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Wegen höheren Anforderungen

Volkshochschulen im Landkreis planen Zusammenschluss

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Seit Jahren arbeiten die Volkshochschulen Schongau und Peiting eng zusammen, doch künftig reicht das nicht mehr: Weil es neue Voraussetzungen gibt, müssen die Volkshochschulen im Landkreis einen Verbund gründen, um nicht ihren Status zu verlieren.

Schongau/Peiting – Das halbjährlich erscheinende Programmheft wird gemeinsam von den Volkshochschulen Schongau und Peiting erstellt, auch die Statistik für den Bayerischen Volkshochschulverband wird in Zusammenarbeit erstellt. Verwaltung und Kursplanung werden von beiden VHS eigenständig erledigt – doch das reichte, um die Vorgaben für den Erhalt staatlicher Zuschüsse und die Mitgliedschaft im bayerischen VHS-Verband zu erhalten.

Doch bereits vor zwei Jahren wurde vom Verband beschlossen, ab 2021 neue Mindestvoraussetzungen festzulegen, um die Leistungs- und Zukunftsfähigkeit der VHS dauerhaft zu sichern. Dabei erfüllen die beiden Einrichtungen in Schongau und Peiting zusammen fünf Vorgaben (mindestens fünf Programmbereiche, Kontinuität der Erwachsenenbildung über mindestens drei Jahre, 150 Veranstaltungen, 2400 Teilnehmer, 1200 Doppelstunden) – nur die sechste Hürde, die geforderten 30 000 Teilnehmerdoppelstunden, schaffen sie nicht. Schongau und Peiting kommen zusammen nur auf 20 000, sagte Schongaus Hauptamtsleiterin Bettina Schade am Dienstagabend im Stadtrat, also weit entfernt.

Damit würde ein Entzug der VHS-Mitgliedschaft drohen, man dürfte nur noch als „Erwachsenenbildung“ auftreten – Weiterbildungen, Prüfungsangebote, Austausch mit anderen Schulen und nicht zuletzt die staatliche Förderung, die allein in Schongau 16 000 Euro pro Jahr beträgt, würden wegfallen. Weil das Problem bis auf Weilheim, das alle Vorgaben erfüllt, auch die VHS in Penzberg und Peißenberg trifft, haben sich die Volkshochschulen bereits mehrfach zu Workshops getroffen. Ziel sei es laut Schade, einen landkreisweiten Verbund zu gründen mit gemeinsamer Programmplanung, Vermarktung und Qualitätsmanagement. Dafür soll es auch eine Koordinierungsstelle geben, die mit 4000 Euro pro Jahr und Kommune zu Buche schlägt.

Im Schongauer Stadtrat sorgte das bei Paul Huber (CSU) für Ärger. „In politischen Sonntagsreden wird immer von gleichen Lebensbedingungen von Stadt und Land gesprochen, und dann darf man nicht mehr mitmachen“, schimpfte er.

Helmut Hunger (CSU) wollte vor allem wissen, wo die Koordinierungsstelle geplant sei. „Eventuell in Peißenberg, weil es in der Mitte des Landkreises liegt. Aber da ist noch keine Entscheidung gefallen“, sagte Schade. Weilheim falle raus, wobei die Stadt noch überlege, ob sie sich auch beteilige, so Schade. „Wir können uns für Schongau einsetzen“, sagte Bürgermeister Falk Sluyterman, und Michael Eberle (CSU) ergänzte: „Wer ein Büro hat, kommt zum Zug, das könnten auch Schongau oder Peiting sein.“

Auch in Peiting wurde diskutiert. Dass in der Beschlussvorlage auch Penzberg als möglicher Sitz der neuen Koordinationsstelle genannt wurde, rief Norbert Merk (CSU) auf den Plan. Er sei eindeutig für Peißenberg, Penzberg eigne sich aufgrund seiner Lage nicht für eine derartig zentrale Stelle. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen, beruhigte auch VHS-Leiterin Sabine Hickisch. Als nächstes werde man beim Verband erst einmal Zuschüsse für die zusätzliche Stelle beantragen. Noch stehe auch gar nicht fest, ob man eine personelle Verstärkung überhaupt benötige. Erst wenn diese Punkte geklärt seien, könne man sich der Frage nach dem Standort widmen. „Aber die Tendenz geht aktuell zu Peißenberg.“ Bürgermeister Michael Asam (SPD) schlug vor, Peißenberg als Wunschort des Gemeinderats in den Beschluss aufzunehmen.

Die Zustimmung fiel in Peiting und Schongau jeweils einstimmig.

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