Die Baustelle in der Lechvorstadt nimmt Formen an. Der gesamte Innenbereich – auch über der Tiefgarage – wird begrünt.
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Die Baustelle in der Lechvorstadt nimmt Formen an. Der gesamte Innenbereich – auch über der Tiefgarage – wird begrünt.

Holzhey-Stiftung in der Lechvorstadt

Schongau: Bau der Seniorenwohnungen in den letzten Zügen - Café und Laden für die Lechvorstadt

  • Elke Robert
    VonElke Robert
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Die Wohnungen der Holzhey-Stiftung in der Lechvorstadt sind nahezu alle vergeben, die ersten Mieter können Ende Oktober einziehen. Wovon alle Bürger im Viertel profitieren, sind Laden und Café.

Schongau – Die Arbeiten in der Lechvorstadt an der Erweiterung der Seniorenwohnanlage mit 23 Wohneinheiten neigen sich langsam dem Ende zu. Im vorderen Haus mit der Adresse Lechvorstadt 25 können die vier Wohnungen, zwei im ersten und zwei im zweiten Stock, im Oktober bezogen werden. Die Fliesenarbeiten sind bereits gemacht, die Wände sind gestrichen, es fehlen nur noch die Fußböden und die Türrahmen.

Für den Hauskomplex im Papiermacherweg 8 dauert es noch ein paar Tage länger, es gibt Lieferengpässe für die Isolierung. Und für die Fertigstellung der Fassade spielt das Wetter nicht ganz mit. Im östlichen Teil können die Bewohner voraussichtlich im November einziehen, im Westteil des Hauses dann im Dezember.

Bauherr Fritz Holzhey führt mit dem neuen Vorstand der Stiftung durch die Räume

Durch die Räume führen Bauherr Fritz Holzhey und Thomas Maurer. Maurer hatte im April nun auch offiziell die Nachfolge von Wernfried Runge angetreten, der den Vorstand der Holzhey-Stiftung nach rund zehn Jahren altersbedingt Stück für Stück abgegeben hatte. Maurer ist in der Lechvorstadt aufgewachsen, schon der Vater arbeitete in der Papierfabrik, er kennt nicht nur das Viertel gut, sondern auch viele der Bewohner persönlich, quasi von Kindesbeinen an.

Führen durch die Baustelle: Bauherr Fritz Holzhey (rechts) und Stiftungsvorsitzender Thomas Maurer.

Auch hatte der Wahl-Peitinger selbst sein ganzes Berufsleben in der Holzindustrie zu tun, hat Holztechnik studiert. Nun ist er der neue Ansprechpartner – von der Planung über die Wohnungsvergabe bis zum Hausmeister, „Mädchen für alles“, sozusagen. „Ein Glücksfall, dass sich das so ergeben hat“, fasst es Fritz Holzhey zusammen, ehemals Geschäftsführer der Papierfabrik noch zur Haindl-Zeit und Initiator der Stiftung zugunsten ehemaliger Papierfabrik-Mitarbeiter.

Für alle Bürger von Schongau interessant: Café und Laden im Erdgeschoss

Nicht nur die Bewohner, sondern für alle Bürger in Schongau interessant sein dürfte das Vorhaben im Erdgeschoss. Dort entsteht in Richtung Westen ein kleines Café. Der helle Raum mit rund 70 Quadratmetern ist mit großen Fenstern versehen, auch eine Terrassenfläche ist geplant. Geöffnet sein soll tagsüber, und zwar auch sonntags. „Wir haben extra nach einem Bäcker gesucht, der am Sonntag frische Semmeln macht“, berichtet Holzhey, der sich ein gemütliches Sonntagsfrühstück in dem Café gut vorstellen kann.

Um das kleine Lokal separat betreiben zu können, wird extra eine große Falttüre eingezogen. So kann man die Ladenfläche mit ein paar Handgriffen abtrennen. Im Ostteil des Erdgeschosses passieren gerade die letzten Vorbereitungen: Vom Platz für den Tresen über die Kühltheke, von den Regalen bis hin zum Bereich für Obst und Gemüse, ist bereits alles fest eingeplant. Nach dem Wunsch Holzheys sollen ausschließlich regionale Waren angeboten werden, ein kleines Sortiment, um sich komplett versorgen zu können.

Auch die Pächterin dieser beiden Flächen steht schon fest, wie der Senior verrät: Sowohl Laden als auch Café will die Schongauerin Tanja Jahn betreiben. „Sie bringt Erfahrung mit, hat bereits einen Rewe-Markt in Weilheim betrieben, hat sich interessiert und das auf den Weg gebracht“, so der Bauherr. Auch im Laden und im Café soll es im Oktober losgehen.

23 Wohnungen sind entstanden

23 Wohnungen sind insgesamt neu entstanden mit einer Größe zwischen 50 und rund 100 Quadratmetern. Ursprünglich waren einmal 25 geplant, aber aus vier kleinen Wohnungen hat man letztlich dann zwei größere gemacht.

Man habe auf die Nachfrage reagiert, erzählt es Holzhey. Und letztlich wohl auch ganz richtig gelegen. Denn nahezu alle Wohnungen haben bereits einen Mieter. Bewerben kann man sich noch für zwei der größeren Wohnungen und ein eineinhalb Zimmer-Appartement.

Ansprechpartner hierfür wie auch für die Vermietung des Gerbersaals im Grundstück Lechvorstadt 23 ist ebenfalls der Stiftungsvorsitzende. Ob Hochzeit oder Geburtstagsfeier, Vortrag oder Seminar – der Saal eignet sich für viele Gelegenheiten. Durch Corona sei er eventuell etwas in Vergessenheit geraten, meint Maurer. Und bedauert, dass auch weiterhin einige große Veranstaltungen nicht stattfinden können. So fällt leider auch in diesem Advent der beliebte Weihnachtsmarkt aus.

Neuerung ebenfalls für alle Lechvorstadt-Bewohner: Der bisherige Kiesparkplatz für den Gerbersaal wird nicht nur befestigt, sondern auch erweitert. Auch Besucher der Seniorenwohnanlage können dort vorübergehend parken. Für die Bewohner stehen eigene Parkplätze in der nun erweiterten Tiefgarage zur Verfügung.

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