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Mit fast unveränderter Vorstandschaft geht die Schongauer CSU in das wichtige Jahr vor der Kommunalwahl.

Jahresversammlung der Schongauer CSU

Hundert Prozent für Kellermann

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Im wichtigen Jahr vor der Kommunalwahl demonstriert die Schongauer CSU Geschlossenheit: Einstimmig haben die Mitglieder des Ortsvereins ihren Vorsitzenden Oliver Kellermann im Amt bestätigt. Auch sonst bleibt fast die komplette Vorstandschaft unverändert. Neuigkeiten gibt es in Sachen Bürgermeisterkandidat.

Schongau – Seit 2015 führt Oliver Kellermann die Schongauer CSU. Anders als sein Vorgänger Michael Eberle ist der Stadtrat eher von der leisen Sorte, doch seine ruhige Art kommt an bei den Mitgliedern. Kritische Töne jedenfalls waren Fehlanzeige bei der Jahresversammlung am Donnerstagabend im Restaurant der MöbelCentrale. Dass Kellermann das uneingeschränkte Vertrauen der Mitglieder genießt, zeigte sich am Wahlergebnis. Nicht nur, dass der amtierende Ortsvorsitzende der einzige Kandidat war. Alle 43 Stimmen entfielen auf ihn. Er bedanke sich für das Vertrauen, freute sich Kellermann über das Resultat.

Zuvor hatte der Ortsvorsitzende in seinem Bericht auf das kommende Jahr vorausgeblickt. Neben Terminen wie dem Schockerberg und dem Altstadtflohmarkt, der allerdings noch nicht sicher sei („Wir bearbeiten den Bürgermeister noch, damit er uns die Bauhofleistungen ganz erlässt. Wir wollen schließlich was spenden.“) widmete sich Kellermann natürlich den Kommunalwahlen 2020. Man sei derzeit dabei die Liste für den Stadtrat zusammenzustellen, sagte der Ortsvorsitzende.

Gespräche mit möglichem Bürgermeisterkandidat

Bislang bedeckt hatte sich die CSU darüber gehalten, ob sie einen eigenen Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters ins Rennen schickt. Zumindest ein wenig hat Kellermann das Geheimnis nun gelüftet. Tatsächlich habe man jemanden im Blick, verriet der Ortsvorsitzende. Gemeinsam mit Kornelia Funke führe er derzeit intensive Gespräche mit dem potenziellen Kandidaten. Diese seien bereits weit fortgeschritten, zeigte sich Kellermann optimistisch. Im April soll der mögliche Herausforderer von Bürgermeister Falk Sluyterman dem Parteirat vorgestellt werden, dem dann die endgültige Entscheidung vorbehalten sei.

Zwei besondere Ehrenurkunden konnte Ortsvorsitzender Oliver Kellermann (2.v.r.) mit seinen Stellvertreterinnen Barbara Eichelberg (li.) und Kornelia Funke an Martin Schleier und Manfred Blaschke überreichen. Sie wurden für 50 und 60 Jahre Mitgliedschaft geehrt.

Ähnlich harmonisch wie die Wahl Kellermanns verlief die der weiteren Vorstandschaft. Kornelia Funke (39 Stimmen), Barbara Eichelberg (37) und Peter Bommersbach (34) wurden mit breiter Mehrheit in ihren Stellvertreterämtern bestätigt. Gleiches galt für Schriftführer Michael Eberle und Schatzmeisterin Evelyn Paul, die zuvor einen Überblick über die Finanzen des Ortsvereins abgeliefert hatte und einen Anstieg des Vermögens um rund 4600 Euro auf rund 25 700 Euro vermelden konnte. Die einzige Änderung gab es an diesem Abend bei den Beisitzern, wo zehn Bewerber für neun Plätze kandidierten. Bei der Abstimmung verlor Sven Schmid seinen Posten an Student und JU-Mitglied Johannes Eberle.

Anschließend nutzte Bundeswahlkreisgeschäftsführer Leopold Hahn, der als Wahlleiter fungierte, die Chance, um auf die bevorstehende Europawahl aufmerksam zu machen. Diese müsse man ernst nehmen, man dürfe das Feld nicht den Parteien an den Rändern des politischen Spektrums überlassen, betont er. „Es wäre ein Fehler, wenn die gemäßigte Mitte zuhause bleibt.“ Ohne Europa wären die Chancen Deutschlands, sich in der globalen Welt zu behaupten, gering.

Ehrungsmarathon 

Die letzte halbe Stunde gehörte schließlich den langjährigen Mitgliedern der Schongauer CSU. Einen dicken Stapel Urkunden hatte Kellermann diesmal an treue Gefolgsleute zu verteilen. Zwei Ehrungen stachen dabei besonders hervor. Martin Schleier bekam die Ehrenurkunde für seine ein halbes Jahrhundert währende Mitgliedschaft in der CSU verliehen. Noch zehn Jahre länger gehört Altlandrat Manfred Blaschke den Christsozialen an.

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