Safe an Safe: Schließfächer gibt es in den verschiedensten Größen.

Immer mehr Kunden bringen Wertsachen in Sicherheit

Schließfächer in Banken begehrter denn je

Die steigende Zahl von Wohnungseinbrüchen verunsichert immer mehr Bürger. Kein Wunder, dass sie ihre Wertsachen lieber an einem sicheren Platz aufbewahren wollen - zum Beispiel im Schließfach einer Bank. Die Nachfrage ist jedenfalls groß, wie die Geldinstitute im Schongauer Land bestätigen.

Schongau – Die Raiffeisenbank Pfaffenwinkel bietet in verschiedenen Geschäftsstellen Schließfächer zur Miete an. Die Größen sind standardisiert. Die einzelnen Kassetten unterscheiden sich lediglich in der Füllhöhe. Dokumente und Urkunden im DIN A4-Format können darin gut und sicher verwahrt werden. „Die Nachfrage nach Schließfächern ist derzeit sehr hoch. Es sind nur noch wenige Fächer frei“, erklärt Marketingleiter Andreas Kögl. „Diesen besonderen Service bieten wir ausschließlich unseren Kunden an. Da lohnt es sich wieder einmal, Kunde einer Bank vor Ort zu sein“, fügt Kögl noch hinzu.

Andreas Kögl ist Sprecher der Raiba Pfaffenwinkel

„Die Preise für Schließfächer bewegen sich zwischen 70 und 100 Euro netto pro Jahr. Eine Versicherung kann separat abgeschlossen werden. Oftmals ist ein Schließfach bereits in der privaten Hausratsversicherung beitragsfrei mitversichert. Das sollte man vorher prüfen, um unnötige Mehrausgaben einer Doppelversicherung zu vermeiden“. informiert die Prokuristin Elisabeth Gruber über die Konditionen der Schließfachmiete bei der Raiffeisenbank Pfaffenwinkel. Und sie ergänzt: „Was genau die Kunden im Banksafe deponieren, ist der Bank nicht bekannt. Illegale Dinge sind natürlich verboten. Ob Schmuck, wichtige Unterlagen wie Versicherungspolicen oder private Erinnerungsstück verwahrt werden, bleibt jedem Mieter selbst überlassen“.

Astrid Horbach vom Vertriebsmanagement der Sparkasse Oberland

Und wie schaut’s bei der Sparkasse Oberland aus? „Im Schongauer Bereich haben wir Kundentresorschließfächer in Schongau (Münzstraße) und in Schongau-West sowie in Peiting, Bernbeuren und Steingaden“, berichtet Astrid Horbach vom Vertriebsmanagement der Sparkasse Schongau. In Peiting könnten Kunden sogar eine rund um die Uhr zugängliche Anlage für ihre Wertgegenstände nutzen. Meist seien noch einzelne Fächer frei, selbst wenn nicht mehr jede Größe verfügbar sei. „Lediglich in Schongau-West und in Peiting sind alle Fächer belegt, und es gibt bereits eine Warteliste“, so Horbach.

Laut Auskunft von Robert Christian Mayer, Pressesprecher der Sparkasse Oberland, bietet die Sparkasse acht verschiedene Schließfach-Größen an, die zwischen fünf mal 30 Zentimeter und 45 mal 60 Zentimeter groß sind. Die beliebteste Größe liege bei 7,5 mal 30 Zentimetern. Dieses Fach koste 40 Euro im Jahr, das größte sei für 260 Euro im Jahr zu haben. Bei der Sparkasse können laut Mayer Schließfächer auch für kürzere Zeit gemietet werden, das heißt, ab einem Zeitraum von vier Wochen.

Bei der VR Bank Kaufbeuren-Ostallgäu, die auch in Schongau eine Filiale hat, besteht bei den Schließfachanlagen derzeit „eine Auslastung von circa 70 Prozent“, teilt Markus Neubauer, Bereichsleiter Marketing und Kommunikation, auf Anfrage mit. Die Nachfrage nach kleineren Fächern sei am größten. Die Kosten liegen je nach Größe der Fächer zwischen 50 und 150 Euro. „Vermietet wird ausschließlich an Kunden unserer Bank“, stellt Neubauer klar. Die Nachfrage nach Schließfächern unterliege leichten Schwankungen, „auf lange Sicht würden wir sagen, sie ist konstant“.

Michael Gretschmann

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