Ihre Ergebnisse können sich sehen lassen: Die Projektpartner mit den Fördermittelgebern bei ihrem jüngsten Treffen in Weilheim.
+
Ihre Ergebnisse können sich sehen lassen: Die Projektpartner mit den Fördermittelgebern bei ihrem jüngsten Treffen in Weilheim.

Projekt Alpenflusslandschaften

Sechs Jahre im Dienst für die Natur an Ammer und Lech

  • Jörg von Rohland
    vonJörg von Rohland
    schließen

Das Projekt „Alpenflusslandschaften – Vielfalt leben von Ammersee bis Zugspitze“, neigt sich dem Ende zu. In sechs Jahren haben 18 Partnerorganisationen unter Federführung des WWF auch im Landkreis an Ammer und Lech einiges auf den Weg gebracht. Jetzt wird Bilanz gezogen.

  • Sechs Jahre lang haben sich 18 Partnerorganisationen in den Alpenflusslandschaften eingebracht
  • Die Federführung hatte der WWF
  • Jetzt wird Bilanz gezogen

Landkreis – Zum Internationalen Tag der Flüsse 2020 wurde nun ein Ergebnisbericht veröffentlicht, der auf 124 Seiten anschaulich die verschiedenen Projekte beleuchtet. 18 Partner aus Naturschutz, Verwaltung, Wirtschaft und dem Sozialbereich hatten sich unter Federführung der größten internationalen Natur- und Umweltschutzorganisation (WWF) mit der natürlichen Vielfalt der Lebensräume und Arten in und an den Alpenflüssen Lech, Ammer, Loisach und Isar beschäftigt. Tieren und Pflanzen wurde aktiv Hilfe geleistet. Mit Kieszugaben an der Litzauer Lechschleife schafften die Freiwilligen zum Beispiel neue Laichplätze für Fische. Und nach einer Renaturierungsplanung an der Ammer ist nun in der Schnalz der Weg geebnet, der Ammer und ihren Auen auf einer Fläche von zirka zehn Hektar wieder Raum für eine freie Entwicklung zu geben.

Fröhliche Aktion an Lech, Ammer und Isar

Die Öffentlichkeit wurde regelmäßig eingebunden: So organisierte der WWF Deutschland etwa „fröhliche Aktionen an Lech, Ammer und Isar“. 2016 veranstaltete wiederum der Verein Lebensraum Lechtal, unterstützt vom WWF, einen Aktionstag am Lido in Schongau – also dort, wo sich Menschen in ihrer Freizeit ohnehin gerne aufhalten. Geboten wurden Informationen und Exkursionen, zu deren Ausgangspunkt Interessierte mit der Pferdekutsche fahren durften. Für Unterhaltung sorgten eine Band und Gedichte von Hans Schütz.

Flussliebhaber springen bei „Big Jump“ in den Stausee

Zwei Jahre später fand mit dem „Big Jump“ dann eine weitere Aktion am Lido statt: Flussliebhaber sprangen am europäischen Flussbadetag in den Stausee, um für den Erhalt der Artenvielfalt am bayerischen Lech zu demonstrieren (wir berichteten). Flankiert wurde die Aktion mit Lechliedern von „Klanghilde und Rezitante“ sowie mit Schminkaktionen für Kinder.

Zehntägige Wanderung zeigt, was die Ammer so besonders macht

Auch an der Ammer nahmen Vertreter der Naturschutzverbände, der Fischerei, des Tourismus, von Behörden sowie der Kommunalpolitik den Flussbadetag 2018 zum Anlass, um für einen „lebendigen Fluss“ zu werben. Sie begrüßten die Renaturierung der Ammer im Bereich der Schnalz, die vom WWF und dem Wasserwirtschaftsamt Weilheim im Projekt geplant wird. Im selben Jahr erkundeten junge Frauen aus der WWF-Jugend die Ammer. Bei ihrer zehntägigen Wanderung von Oberammergau zum Ammersee trafen sie Experten aus Naturschutz, Tourismus und Kommunen und befragten diese, was die Ammer so besonders macht, und welche Probleme es noch zu lösen gilt.

Auch interessant:

Corona-Fall am Schongauer-Welfengymnasium: 50 Schüler sind vorsorglich in Quarantäne

Nachtragshaushalt: Pandemie treibt die Schulden des Landkreises in die Höhe

Mehr Aktuelles aus der Region lesen Sie hier.

Auch interessant

Kommentare