Kein Happy End bei Sat1-Kuppelshow

Hochzeit auf den ersten Blick: Daniel Blums Frau wollte ihm eine „klatschen“

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Aus, vorbei, nichts geht mehr: Die SAT 1-Serie „Hochzeit auf den ersten Blick“ ist zu Ende, und mit ihr auch die Ehe des Schongauer SPD-Ortsvorsitzenden Daniel Blum mit Gattin Michelle. Das einst strahlende Brautpaar wäre sich nach sechs Wochen, in denen es sich eigentlich kaum gesehen hat, fast an die Gurgel gegangen.

Schongau – Während bei der Traumhochzeit zwischen Blum (29) und Michelle (28) auf einem Schloss in Sachsen-Anhalt noch alles rund lief und das Paar, das sich vor dem Standesamt zum ersten Mal gesehen hat, zärtlich und glücklich wirkte, machte der kurze Vorausblick auf die Abschlussfolge am vergangenen Sonntagabend wenig Hoffnung. Michelle, die direkt nach der Hochzeit nach Schongau gekommen war, weil Blum wegen Urlaubsüberschneidungen in der Geschäftsleitung nicht spontan, freimachen konnte, sagt zwar noch in die Kamera: „Besser hätte es nicht laufen können“. Doch die Bilder zeigen ein Paar, das sich anfühlt, als wäre es schon ewig zusammen und hat sich längst auseinandergelebt. „Warum kommst Du so spät heim?“, „Wolltest Du nicht mit dem Rauchen aufhören?“, sagt sie zu ihm. Es hat etwas Trostloses, wie sie zusammen in Blums Wohnung schweigend grüne Suppe schlürfen.

Trotzdem kommt die Ankündigung von Michelle, bereits nach drei Tagen ihre Koffer zu packen und wieder heim zu ihren Eltern nach Tuttlingen zu ziehen, überraschend. Vor allem wegen der Begründung: „Mir ist die Nähe zu viel, damit bin ich überfordert. Es ging alles so schnell, das hatte ich nicht geplant“, sagt Michelle in die Kamera – was die Frage aufwirft, ob sie das Format nicht verstanden hat. Zumal Blum um 6 Uhr in die Arbeit ging, ihr noch einen netten Zettel zurückgelassen hat und erst gegen 17 Uhr wiederkam.

„Ich brauche meine Ruhe“, sagt sie zum Abschied, „nimm Dir die Zeit, wir bleiben im Kontakt, ich freue mich, wenn Du wieder da bist“, sagt er verständnisvoll. Jetzt abends in die leere Wohnung heimzukommen, sei wie ein schwarzes Loch, sagt Blum. Er versteht die Welt nicht mehr: „Sie hat bei der Hochzeit zuerst meine Hand genommen. Es gab kein Zeichen, dass es zu viel ist.“ Das gibt Michelle im Gespräch mit den Psychologen auch zu: Sie habe anfangs Nähe gesucht, doch dann sei zu viel zurückgekommen, damit komme sie nicht klar.

Ihr war die Nähe zu viel, aber in die Flitterwochen wollte sie schon noch

Blum bespricht sich mit seiner Mutter, die ihm Mut macht: „Aufgeben nach drei Tagen geht auf keinen Fall.“ Er hofft noch auf die nachgeholten Flitterwochen, doch ihm ist klar: Wie soll das funktionieren? Wo ihr jetzt schon die Nähe zu viel ist, wo er den ganzen Tag nicht da ist? So nimmt das Desaster seinen Lauf. Er schreibt ihr täglich lange Handy-Nachrichten, von ihr kommen nur kurze oder keine Antworten zurück. „Das Kribbeln ist jetzt weg“, sagt Blum enttäuscht. Nach zehn Tagen schaut Michelle erstmals wieder in Schongau vorbei, überrascht mit der Nachricht, dass sie sich auf die Flitterwochen freue („ich hoffe, dass wir weitermachen“) – und fällt aus allen Wolken, dass er darauf keine Lust mehr hat. „Das ist ein Schlag ins Gesicht. Wir haben gesagt, dass wir kämpfen“, sagt sie. Die beteiligten Psychologen sind mehr und mehr ratlos ob der verfahrenen Situation.

Schließlich folgt der große Showdown: Nach sechs Wochen kommt das Paar wieder zusammen an den Ort der Hochzeit und muss sagen, ob es verheiratet bleiben oder die Scheidung will. Die Stimmung ist frostig. Michelle schaut sich die auf DVD zusammengeschnittenen Szenen der Hochzeit nicht einmal an. „Ich empfinde nur noch Hass und Wut“, sagt sie. Blum zieht irgendwann die Reißleine, ruft „mir reicht es jetzt“, spricht auch von Wut und stürmt ins Freie. „Wenn eine Seite nichts investiert, kann es nicht klappen“, sagt er. Gegenüber den Psychologen äußerst Michelle sogar, „ich möchte ihm eine Klatschen“. Das war’s. Zurück bleiben frustrierte Psychologen, die dachten, sie haben ein Traumpaar zusammengefügt.

Video: Glomex

Rubriklistenbild: © Screenshot: Sat 1

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