Die Baustelle für das Hochregallager wird bereits vorbereitet: Auf der linken Seite das bestehende Hochland-Produktionsgebäude, daneben sind bereits die Erdbewegungen zu erkennen.
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Die Baustelle für das Hochregallager wird bereits vorbereitet: Auf der linken Seite das bestehende Hochland-Produktionsgebäude, daneben sind bereits die Erdbewegungen zu erkennen.

Käsewerk in Schongau

Hochland: Hüttenkäse und Baubeginn ab August

  • Elke Robert
    vonElke Robert
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Die Arbeiten für die Verlagerung der Hüttenkäse-Produktion in das Hochland-Werk in Schongau liegen voll im Zeitplan: Die Montage der neuen Anlagen ist so gut wie abgeschlossen. Ab August soll der Gervais Hüttenkäse aus Schongau kommen. Auch die Vorbereitungen für das geplante Hochregallager werden bereits getroffen.

  • Seit einem Jahr läuft in Schongau die Bauleitplanung für ein neues Hochregallager bei der Firma Hochland, nun kann es ins Detail gehen
  • Ab August sollen die Bauarbeiten starten, hofft die Werksleitung
  • Ebenfalls ab August könnte bereits der Gervais Hüttenkäse in der Lechstadt produziert werden

Schongau – Im Schongauer Hochlandwerk an der Bernbeurener Straße ändert sich derzeit einiges. Wie Stefan Mayer, Leiter des Schongauer Werks, auf Anfrage der Schongauer Nachrichten berichtet, ist man schon dabei, die Produktion des Gervais Hüttenkäses in Schongau aufzubauen. Die Anlagen seien fast fertig.

„Nach Ostern werden wir mit Testfahrten beginnen“, so Mayer, die Inbetriebnahme ist dann für Mai geplant. Voraussichtlich ab August wird Gervais Hüttenkäse dann aus Schongauer Produktion ausgeliefert werden. Bisher werden die Produkte für Hochland im Danone-Werk in Rosenheim hergestellt.

Aus zwei bisherigen Lagern wird die Produktionsstätte für den Hüttenkäse

Um Platz für die Hüttenkäse-Produktion zu schaffen, wurden ein bestehendes Fertigwarenlager sowie ein Packmateriallager im Werk zu Produktionsräumen umgebaut. Ersatz für diese Lagerflächen sollen in einem Hochregallager entstehen. Hierfür laufen seit Monaten alle Vorbereitungen, um die baurechtlichen Voraussetzungen zu schaffen. Knapp ein Jahr hatte es gedauert, bis das notwendige Bauleitverfahren abgeschlossen werden konnte. Der Bebauungsplan hatte jüngst nach der Auslegungsphase die letzte Hürde genommen, im Bauausschuss war der Satzungsbeschluss gefasst worden.

Das Hochregallager entsteht direkt angrenzend an das bestehende Werksgebäude an der Bernbeurener Straße. Erste Vorarbeiten haben begonnen, wie Mayer berichtet: Derzeit werden rund 400 Bohrpfähle in den Boden getrieben, um das Bestandsgebäude zu sichern, wenn direkt daneben der Keller für das Hochregallager ausgehoben wird. Ein detaillierter Bauantrag soll dem Bauausschuss demnächst vorgelegt werden. Man hofft bei Hochland, dass man bereits im August mit den eigentlichen Bauarbeiten für das Hochregallager beginnen kann. „Mit der Inbetriebnahme rechnen wir im Juli 2022“, so Mayer.

Das Hochregallager bietet Platz für 10.000 Paletten

Das voll automatisierte Hochregallager soll mit zwei Klimazonen ausgestattet werden. Geplant sind insgesamt rund 10 000 Palettenstellplätze für gekühlte Fertigware und ungekühlte Hilfs- und Betriebsstoffe. Außerdem sollen sechs Verladerampen und ein Versandgebäude entstehen. Die erwarteten Kosten für das aktuelle Projekt – Verlagerung Hüttenkäse und Bau Hochregallager – werden im zweistelligen Millionenbereich liegen, heißt es seitens Hochland.

Das bereits im Jahr 1996 fertiggestellte Werk war ursprünglich für eine Produktion von rund 35 000 Tonnen Frischkäse und Weißkäse ausgelegt. Seitdem ist Hochland stetig gewachsen, im Jahr 2020 lag die Produktionsmenge bei rund 55 000 Tonnen. „Bis 2022 rechnen wir mit circa 60 000 Tonnen, nicht nur durch die Produktion von Hüttenkäse, auch mit Weißkäse und Frischkäse wollen wir weiter wachsen“, so der Schongauer Werksleiter.

Im Zuge der Erweiterung der Hochlandwerke in Schongau ist auch die Beschäftigtenzahl stetig gestiegen: Sie liegt derzeit bei 600 Mitarbeitern. „In den vergangenen Monaten haben wir rund 50 neue Arbeitsstellen aufgebaut, nicht allein für die neue Hüttenkäse-Produktion, auch in der Weißkäse-Abteilung brauchten wir zusätzliche Arbeitskräfte“, erklärt Mayer. Gesucht waren Fachkräfte wie Elektriker, Mechaniker, Molkereitechniker, Molkereimeister und Milchtechnologen.

Ab Mai sollen die Mitarbeiter mit der neuen Abteilung starten

Die Rekrutierung für die neue Hüttenkäse-Abteilung sei so gut wie abgeschlossen, so der Werksleiter, die neuen Mitarbeiter würden bereits eingearbeitet und trainiert, damit man im Mai mit der neuen Abteilung starten kann.

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