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17 Arbeitsplätze in der Finanzbuchhaltung fallen am Hoerbiger-Standort in Schongau weg. 

Finanzbuchhaltung betroffen

Hoerbiger streicht 17 Arbeitsplätze in Schongau

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Schongau – Stellenabbau bei Hoerbiger: Der Konzern will an seinem Standort in Schongau 17 Arbeitsplätze in der Finanzbuchhaltung streichen, um Verwaltungskosten zu senken. Vom Sparkurs sind auch andere Abteilungen betroffen.

In einem internen Schreiben, das der Redaktion vorliegt, hat Hoerbiger in der vergangenen Woche die Mitarbeiter über die bevorstehenden Umstrukturierungen informiert. Ziel sei es, durch „Zentralisierungen, Standardisierungen und Automatisierungen“ schneller und effizienter zu werden, Kosten zu senken und damit wettbewerbsfähiger zu werden, heißt es darin. Dafür müsse auch die Hoerbiger Deutschland Holding GmbH ihren Beitrag leisten.

Am weitreichendsten sind die Auswirkungen auf die Finanzbuchhaltung. So hat der Konzern entschieden, ein zentrales „Finance Shared Service Center“ für Europa in Prag aufzubauen und mittelfristig auch die Finanzbuchhaltung aller deutschen Konzerngesellschaften dorthin zu verlagern. Betroffen davon sind 17 Beschäftigte in Schongau, deren Arbeitsplätze gestrichen werden.

Ende Januar hatte die Konzernleitung die zuständigen Betriebsräte und den Konzernbetriebsrat über die Entscheidung unterrichtet. Anschließend seien die betroffenen Mitarbeiter persönlich informiert worden, teilte Hoerbiger am Montag auf Anfrage in einer Stellungnahme mit. Greifen soll der Stellenabbau ab dem nächsten Jahr.

Wie es für die 17 Beschäftigten – elf von ihnen arbeiten in Vollzeit, sechs in Teilzeit – danach weitergeht, ist derzeit noch offen. Man werde mit den zuständigen Betriebsräten die Gespräche über einen Interessensausgleich und einen Sozialplan aufnehmen, so das Unternehmen. „Ziel ist es, alternative Beschäftigungsmöglichkeiten zu prüfen und für die vom Arbeitsplatzabbau betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter faire Lösungen zu finden.“

Neben der Finanzbuchhaltung sind noch zwei weitere Abteilungen von den Sparplänen des Konzerns betroffen. So bleibe Schongau zwar einer der regionalen Hauptstandorte der IT, von wo aus Teams die deutschen User betreuen und den Vor-Ort-Service gewährleisten. In den kommenden Jahren werde man aber die Struktur der IT, deren Zentrale in Wien sitzt, durch „natürliche Fluktuation und Altersteilzeit“ verschlanken, heißt es in dem internen Schreiben an die Mitarbeiter.

Auch die Abteilung „Shared Service Center P&C“ in Schongau, die sich um die Entgeltabrechnung und die Zeitwirtschaft kümmert, ist laut dem Papier vorerst nicht in Gefahr. Allerdings mahnt der Konzern „Effizienzsteigerungen“ an, mit dem Ziel, auch in diesem Bereich nachhaltig Kosten zu reduzieren.

Hoerbiger beschäftigt im Landkreis Weilheim-Schongau rund 1600 Mitarbeiter an den Standorten Schongau, Altenstadt, Peiting und Penzberg. Diese Zahl ist in den vergangenen Jahren stabil geblieben. In Schongau hat das Unternehmen zuletzt einen zweistelligen Millionenbetrag in den Standort investiert.

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