Jahresstatistik Schongau

Der einsame Hochzeits-Rekord

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Der starke Aufwärtstrend bei der Geburtshilfe am Schongauer Krankenhaus macht sich auch in der Statistik bemerkbar: Seit Jahrzehnten wurden nicht mehr so viele Kinder beurkundet wie 2017. Auch die Zahl der Hochzeiten ist ein einsamer Rekord.

Schongau – Schon 2016 lag die Zahl der Hochzeiten in Schongau mit 83 auf einem langjährigen Hoch, doch das ist vergangenes Jahr locker getoppt worden: Genau 100 Hochzeiten – die letzte Trauung nahm Bürgermeister Falk Sluyterman höchstpersönlich vor – sind noch nie erreicht worden. Dasselbe gilt für die Zahl der neugeborenen Kinder, die am Standesamt in Schongau beurkundet worden sind: 455, nach 432 im Jahr zuvor, bedeuten ebenfalls den höchsten Wert seit Jahrzehnten. Waschechte Schongauer waren es 118, auch das ist mehr als in den meisten Jahren zuvor. Nur 2014 gab es mit 129 neuen Schongauer Erdenbürgern einen Ausreißer nach oben.

Rechnet man zu den 118 neuen Schongauern die 156 Todesfälle dazu, ergibt sich wie fast überall in Deutschland ein negatives Einwohnersaldo. Allerdings liegt die Zahl der Zuzüge deutlich im Plus: 956 Menschen zogen nach Schongau, 869 verließen die Stadt, macht also insgesamt ein Plus bei den Einwohnern auf jetzt 12 668 – minimal mehr als die 12 617 aus dem Jahr zuvor. Auch interessant: Satte 561 Umzüge gab es innerhalb eines Jahres in Schongau. Der Ausländeranteil stieg etwas an: Waren 2016 noch 18,3 Prozent aller Schongauer ausländischer Herkunft, stieg dieser Anteil in 2017 auf 19 Prozent.

Die weibliche Vornamen-Verteilung der am Schongauer Standesamt gemeldeten Neugeborenen ist im vergangenen Jahr nicht so eindeutig gewesen wie noch 2016, als es gleich 14 Marias gab und jeweils neun Mal die Namen Johanna, Magdalena und Marie sowie je acht Mal Sophia und Sophie gewählt wurden. 2017 gab es kurioserweise keine einzige Maria und nur eine Marie – Anna war mit acht nennungen der häufigste weibliche Vorname am Schongauer Standesamt, gefolgt von Emma, Hanna, Lena, Leonie und Sophia (je 6). Fünf Mädchen wurden im Vorjahr Magdalena, Marina und Paulina genannt.

Auch bei den Buben gab es einen Wechsel: Der 2016 mit acht Nennungen beliebteste Vorname Leon liegt 2017 mit fünf Kindern nur auf Platz drei gleichauf mit Elias. Vorne liegen gleichauf die beiden Evangelisten-Namen Johannes und Lukas, für die sich die Eltern je neun Mal entschieden haben – Lukas war auch im Vorjahr schon auf Platz zwei gelegen. Nach dem ebenfalls biblischen Namen Simon wurden sechs Buben benannt. Eher ungewöhnliche Vornamen gab es auch, bei den Mädchen zum Beispiel Chimamanda, Daylina und Letty, bei den Buben Fiete, Horacy und Lazaros. Von den 455 Kindern haben 170 zwei Vornamen, zehn sogar drei – und ein Mädchen darf sogar mit vier Vornamen durchs Leben gehen. Dieser vierte Name lautet Imogen.

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