Jede Menge Müll haben Feiernde auf dem Schlossberg hinterlassen.
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Jede Menge Müll haben Feiernde auf dem Schlossberg hinterlassen.

20 bis 30 Feiernde haben jede Menge Müll hinterlassen

Illegale Party auf dem Schlossberg sorgt für Ärger

Die Bilder, die uns am vergangenen Montagvormittag per Mail erreichen, machen wütend. Ein junges Pärchen aus Peiting (beide 20 Jahre alt) hat fotografisch festgehalten, was es am Tag zuvor bei einem Spaziergang über den Schlossberg dort entdeckt hat: eine größere Ansammlung an leeren Flaschen und jede Menge Müll.

Schongau/Peiting - Auf dem Waldboden liegen wild verteilt unzählige Glasscherben, Zigarettenschachteln und Verpackungsreste, selbst ein Bierkasten wurde einfach stehen gelassen. Da scheint wohl eine Gruppe mächtig gefeiert zu haben.

Auf Nachfrage bei der Polizei Schongau bestätigt der stellvertretende Dienststellenleiter Toni Müller die Vermutung und schildert uns die Vorkommnisse.

Am vergangenen Samstagabend bekam die hiesige Polizei einen anonymen Hinweis, dass oberhalb der Welfenstraße in Peiting rund 20 bis 30 Personen ausgelassen feiern würden. Nach Ankunft der uniformierten Beamten suchten dann die meisten Partygäste das Weite, die Polizei konnte aber die Personalien von drei der Partygänger feststellen.

Es handelte sich um zwei Männer und eine Jugendliche im Alter von 16 bis 23 Jahren, alle aus dem Landkreis Weilheim-Schongau stammend. Sie erwarten nun Anzeigen nach dem Infektionsschutzgesetz. Die 16-jährige Jugendliche wurde in Gewahrsam genommen und anschließend ihrer Mutter übergeben.

Das Polizeipräsidium Oberbayern-Süd bestätigt in einer Pressemitteilung, dass verschiedene Einsätze mit Bezug zur Corona-Pandemie für ein arbeitsreiches vergangenes Wochenende gesorgt haben. Auch der Vorfall am Schlossberg wird in dieser Mitteilung erwähnt. Der Anlass der Feier entzieht sich jedoch der Kenntnis der Polizei.

Die junge Frau, die uns die Müll-Bilder vom Schlossberg geschickt hat, sagt am Telefon: „Von Altersgruppe zu Altersgruppe: So was geht doch gar nicht.“ Schließlich spielen dort oben auch Kinder, ganzjährig suchen Tiere ihre Nahrung. Von der Pandemie ganz zu Schweigen. S

ie und ihr Freund haben dann nach ihren Angaben die Ärmel hochgekrempelt und so viel wie möglich des vorhandenen Drecks entfernt. Weitere Bilder zu dem Vorfall wurden bereits in den sozialen Medien geteilt, auch dort ist die Empörung groß. „So eine Sauerei“, ist da zu lesen. Die „Saubären“ sollten ihre gerechte Strafe bekommen.

JENNIFER BATTAGLIA

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