sogar das Essen aus.

Das Thema Sicherheit, nach unschönen Vorfällen mit Asylbewerbern aus dem Vorjahr ein großes Thema im Vorfeld, spielte überhaupt keine Rolle, sagt Wodarczyk erleichtert. Der Sicherheitsdienst sei aufgestockt worden, am Wochenende seien bis zu zehn Mann im Einsatz gewesen, es hätte auch noch kurzfristig nachgeordert werden können – doch das war alles nicht notwendig. Die kleinen Streitereien, die ein fest dieser Größenordnung immer mit sich bringen, hätten alle problemlos geregelt werden können. „Das einzige mal, dass die Polizei bei uns vorbeigeschaut hat, war, weil sich die Beamten etwas zum Essen geholt haben“, sagt Wodarczyk lachend.

Für viele Fieranten ist der Historische Markt in Schongau laut Wodarczyk mittlerweile eine der Top-Mittelalter-Adressen in ganz Deutschland. „Ich bekomme ständig Anfragen, wer alles kommen will, auch von Musikgruppen“, sagt er. Dabei waren dieses Jahr wegen des langen Markts sowieso schon mehr Bands da als in den Vorjahren. Was Wodarczyk freut, ist das positive Votum, das auswärtige Gäste abgeben. Ein Urlauber-Paar habe ihm gesagt, wenn Sie gewusst hätten, wie schön der Markt in Schongau sei, hätten sie sich den Besuch des Bozner Markts in Mittenwald gespart. Der kostet zudem fünf Euro Eintritt, in Schongau ist der Zugang traditionell kostenlos.

Was Wodarczyk auch gefallen hat: Bürgermeister Falk Sluyterman hat mitsamt seiner Ehefrau beim Bierausschank mitgeholfen. „Da konnten sie sich mal ein Bild machen, was hier los ist. Das finde ich toll.“ Schließlich ist das Verhältnis zur Stadt nicht immer ungetrübt, wiederholt hat Wodarczyk mangelnde Unterstützung beklagt. Er will in Kürze mit dem Rathauschef Essen gehen, da wird es sicher wieder um das leidige Thema Toilettenwägen gehen. „Die Fieranten selbst haben am Ende noch für die Toilettenfrauen gesammelt, weil sie die Klos so sauber gehalten haben. Aber es müsste dringend eine neue Toilettenanlage her“ – möglichst mit Duschmöglichkeit für die vielen Aussteller und Künstler.

Über das einzige Thema, das ihn richtig geärgert hat, wird Wodarczyk vermutlich ebenfalls mit Sluyterman sprechen. Nämlich über das Park-Chaos. Schon jetzt sind die Parkmöglichkeiten am Volkfestplatz angespannt, weil auch das Plantsch viele Besucher anzieht. Wenn jedoch, wie am Montag, gleichzeitig eine Party am Lido stattfindet, gibt kein Durchkommen mehr – im Notfall nicht einmal für Rettungsfahrzeuge. „Ich habe mir das angeschaut, das war unglaublich. So eine Veranstaltung kann nicht gleichzeitig mit dem Historischen Markt genehmigt werden.“

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